Alchornea – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Alchornea – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Alchornea

  • Botanischer Name: Alchornea
  • Gattung: Alchornea
  • Familie: Euphorbiaceae
  • Ordnung: Malpighiales
  • Herkunft: Die Gattung ist in tropischen Regionen Afrikas, Amerikas, Asiens, Malesiens und Ozeaniens verbreitet. Viele Arten wachsen in feuchten Wäldern, an Waldrändern, Flussufern oder in Sekundärvegetation.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
  • Arten: Etwa 40 bis 50 Arten, überwiegend tropische Sträucher und Bäume.
  • Preis: Meist nicht als normale Zierpflanze erhältlich; einzelne Arten können als Samen, Nutzpflanzenmaterial oder botanische Spezialpflanze auftauchen.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Alchornea aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein, meist grünlich, gelblich oder cremefarben und in einfachen bis verzweigten Blütenständen angeordnet. Sie sind botanisch interessant, aber selten auffällig im klassischen Zierpflanzensinn.
  • Blütenfarben: Grün, Gelb, Creme
  • Blütezeit: Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Strauch, Baumförmig
  • Höhe: 1000 cm – Viele Arten wachsen als große Sträucher oder kleine bis mittlere Bäume; im Kübel sind etwa 200 bis 1000 cm nur bei viel Platz realistisch.
  • Durchmesser: 500 cm – Der Durchmesser kann bei freiem Wuchs mehrere Meter erreichen, im Kübel wird er durch Schnitt meist auf 100 bis 500 cm begrenzt.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Alchornea-Pflege in Kurzform

    Alchornea braucht Wärme, hellen Halbschatten und gleichmäßig leichte Feuchtigkeit. Das Substrat sollte humos, aber gut drainiert sein. In der Wachstumszeit wird moderat gedüngt und bei Bedarf geschnitten. Kälte und Staunässe sollten konsequent vermieden werden.

    Die Alchornea-Pflege im Detail

    Im Detail ist Alchornea kein kleines Fensterbankgewächs, sondern ein tropisches Gehölz. Für eine längerfristige Kultur ist ein heller Wintergarten oder ein warmes Gewächshaus deutlich besser geeignet als ein normaler Wohnraum. Während warmer Monate verträgt die Pflanze regelmäßige Wassergaben und Nährstoffe, solange das Substrat nicht verdichtet. Im Winter wird bei weniger Licht vorsichtiger gegossen, aber nicht komplett trocken gehalten. Ein Rückschnitt im Frühjahr begrenzt Größe und fördert verzweigte, stabile Triebe.

    Vermehrung von Alchornea

    Die Vermehrung erfolgt je nach Art über Samen oder Stecklinge. Frische Samen tropischer Gehölze sollten warm und gleichmäßig leicht feucht ausgesät werden. Stecklinge gelingen am besten von halbreifen Trieben, die in ein luftiges Substrat gesetzt und warm gehalten werden. Hohe Luftfeuchte unterstützt die Bewurzelung, muss aber mit Hygiene und Luftbewegung kombiniert werden. Bei stark wachsenden Arten ist ein früher Formschnitt sinnvoll, damit Jungpflanzen kompakt bleiben.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm halten Nicht kalt stellen
    Feb Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm halten Luftfeuchte prüfen
    Mär Regelmäßig Leicht Möglich Hell Möglich Warm halten Rückschnitt möglich
    Apr Regelmäßig Monatlich Gut Hell indirekt Möglich Warm halten Wachstum startet
    Mai Regelmäßig Monatlich Gut Hell indirekt Möglich Warm halten Nährstoffe geben
    Jun Regelmäßig Monatlich Möglich Hell indirekt Möglich Warm halten Gleichmäßig feucht
    Jul Regelmäßig Monatlich Möglich Hell indirekt Möglich Warm halten Starkes Wachstum leiten
    Aug Regelmäßig Monatlich Möglich Hell indirekt Möglich Warm halten Schädlinge prüfen
    Sep Regelmäßig Leicht Möglich Hell Möglich Warm halten Schnitt vorbereiten
    Okt Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm halten Wasser reduzieren
    Nov Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm halten Hell halten
    Dez Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm halten Zugluft meiden

    Meine Erfahrungen mit Alchornea

    Alchornea ist in Kultur vor allem eine Platz- und Klimafrage. Junge Pflanzen lassen sich theoretisch wie tropische Gehölze halten, wachsen aber je nach Art kräftig und sind langfristig eher Gewächshaus- oder Wintergartenpflanzen. Regelmäßiger Schnitt und ein stabil feuchtes, aber luftiges Substrat sind wichtiger als klassische Zimmerpflanzenroutine.

    Beliebte Arten von Alchornea

    Alchornea cordifolia

    Ist eine afrikanische Strauch- bis Baumart und wird regional auch ethnobotanisch genutzt.

    Alchornea latifolia

    Ist eine tropisch-amerikanische Baumart, die in feuchten Wäldern vorkommt.

    Alchornea rugosa

    Ist von Südostasien bis Malesien und Australien verbreitet.

    Alchornea triplinervia

    Ist eine neotropische Art feuchter Wälder und Waldränder.

    Alchornea glandulosa

    Kommt in Südamerika vor und wächst als Strauch oder Baum.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe Blätter Zu wenig Licht, Nährstoffmangel oder Wurzelschäden Heller stellen, Wurzeln prüfen und in der Wachstumszeit schwach düngen Klebrige Blätter

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Alchornea

    Häufige Fragen

    Ist Alchornea essbar?

    Die Gattung ist nicht generell als essbare Zimmerpflanze zu behandeln, auch wenn einzelne Arten regional genutzt werden.

    Ist Alchornea giftig?

    Eine vorsichtige Einstufung als giftig ist sinnvoll, weil die Gattung zu den Euphorbiaceae gehört und nicht für den Verzehr in Kultur gedacht ist.

    Kann Alchornea im Zimmer wachsen?

    Nur eingeschränkt, da die Pflanzen warm, hell und luftfeucht stehen müssen und langfristig Gehölzgröße erreichen.

    Wie oft gießt man Alchornea?

    Regelmäßig, aber ohne Staunässe; die obere Substratschicht darf leicht antrocknen.

    Welche Alchornea-Art ist bekannt?

    Alchornea cordifolia ist besonders bekannt, weil sie in West- und Zentralafrika regional genutzt wird.