Antiaris ist keine Pflanze für Haushalte mit Kindern oder Haustieren. Beim Schneiden oder Umtopfen sollte Hautkontakt mit dem Milchsaft vermieden werden. Kulturversuche sind nur sinnvoll, wenn dauerhaft sehr viel Wärme, Licht, Platz und ein sicherer Umgang mit giftigem Pflanzenmaterial gewährleistet sind.
Antiaris – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)
Allgemeine Infos über Antiaris
- Botanischer Name: Antiaris
- Trivialname: Upasbaum
- Gattung: Antiaris
- Familie: Moraceae
- Ordnung: Rosales
- Herkunft: Tropisches Afrika, Südasien, Südostasien, Malesien und bis in den südwestlichen Pazifik; die Art wächst in feuchten tropischen Wäldern.
- Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
- Arten: 1 variable Art
- Preis: Als lebende Pflanze kaum erhältlich; wegen Größe und Giftigkeit eher ein botanisches Spezialgehölz.
- Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
- Giftig: Ja
Wie sehen Antiaris aus?
- Blüte: Die Blüten sind klein und unscheinbar, meist grünlich bis cremefarben. Bei Antiaris steht nicht die Blüte, sondern der große Baumhabitus und der latexführende Wuchs im Vordergrund.
- Blütenfarben: Grün, Creme
- Wuchsform: Baumförmig
- Höhe: 4000 cm – Antiaris toxicaria kann in der Natur ein sehr großer Tropenbaum von etwa 25 bis 40 m Höhe werden.
- Durchmesser: 1500 cm – Die Krone ausgewachsener Bäume kann sehr breit werden; in Kultur ist nur eine stark begrenzte Jungpflanzenhaltung realistisch.
- Nutzpflanze: Ja
Die Antiaris-Pflege in Kurzform
Antiaris braucht tropische Wärme, sehr helles Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit. Wegen des giftigen Milchsafts ist die Pflanze nur für sachkundige Sammlungen geeignet.
Die Antiaris-Pflege im Detail
Antiaris wird am besten wie ein tropisches Gehölz kultiviert: hell, warm, luftfeucht und ohne kalte Nächte. Das Substrat sollte humos, strukturstabil und gut drainiert sein, damit der Wurzelraum feucht, aber nie staunass bleibt. In der Wachstumszeit wird gleichmäßig gegossen und schwach bis moderat gedüngt; im Winter zählt vor allem ein heller, warmer Standort mit reduzierter Wassergabe. Junge Pflanzen sollten vor praller Mittagssonne geschützt werden, während etablierte Gehölze mehr Licht vertragen. Der Milchsaft ist der zentrale Sicherheitsaspekt; Schnitt, Transport und Entsorgung sollten entsprechend vorsichtig erfolgen.
Vermehrung von Antiaris
Antiaris wird vor allem über frische Samen vermehrt, weil die Keimfähigkeit bei vielen Moraceae mit Lagerung rasch abnehmen kann. Die Samen werden nur dünn bedeckt, warm gestellt und gleichmäßig feucht gehalten, ohne das Substrat zu vernässen. Halbverholzte Stecklinge können unter gespannter Luft und Bodenwärme versucht werden, bewurzeln aber je nach Art sehr unterschiedlich. Bei seltenen Gehölzen ist sauberes Arbeiten wichtig, da Pilzbefall in feuchter Anzucht schnell zum Ausfall führt. Wegen des giftigen Milchsafts sollten Schnittarbeiten nur mit Handschuhen und sauberem Werkzeug erfolgen.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Unscheinbar | Warm und hell | Keine Staunässe |
| Feb | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Unscheinbar | Warm und hell | Keine Staunässe |
| Mär | Regelmäßig | Leicht | Möglich | Hell bis halbschattig | Unscheinbar | Warm | Luftfeuchte erhöhen |
| Apr | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Hell bis halbschattig | Unscheinbar | Warm | Luftfeuchte erhöhen |
| Mai | Regelmäßig | Monatlich | Ideal | Hell bis halbschattig | Unscheinbar | Warm | Gleichmäßig feucht halten |
| Jun | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Halbschattig | Unscheinbar | Warm | Mittagssonne meiden |
| Jul | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Halbschattig | Unscheinbar | Warm | Mittagssonne meiden |
| Aug | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Halbschattig | Unscheinbar | Warm | Mittagssonne meiden |
| Sep | Regelmäßig | Leicht | Möglich | Hell bis halbschattig | Unscheinbar | Warm | Langsam reduzieren |
| Okt | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Unscheinbar | Warm | Wärme sichern |
| Nov | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Unscheinbar | Warm und hell | Wärme sichern |
| Dez | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Unscheinbar | Warm und hell | Wärme sichern |
Meine Erfahrungen mit Antiaris
Beliebte Arten von Antiaris
Antiaris toxicaria
Ist der bekannte Upasbaum und bildet in tropischen Wäldern sehr große, latexführende Bäume.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Blätter vergilben | Zu nasses Substrat, Sauerstoffmangel an den Wurzeln oder dauerhaft zu wenig Licht | Substrat abtrocknen lassen, Drainage prüfen und heller sowie wärmer stellen Blattränder trocknen ein |
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Häufige Fragen
Ist Antiaris als Zimmerpflanze geeignet?
Nur sehr eingeschränkt, weil die Gattung in der Regel zu Gehölzen gehört und dauerhaft viel Wärme, Licht und Wurzelraum braucht.
Braucht Antiaris ein Gewächshaus?
Ja, in Mitteleuropa ist ein warmes, helles Gewächshaus oder ein sehr geschützter Wintergarten meist die realistischste Kulturform.
Ist Antiaris giftig?
Ja, besonders der Milchsaft gilt als problematisch und sollte nicht mit Haut, Augen oder Schleimhäuten in Kontakt kommen.
Wie wird Antiaris vermehrt?
Meist über frische Samen; Stecklinge sind möglich, gelingen bei tropischen Moraceae aber nur warm, luftfeucht und mit Geduld.
Ist Antiaris eine Nutzpflanze?
Ja, einzelne Arten werden wegen Früchten, Fasern, Holz, Latex oder lokaler Anwendungen genutzt.
