Aloe – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Aloe – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Aloe

Aloe ist eine der bekanntesten sukkulenten Gattungen überhaupt und umfasst ein enormes Formenspektrum von kleinen Rosettenpflanzen bis zu strauchigen oder baumartigen Arten. Typisch sind fleischige Blätter, oft mit Zähnchen am Rand, sowie auffällige Blütenstände. Viele Arten sind robust, dekorativ und gut an helle Kultur in Topf und Gewächshaus angepasst.
  • Botanischer Name: Aloe
  • Trivialname: Aloe
  • Gattung: Aloe
  • Familie: Asphodelaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Aloe stammt vor allem aus Afrika, von der Arabischen Halbinsel und aus Inselregionen des Indischen Ozeans. Die Pflanzen wachsen in trockenen bis saisonal feuchten Habitaten, häufig auf steinigen, sehr gut drainierten Böden.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Fensterbank, Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Die Gattung umfasst mehrere hundert Arten sowie zahlreiche Hybriden und Sorten.
  • Preis: Häufige Arten sind meist günstig, seltene Sammlerarten und große Exemplare deutlich teurer.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Ja

Wie sehen Aloe aus?

Aloe – Botanische Detailillustration
Aloe – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Aloe bildet meist aufrechte bis bogige Blütenstände mit zahlreichen röhrenförmigen Einzelblüten. Häufige Farben sind Rot, Orange, Gelb und seltener Creme oder zweifarbige Kombinationen. Viele Arten blühen im Winter bis Frühjahr besonders attraktiv.

  • Blütenfarben: Gelb, Orange, Rot, Creme, Zweifarbig
  • Blütezeit: Januar, Februar, März, April, November, Dezember
  • Wuchsform: Rosette, Strauch, Baumförmig
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 80 cm – Viele kultivierte Aloe bleiben zwischen 20 und 80 cm hoch, baumförmige Arten können deutlich größer werden.
  • Durchmesser: 50 cm – Kleine Arten bleiben kompakt, viele gängige Aloen erreichen etwa 20 bis 50 cm Rosettendurchmesser.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Aloe-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand, Nährstoffmangel, Chlorose

Sehr hell bis sonnig stellen, in durchlässiges Substrat setzen und nur mäßig gießen. Im Winter deutlich trockener halten und Staunässe vermeiden.

Die Aloe-Pflege im Detail

Aloe liebt viel Licht und kommt im Sommer mit direkter Sonne gut zurecht, wenn die Pflanze daran gewöhnt ist. Das Substrat sollte locker, drainiert und eher mineralisch sein. Gegossen wird während der Wachstumsphase durchdringend, danach lässt man den Topf wieder gut abtrocknen. Im Winter wird deutlich sparsamer gegossen. Viele Arten danken einen hellen, eher kühleren Winterstand mit besserer Blühfreude.

Vermehrung von Aloe

Viele Aloe lassen sich leicht über Kindel vermehren, die nach dem Abnehmen kurz antrocknen sollten. Einige strauchige Arten können auch über Stecklinge vermehrt werden. Die Aussaat ist für Arten ohne Kindel oder für Sammler besonders interessant und gelingt in warmem, sehr hellem Umfeld gut.

Aloe – Botanische Illustration der Vermehrung
Aloe – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Sehr hell Ja Hell und eher trocken Nicht zu nass
Feb Wenig Nein Nein Sehr hell Ja Hell und eher trocken Kühl und hell fördert Blüte
Mär Mäßig Ja Ja Sonnig Ja Aktive Phase vieler Arten Kindel abnehmen möglich
Apr Mäßig Ja Ja Sonnig Ja Aktive Phase vieler Arten Gute Umtopfzeit
Mai Mäßig Ja Ja Volle Sonne Teilweise Wachstum Langsam abhärten
Jun Mäßig Ja Nein Volle Sonne Nein Wachstum Regen nicht stauen lassen
Jul Mäßig Ja Nein Volle Sonne Nein Wachstum Luftig kultivieren
Aug Mäßig Ja Nein Volle Sonne Nein Wachstum Nicht übergießen
Sep Wenig Nein Ja Sonnig Nein Langsamer Düngung beenden
Okt Wenig Nein Nein Sonnig Teilweise Ruhiger Wasser reduzieren
Nov Wenig Nein Nein Sehr hell Ja Blütezeit mancher Arten Blütenstände beobachten
Dez Wenig Nein Nein Sehr hell Ja Blütezeit mancher Arten Sehr hell halten

Meine Erfahrungen mit Aloe

Aloe gehört zu den dankbarsten Sukkulentengattungen, solange genug Licht vorhanden ist. Viele Probleme entstehen durch zu dunkle Fensterplätze oder zu nasse Erde im Winter. In mineralisch-lockerem Substrat, mit viel Sonne und einem eher trockenen Rhythmus wachsen viele Arten zuverlässig, bilden Kindel und blühen bei guter Kultur sogar regelmäßig.

Beliebte Arten von Aloe

Aloe vera

Ist die bekannteste Art und bildet fleischige, medizinisch bekannte Blätter.

Aloe aristata

Bleibt kompakt und zeigt attraktive weiße Flecken.

Aloe ferox

Wird groß und trägt kräftige, bedornte Blätter.

Aloe polyphylla

Bildet eine spektakuläre Spiralrosette.

Aloe juvenna

Wächst säulig und ist als Tigerzahn-Aloe beliebt.

Aloe – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Matschige Blätter an der Basis Staunässe oder zu kalte Nässe Trockener halten und in drainiertes Substrat umsetzen Lange, instabile Blätter

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Nützliches Zubehör

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Häufige Fragen

Ist Aloe vera die einzige wichtige Aloe?

Nein, die Gattung umfasst sehr viele attraktive Arten mit ganz unterschiedlichem Wuchs.

Wie oft gießt man Aloe?

Nur mäßig und erst dann, wenn das Substrat wieder trocken ist.

Kann Aloe draußen stehen?

Im Sommer ja, an einem sonnigen Platz nach langsamer Gewöhnung.

Warum kippt meine Aloe auseinander?

Meist fehlt Licht oder das Substrat ist zu nass und die Wurzeln leiden.

Sind Aloen giftig?

Viele Arten gelten für Haustiere als problematisch, daher ist Vorsicht sinnvoll.