Andinia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Andinia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Andinia

  • Botanischer Name: Andinia
  • Gattung: Andinia
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Westliches Südamerika bis Venezuela, vor allem Kolumbien, Ecuador und Peru in Berg- und Nebelwäldern.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: 60+
  • Preis: 20–80 €
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Andinia aus?

  • Blüte: Die Blüten sind je nach Art sehr unterschiedlich, oft aber klein, auffällig geformt und botanisch hochinteressant. Farblich kommen Weiß, Gelb, Orange, Rot, Pink, Purpur sowie mehrfarbige Kombinationen vor.
  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Orange, Rot, Pink, Magenta, Lila, Violett, Mehrfarbig
  • Blütezeit: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
  • Wuchsform: Polster, Hängend
  • Höhe: 12 cm – Viele Andinia-Arten bleiben sehr klein und erreichen oft nur 5 bis 12 cm Höhe, mit Blütenständen etwas mehr.
  • Durchmesser: 15 cm – Die meisten Arten bilden kleine Horste oder lockere Polster von etwa 8 bis 15 cm Breite.

Die Andinia-Pflege in Kurzform

    Kühl bis intermediär, halbschattig und dauerhaft luftfeucht kultivieren. Das feine Substrat nie völlig austrocknen lassen, aber Staunässe vermeiden. Kühle Nächte und Luftbewegung fördern Gesundheit und Blüte.

    Die Andinia-Pflege im Detail

    Andinia stammt überwiegend aus Nebel- und Bergwäldern, daher ist ein frisches, eher kühles Klima ideal. Das Licht sollte hell, aber weich gefiltert sein. Viele Arten gedeihen am besten in feinem Rinden-Sphagnum-Mix oder auf kleinen Unterlagen mit sehr hoher Luftfeuchte. Gegossen wird regelmäßig, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Gleichzeitig darf nie lange Nässe im Kern stehen bleiben. Im Winter wird bei niedrigeren Temperaturen etwas zurückhaltender gegossen, aber nicht trocken gehalten. Gedüngt wird schwach und sparsam. Entscheidend ist die Kombination aus Luftfeuchte, kühlen Nächten und Luftbewegung.

    Vermehrung von Andinia

    Andinia wird in Kultur vor allem durch vorsichtige Teilung größerer Horste vermehrt. Da viele Arten klein und langsam sind, sollte das nur bei gut etablierten Pflanzen geschehen. Die Teilstücke benötigen unbedingt intakte Wurzeln und mehrere Triebe. Eine generative Vermehrung aus Samen ist zwar möglich, bleibt aber Laborbedingungen vorbehalten. Nach dem Teilen hilft eine hohe Luftfeuchte bei gleichzeitig sehr guter Luftbewegung.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Kein Dünger Nur im Notfall Sehr hell und gefiltert Möglich Kühl bis mild Gute Luftbewegung
    Feb Mäßig Kein Dünger Nur im Notfall Sehr hell und gefiltert Möglich Kühl bis mild Nicht zu nass bei Kühle
    Mär Regelmäßig Schwach düngen Gut möglich Hell und luftig Möglich Keine starke Ruhe Auf frische Wurzeln achten
    Apr Regelmäßig Schwach düngen Gut möglich Hell und luftig Möglich Keine starke Ruhe Frühjahr ist gute Umtopfzeit
    Mai Regelmäßig Schwach düngen Gut möglich Hell und luftig Häufig Keine starke Ruhe Sonne langsam steigern
    Jun Regelmäßig Schwach düngen Möglich Hell und luftig Häufig Keine starke Ruhe Keine Staunässe
    Jul Regelmäßig Schwach düngen Möglich Hell und luftig Häufig Keine starke Ruhe An heißen Tagen schattieren
    Aug Regelmäßig Schwach düngen Möglich Hell und luftig Häufig Keine starke Ruhe Luftfeuchte hoch halten
    Sep Mäßig Reduzieren Nur bei Bedarf Hell und luftig Möglich Leicht trockener Düngung auslaufen lassen
    Okt Mäßig Reduzieren Nur bei Bedarf Sehr hell und gefiltert Möglich Leicht trockener Kühler kultivieren
    Nov Mäßig Kein Dünger Nicht ideal Sehr hell und gefiltert Möglich Kühl und hell Licht maximal nutzen
    Dez Mäßig Kein Dünger Nicht ideal Sehr hell und gefiltert Möglich Kühl und hell Nur leicht feucht halten

    Meine Erfahrungen mit Andinia

    Andinia gehört zu den Gattungen, die deutlich von stabilem Mikroklima profitieren. Trockene Luft, fehlende Nachtabsenkung und überhitzte Sommertage sind häufige Ausfallursachen. Sehr gut funktionieren Vitrinen, temperierte Nebelhausbedingungen oder kühle, luftfeuchte Gewächshausabteile. Das Substrat sollte fein und frisch sein, ohne jemals zu verdichten.

    Beliebte Arten von Andinia

    Andinia nummularia

    Bekannte Art mit kompaktem Wuchs aus Kolumbien und Ecuador.

    Andinia lunaris

    Auffällige Art aus Süd-Kolumbien und Nord-Ecuador.

    Andinia lappacea

    Kleine, sammelwürdige Art aus Ecuador mit ungewöhnlicher Blütenform.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Blätter schrumpfen trotz Feuchte Wurzeln sind geschädigt oder das Substrat ist verbraucht Neu eintopfen und bis zum Neuaustrieb sehr gleichmäßig kultivieren. Schimmel oder Fäulnis am Ansatz

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Andinia

    Häufige Fragen

    Ist Andinia für die warme Wohnung geeignet?

    Meist nicht ideal, weil viele Arten kühle Nächte und hohe Luftfeuchte bevorzugen.

    Braucht Andinia viel Licht?

    Nein, helles, gefiltertes Licht ist meist richtig.

    Kann Andinia aufgebunden kultiviert werden?

    Ja, aber nur bei hoher Luftfeuchte und verlässlicher Pflege.

    Warum verlieren Andinia-Arten schnell Wurzeln?

    Oft wegen Hitze, trockener Luft oder altem, verdichtetem Substrat.

    Blühen Andinia-Arten nur zu einer Jahreszeit?

    Nein, viele Arten können je nach Art und Kultur zu unterschiedlichen Zeiten blühen.