Anemarrhena – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Anemarrhena

  • Botanischer Name: Anemarrhena
  • Trivialname: Anemarrhena
  • Gattung: Anemarrhena
  • Familie: Asparagaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Die Gattung stammt aus Ostasien, vor allem aus China, Korea und angrenzenden Regionen. Sie wächst dort in offenen, trockenen bis mäßig frischen Lagen, an Hängen und in lichten Standorten mit gut drainierten Böden.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Steingarten, Solitärpflanze
  • Arten: 1
  • Preis: Junge Pflanzen und Teilstücke sind gelegentlich im Spezialhandel erhältlich. Saatgut und Arzneipflanzen-Angebote sind häufiger als klassische Zierpflanzenware.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Anemarrhena aus?

  • Blüte: Anemarrhena bildet aufrechte Blütenstände mit kleinen, sternförmigen bis trichterigen Blüten in hellen Weiß-, Creme- oder zart violett angehauchten Tönen. Die Blüten wirken eher natürlich und locker als auffällig groß.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Violett
  • Blütezeit: Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rasenbildend
  • Höhe: 80 cm – Die Blütenstände erreichen meist etwa 60 bis 80 cm Höhe, in guten Bedingungen teils auch etwas mehr.
  • Durchmesser: 100 cm – Durch die Rhizome kann sich eine etablierte Pflanze auf etwa 60 bis 100 cm Breite ausdehnen.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Anemarrhena-Pflege in Kurzform

    Sonnig bis halbschattig, durchlässig und mäßig nährstoffreich kultivieren. Während der Wachstumszeit gleichmäßig gießen, im Winter nur vor Staunässe schützen. Der Boden darf nie dauerhaft nass sein, sollte aber im Frühjahr und Sommer auch nicht völlig austrocknen.

    Die Anemarrhena-Pflege im Detail

    Anemarrhena mag einen offenen Standort mit viel Licht und guter Luftbewegung. Ideal ist ein lockerer Boden aus mineralischen und humosen Anteilen, der Wasser gut hält, überschüssige Nässe aber rasch ableitet. Während des Austriebs und der Blüte darf regelmäßig gegossen werden. Im Spätsommer und Herbst wird etwas zurückhaltender gewässert. Eine leichte organische Gabe im Frühjahr reicht meist aus. Im Winter zählt vor allem guter Wasserabzug, denn dauerhafte Nässe schadet den Rhizomen deutlich mehr als Kälte.

    Vermehrung von Anemarrhena

    Die Vermehrung erfolgt am zuverlässigsten über die Teilung älterer Rhizome im Frühjahr oder Frühherbst. Dabei werden kräftige Stücke mit mehreren Austriebspunkten abgenommen und sofort wieder in lockeres, drainiertes Substrat gesetzt. Eine Aussaat ist ebenfalls möglich, benötigt aber Geduld und gleichmäßige Bedingungen. Sämlinge entwickeln sich anfangs langsam und sind empfindlicher gegen Konkurrenz und Vernässung als etablierte Pflanzen.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell bis sonnig Nein Winterhart mit Drainage Keine Staunässe
    Feb Mäßig Nein Nein Hell bis sonnig Nein Winterhart mit Drainage Boden kontrollieren
    Mär Mäßig Leicht Ja Sonnig bis halbschattig Nein Austrieb beginnt Teilung möglich
    Apr Regelmäßig Leicht Ja Sonnig bis halbschattig Nein Kräftiger Austrieb Mulch nur locker
    Mai Regelmäßig Ja Nein Sonnig bis halbschattig Beginn möglich Normal kultivieren Gleichmäßig feucht halten
    Jun Regelmäßig Ja Nein Sonnig bis halbschattig Ja Normal kultivieren Bei Hitze beobachten
    Jul Regelmäßig Leicht Nein Sonnig bis halbschattig Ja Nicht austrocknen lassen Blütenstiele stützen falls nötig
    Aug Mäßig Nein Nein Sonnig bis halbschattig Ja Nicht austrocknen lassen Nicht vernässen
    Sep Mäßig Nein Ja Hell bis sonnig Ende möglich Auf Winter vorbereiten Samenreife abwarten
    Okt Mäßig Nein Ja Hell bis sonnig Nein Weniger gießen Rückschnitt möglich
    Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger halten Rhizome geschützt lassen
    Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger halten Nur leicht feucht

    Meine Erfahrungen mit Anemarrhena

    Anemarrhena wirkt in Kultur robuster, als ihr exotischer Name vermuten lässt, solange der Boden nicht verdichtet und im Winter nicht nasskalt ist. Am besten entwickelt sich die Gattung in lockeren, eher mineralisch-humosen Böden mit verlässlicher Feuchtigkeit im Frühjahr und Frühsommer. In schweren Böden schwächelt sie schnell, während ein sonniger, gut drainierter Platz für gesunden Austrieb und stabile Blütenstände sorgt.

    Beliebte Arten von Anemarrhena

    Anemarrhena asphodeloides

    Ist die bekannte und praktisch einzige kultivierte Art der Gattung mit grasartigem Laub und medizinisch genutztem Rhizom.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe Blätter Staunässe oder verdichteter Boden Drainage verbessern und seltener gießen Schwacher Austrieb

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Anemarrhena

    Häufige Fragen

    Ist Anemarrhena winterhart

    An einem gut drainierten Standort ist die Gattung in vielen Regionen ausreichend winterhart, reagiert aber empfindlich auf Winternässe.

    Kann Anemarrhena in schweren Böden wachsen

    Nur eingeschränkt. In schweren Böden steigt das Risiko für Fäulnis deutlich.

    Wie oft muss man Anemarrhena gießen

    Während des Wachstums mäßig bis regelmäßig, im Winter deutlich sparsamer.

    Lässt sich Anemarrhena teilen

    Ja, ältere Rhizome lassen sich im Frühjahr oder Frühherbst gut teilen.

    Ist Anemarrhena eher Zier- oder Nutzpflanze

    Sie ist beides, wird aber besonders wegen ihres medizinisch genutzten Rhizoms bekannt.