Antimima – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Antimima – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Antimima

Antimima ist eine vielgestaltige Mesemb-Gattung mit kompakten bis polsterbildenden Pflanzen, die in Sammlung und Gewächshaus sehr attraktiv wirken. Typisch sind viel Licht, mineralisches Substrat und eine eher kühle Aktivitätsphase mit trockenerem Sommer.
  • Botanischer Name: Antimima
  • Gattung: Antimima
  • Familie: Aizoaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Die Gattung stammt überwiegend aus dem südlichen Afrika und besiedelt dort trockene, steinige Regionen mit stark drainierenden Böden.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Die Gattung umfasst zahlreiche kleine bis mittlere südafrikanische Mesemb-Arten mit dichter Verzweigung, sukkulenten Blättern und oft reicher Blüte.
  • Preis: Viele Arten sind im spezialisierten Handel mäßig bepreist, seltene Formen können teurer sein.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Antimima aus?

Antimima – Botanische Detailillustration
Antimima – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen meist in Weiß, Rosa, Pink oder Magenta und können bei guten Bedingungen sehr zahlreich sein. Viele Arten blühen in der kühleren Jahreszeit oder im Frühling.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Magenta
  • Blütezeit: September, Oktober, November, Dezember, Januar, Februar, März, April
  • Wuchsform: Polster, Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 12 cm – Je nach Art bleiben die Pflanzen meist niedrig und erreichen ungefähr 5 bis 12 cm Höhe.
  • Durchmesser: 20 cm – Ältere Polster können ungefähr 10 bis 20 cm Durchmesser erreichen, teils auch etwas mehr.

Die Antimima-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sandig, Sukkulenten-/Kakteenmischung
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): 1x pro Quartal
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben, Trauermücken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein

Vollsonnig und mineralisch kultivieren, in der aktiven Zeit sparsam gießen und im warmen Sommer deutlich zurückhaltender sein.

Die Antimima-Pflege im Detail

Antimima braucht einen sehr hellen bis vollsonnigen Platz, ein stark mineralisches Substrat und luftige Bedingungen. Viele Arten wachsen bevorzugt in den kühleren Jahreszeiten, weshalb im Sommer oft deutlich weniger gegossen wird. Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben gut abtrocknen. Eine kühle, sonnige Winterkultur unterstützt Kompaktheit und Blütenansatz.

Vermehrung von Antimima

Antimima lässt sich gut aus Samen ziehen, einige Arten auch über Kopf- oder Triebstecklinge. Stecklinge bewurzeln in trockenem, mineralischem Substrat bei heller, luftiger Kultur meist ordentlich. Saatgut keimt bei kühlen bis milden Temperaturen besonders gut.

Antimima – Botanische Illustration der Vermehrung
Antimima – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sparsam Nein Nein Vollsonnig Möglich Aktiv und hell Zwischen Gaben trocknen
Feb Sparsam Nein Nein Vollsonnig Möglich Aktiv und hell Nicht zu warm
Mär Sparsam Wenig Ja Vollsonnig Häufig Aktiv Blüte fördern
Apr Wenig Wenig Ja Vollsonnig Häufig Aktiv Umtopfen möglich
Mai Sehr wenig Nein Nein Mit Gewöhnung vollsonnig Möglich Ausklingen möglich Wasser senken
Jun Trocken halten Nein Nein Mit Gewöhnung vollsonnig Nein Sommerruhe möglich Sehr luftig halten
Jul Trocken halten Nein Nein Mit Gewöhnung vollsonnig Nein Sommerruhe möglich Keine Sommernässe
Aug Sehr wenig Nein Nein Vollsonnig Nein Start vorsichtig Langsam anfeuchten
Sep Sparsam Wenig Ja Vollsonnig Möglich Aktiv Licht maximal
Okt Sparsam Wenig Nein Vollsonnig Häufig Aktiv Schöne Blütezeit
Nov Sparsam Nein Nein Vollsonnig Häufig Aktiv Nicht vernässen
Dez Sparsam Nein Nein Vollsonnig Häufig Aktiv Kühl halten

Meine Erfahrungen mit Antimima

Antimima kann sensationell aussehen, wenn Licht, Luft und Rhythmus passen. Die Pflanzen reagieren aber recht nüchtern auf Überpflege: Zu humoses Substrat, zu warme Winterhaltung und Sommernässe führen schnell zu lockerem Wuchs oder Fäulnis. In mineralischer Kultur bleiben die Polster fest und blühfreudig.

Beliebte Arten von Antimima

Antimima evoluta

Bildet dichte Polster und zeigt zahlreiche Blüten.

Antimima pumila

Bleibt klein und wirkt in Schalen besonders attraktiv.

Antimima fenestrata

Ist für Sammler interessant und zeigt einen charakteristischen Wuchs.

Antimima – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Polster wird von innen braun Zu wenig Licht oder zu viel Feuchtigkeit Heller stellen, auslichten und trockener halten Matschige Triebe

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Antimima

Häufige Fragen

Ist Antimima ein Mittagsblumengewächs?

Ja, die Gattung gehört in die Familie Aizoaceae.

Wann blüht Antimima?

Viele Arten blühen vom Herbst bis Frühjahr.

Wie gieße ich Antimima richtig?

Sparsam und nur bei aktivem Wachstum, im Sommer oft sehr zurückhaltend.

Braucht Antimima volle Sonne?

Ja, sehr viel Licht ist für kompakten Wuchs wichtig.

Warum wird mein Polster innen kahl?

Meist durch Lichtmangel, Überalterung oder zu feuchte Kultur.