Acanthophippium – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Acanthophippium – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Acanthophippium

  • Botanischer Name: Acanthophippium
  • Trivialname: Keine verbreitete deutsche Bezeichnung
  • Gattung: Acanthophippium
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Süd- und Südostasien bis Malesien, meist in feuchten Wäldern unter Baumbestand, häufig an schattigen Hängen oder in der Nähe von Bachläufen.
  • Verwendungszwecke: Wintergarten, Gewächshaus
  • Arten: Etwa 12 bis 15 Arten
  • Preis: Seltene Sammlerorchidee, meist nur gelegentlich im Spezialhandel erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Acanthophippium aus?

  • Blüte: Die Blüten sind dickfleischig, oft gebogen oder schlauchartig und erscheinen in Weiß, Creme, Gelb, Grünlich oder Purpurtönen mit Zeichnung. Durch ihre Form wirken sie sehr eigenständig und sind innerhalb der Orchideen leicht wiederzuerkennen.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Gelb, Grün, Braun, Rot, Zweifarbig
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni
  • Wuchsform: Strauch
  • Höhe: 60 cm – Mit Blättern und Blütentrieben erreichen viele Arten ungefähr 30 bis 60 cm Höhe.
  • Durchmesser: 35 cm – Ein kräftiger Horst kann oft etwa 25 bis 35 cm breit werden, ältere Exemplare auch mehr.

Die Acanthophippium-Pflege in Kurzform

    Halbschattig bis schattig, warm bis mild und in humosem, lockerem Substrat kultivieren. Während des Wachstums regelmäßig gießen und schwach düngen, im Winter etwas ruhiger.

    Die Acanthophippium-Pflege im Detail

    Acanthophippium ist eine terrestrische Orchidee für luftige, humose Mischungen mit guter Drainage. Das Substrat darf nie verdichten und sollte Feuchtigkeit speichern, ohne nass zu stehen. Halbschatten oder lichter Schatten sind ideal, direkte Mittagssonne ist ungeeignet. In der aktiven Zeit werden die Pflanzen regelmäßig gegossen und moderat gedüngt. Im Winter wird etwas sparsamer gegossen, ganz austrocknen sollten die Wurzeln aber nicht. Wärme, Luftfeuchte und gute Luftbewegung fördern kräftige Neutriebe und bessere Blütenansätze.

    Vermehrung von Acanthophippium

    Am praktikabelsten ist die Teilung größerer Horste, wenn mehrere kräftige Pseudobulben vorhanden sind. Jede Teilpflanze sollte mehrere vitale Bulben und möglichst frische Wurzeln besitzen. Aussaat ist möglich, wird aber fast ausschließlich professionell oder in vitro durchgeführt. Kleine Teilstücke ohne ausreichende Reserven wachsen oft nur sehr langsam wieder an.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Wenig Nein Nein Schattig Nein Mild Nur leicht feucht halten
    Feb Wenig Nein Nein Schattig Möglich Mild Keine Staunässe
    Mär Mäßig Ja Ja Halbschattig Ja Mild Bei Neutrieb umtopfen
    Apr Mehr Ja Ja Halbschattig Ja Warm bis mild Mit Wachstum mehr gießen
    Mai Mehr Ja Ja Halbschattig Ja Warm Schwach düngen
    Jun Mehr Ja Nein Halbschattig Ja Warm Luftfeuchte erhöhen
    Jul Mehr Ja Nein Halbschattig Möglich Warm Schnecken kontrollieren
    Aug Mehr Ja Nein Halbschattig Nein Warm Substrat locker halten
    Sep Mäßig Ja Nein Halbschattig Nein Mild Wasser langsam reduzieren
    Okt Mäßig Nein Nein Schattig Nein Mild Ruhiger pflegen
    Nov Wenig Nein Nein Schattig Nein Mild Hell ohne Sonne
    Dez Wenig Nein Nein Schattig Nein Mild Nicht austrocknen lassen

    Meine Erfahrungen mit Acanthophippium

    Acanthophippium reagiert empfindlicher auf Staunässe als viele denken, obwohl die Gattung Feuchtigkeit mag. In lockerer, humoser Mischung mit Rinde, Laubanteil und etwas Sphagnum wachsen die Pflanzen meist gut. Dauerhaft dunkle Kultur schwächt den Wuchs, pralle Sonne verbrennt dagegen schnell die Blätter.

    Beliebte Arten von Acanthophippium

    Acanthophippium striatum

    Zeigt markante, fleischige Blüten und wächst terrestrisch in feuchten Wäldern.

    Acanthophippium bicolor

    Ist für zweifarbige Blüten und kräftige Pseudobulben bekannt.

    Acanthophippium sylhetense

    Gehört zu den attraktiven, schattenliebenden Arten aus asiatischen Waldhabitaten.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Pseudobulben werden weich Substrat zu nass und schlecht belüftet Sofort trockener und luftiger kultivieren, faules Material entfernen. Blätter bekommen helle Flecken

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Acanthophippium

    Häufige Fragen

    Ist Acanthophippium epiphytisch?

    Nein, die Gattung wächst überwiegend terrestrisch im Waldboden.

    Braucht Acanthophippium viel Licht?

    Nein, eher gefiltertes Licht oder hellen Schatten.

    Wann topft man am besten um?

    Am besten zum Beginn des Neutriebes im Frühjahr.

    Darf das Substrat austrocknen?

    Nur kurz oberflächlich, nicht komplett bis in den Wurzelbereich.

    Ist die Gattung für normale Wohnräume geeignet?

    Nur eingeschränkt, ein heller Wintergarten oder ein temperiertes Gewächshaus ist meist besser.