Amelichloa – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Amelichloa

  • Botanischer Name: Amelichloa
  • Gattung: Amelichloa
  • Familie: Poaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Mexiko und südliches Südamerika, besonders Argentinien, Chile und Uruguay.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Hochbeet, Terrasse, Steingarten
  • Arten: Etwa 5 Arten.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Amelichloa aus?

  • Blüte: Die Blüten sind typisch für Süßgräser klein, windbestäubt und in Ährchen angeordnet. Der Zierwert liegt meist weniger in Einzelblüten als in der Textur der Halme und Blütenstände.
  • Blütenfarben: Grün, Creme, Braun
  • Blütezeit: Oktober, November, Dezember, Januar, Februar
  • Wuchsform: Rasenbildend
  • Höhe: 120 cm – Amelichloa erreicht je nach Art etwa 50 bis 120 cm Höhe.
  • Durchmesser: 80 cm – Ein ausgewachsener Horst kann etwa 50 bis 80 cm Breite erreichen.

Die Amelichloa-Pflege in Kurzform

    Amelichloa braucht einen hellen, luftigen Standort und ein Substrat, das Wasser gut ableitet. In der Wachstumszeit wird mäßig bis regelmäßig gegossen, ohne den Wurzelbereich dauerhaft nass zu halten. Gedüngt wird nur sparsam, weil viele Süßgräser bei zu viel Stickstoff weich und lagernd wachsen. Alte Halme können nach der Ruhephase ausgekämmt oder bodennah zurückgeschnitten werden.

    Die Amelichloa-Pflege im Detail

    Amelichloa wird am besten in einem hellen, gut belüfteten Bereich kultiviert. Das Substrat sollte strukturstabil sein und überschüssiges Wasser schnell abführen, damit die feinen Graswurzeln nicht faulen. Während des aktiven Wachstums wird gleichmäßig, aber nicht nass gegossen. Trockenphasen werden je nach Herkunft unterschiedlich gut vertragen; Arten aus trockenen Regionen stehen deutlich magerer als Feuchtstandortgräser. Eine leichte organische Düngung im Frühjahr genügt meist. In der Topfkultur sollte der Horst regelmäßig kontrolliert, ausgelichtet und bei Bedarf geteilt werden.

    Vermehrung von Amelichloa

    Die Vermehrung von Amelichloa erfolgt in erster Linie über frisches Saatgut. Die Samen werden nur dünn mit Substrat bedeckt, gleichmäßig feucht gehalten und warm bis mild aufgestellt. Ausdauernde Arten können zusätzlich im Frühjahr geteilt werden, sobald der Horst kräftig genug ist und mehrere vitale Triebe besitzt. Nach der Teilung sollten die Pflanzen zunächst geschützt stehen, bis neue Wurzeln gebildet wurden.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Sparsam Nein Nein Hell Nein Ruhe Nicht vernässen
    Feb Sparsam Nein Nein Hell Nein Ruhe Nicht vernässen
    Mär Mäßig Nein Ja Sonnig Teilweise Austrieb Altes Laub auskämmen
    Apr Regelmäßig Leicht Ja Sonnig Teilweise Aktiv Gleichmäßig feucht halten
    Mai Regelmäßig Leicht Nein Sonnig Ja Aktiv Standfestigkeit prüfen
    Jun Regelmäßig Leicht Nein Sonnig Ja Aktiv Samenstände möglich
    Jul Regelmäßig Nein Nein Sonnig Ja Aktiv Bei Hitze wässern
    Aug Regelmäßig Nein Nein Sonnig Teilweise Aktiv Nicht austrocknen lassen
    Sep Mäßig Nein Ja Sonnig Nein Abreife Teilung möglich
    Okt Mäßig Nein Nein Hell Nein Abreife Rückschnitt möglich
    Nov Sparsam Nein Nein Hell Nein Ruhe Winterschutz bei Topfkultur
    Dez Sparsam Nein Nein Hell Nein Ruhe Nicht dunkel überwintern

    Meine Erfahrungen mit Amelichloa

    Amelichloa sollte eher wie ein Standortgras als wie eine klassische Zimmerpflanze behandelt werden. Entscheidend sind viel Licht, ein lockerer Wurzelraum und eine Wassergabe, die nicht dauerhaft zu nassen Wurzeln führt. In Töpfen wirkt die Gattung oft empfindlicher als im Freiland, weil Hitze, Trockenheit und Staunässe schneller extreme Bedingungen erzeugen.

    Beliebte Arten von Amelichloa

    Amelichloa ambigua

    Ist eine ausdauernde Art aus Argentinien.

    Amelichloa caudata

    Kommt von Uruguay bis Argentinien und Zentralchile vor.

    Amelichloa brachychaeta

    Ist eine weitere argentinische Art mit horstigem Wuchs.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe Halme Staunässe, Nährstoffmangel oder natürliche Alterung Wasserabzug prüfen, alte Halme ausputzen und im Frühjahr leicht düngen. Lagernde Halme

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Amelichloa

    Häufige Fragen

    Ist Amelichloa winterhart?

    Teilweise; Arten aus gemäßigten Regionen können kühl stehen, sollten in Mitteleuropa aber vor Winternässe geschützt werden.

    Kann man Amelichloa im Topf kultivieren?

    Ja, bei Kübelkultur sind Drainage, ein luftiger Standort und gleichmäßige Wasserversorgung wichtiger als ein sehr nährstoffreiches Substrat.

    Wie wird Amelichloa vermehrt?

    Die Vermehrung erfolgt meist über Aussaat, bei ausdauernden Arten zusätzlich über Teilung kräftiger Horste.

    Blüht Amelichloa auffällig?

    Eher unauffällig; die Blüten sitzen wie bei Süßgräsern in Ährchen, Rispen oder ähnlichen grasartigen Blütenständen.

    Ist Amelichloa giftig?

    Nein, für die meisten Arten sind keine typischen Giftpflanzen-Hinweise bekannt; bei selten kultivierten Arten sollte trotzdem kein Verzehr erfolgen.