Aridaria – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Aridaria

  • Botanischer Name: Aridaria
  • Gattung: Aridaria
  • Familie: Aizoaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Trockene Gebiete des südlichen Afrikas, besonders im Bereich der Kapregion und angrenzender Wüsten- und Halbwüstenzonen.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten, Kalthaus, Steingarten
  • Arten: Historische Gattung, heute meist in Mesembryanthemum einbezogen.
  • Preis: Unter dem Namen Aridaria selten, unter aktuellen Namen eher vereinzelt verfügbar.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Aridaria aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein bis mittelgroß, meist strahlenförmig und öffnen sich bei gutem Licht. Häufig erscheinen sie gelb, seltener weißlich oder cremefarben.
  • Blütenfarben: Gelb, Weiß, Creme
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni
  • Wuchsform: Strauch, Bodendecker
  • Höhe: 15 cm – Je nach Art und Kultur erreicht Aridaria beziehungsweise die zugeordneten Arten meist etwa 10 bis 15 cm Höhe.
  • Durchmesser: 30 cm – Breitere Pflanzenpolster oder niedrige Büschel können ungefähr 20 bis 30 cm Durchmesser erreichen.

Die Aridaria-Pflege in Kurzform

    Aridaria will Sonne, Luft und ein fast steiniges Substrat. Gegossen wird sparsam und nur in passender Wachstumsphase, damit die Wurzeln gesund bleiben.

    Die Aridaria-Pflege im Detail

    Am besten wächst Aridaria an einem sehr hellen bis vollsonnigen Standort. Das Substrat sollte stark mineralisch sein und Wasser rasch abführen. Gegossen wird nur dann, wenn der Topf deutlich abgetrocknet ist. Während Hitze- oder Ruhephasen bleibt die Pflanze trockener. Gedüngt wird höchstens schwach und nur in der aktiven Wachstumszeit. Eine kühle, helle Überwinterung ist günstiger als ein dauerhaft warmes Standklima. Bei zu viel Feuchtigkeit und zu wenig Licht verlieren die Pflanzen schnell ihre Form und werden anfällig für Fäulnis.

    Vermehrung von Aridaria

    Je nach Art ist die Vermehrung über Samen oder Triebstücke möglich. Samen werden oberflächlich in mineralisches, feinkörniges Substrat gesät und nur leicht feucht gehalten. Stecklinge funktionieren bei buschiger wachsenden Formen, wenn die Schnittstellen gründlich antrocknen und erst danach in trockenes bis nur leicht angefeuchtetes Substrat gesetzt werden. Weil die Namen im historischen Bereich oft nicht mehr dem heutigen Stand entsprechen, ist sauberes Etikettieren besonders wichtig.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Wenig Nein Nein Vollsonnig Nein Hell und trocken Nicht zu warm überwintern
    Feb Wenig Nein Nein Vollsonnig Möglich Hell und trocken Schädlingskontrolle
    Mär Mäßig Ja Ja Vollsonnig Ja Wachstum möglich Gießmenge langsam erhöhen
    Apr Mäßig Ja Ja Vollsonnig Ja Wachstum möglich Beste Kulturzeit
    Mai Mäßig Ja Nein Vollsonnig Ja Gut belüften Nur schwach düngen
    Jun Wenig Nein Nein Vollsonnig Ja Vor Hitzenässe schützen Keine Staunässe
    Jul Sehr wenig Nein Nein Vollsonnig Möglich Fast trocken Sommerruhe möglich
    Aug Sehr wenig Nein Nein Vollsonnig Nein Fast trocken Hitzeschutz mit Luftbewegung
    Sep Wenig Nein Ja Vollsonnig Nein Behutsam anfeuchten Neuaustrieb beobachten
    Okt Wenig Nein Nein Vollsonnig Nein Hell halten Nur bei Sonne gießen
    Nov Wenig Nein Nein Vollsonnig Nein Kühl und trocken Trocken halten
    Dez Wenig Nein Nein Vollsonnig Nein Kühl und trocken Sehr sparsam gießen

    Meine Erfahrungen mit Aridaria

    Unter historischen Namen wie Aridaria finden sich im Handel und in Sammlungen oft sehr unterschiedliche Pflanzen. Kulturfehler entstehen deshalb häufig durch zu allgemeine Pflege. Mit einem sehr hellen Standort, vorsichtiger Wasserversorgung und überwiegend mineralischem Substrat fährt man bei diesen Mesembs meist sicher. Viele Pflanzen wachsen kompakter und farbiger, wenn sie im Jahresverlauf deutliche Trockenphasen und viel direkte Sonne bekommen.

    Beliebte Arten von Aridaria

    Aridaria noctiflora

    Historisch geführte Art mit mesembtypischem Wuchs und heller Blüte.

    Aridaria vespertina

    Älter verwendeter Name für eine heute anders eingeordnete Art aus trockenen Kapgebieten.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Wurzelverlust nach dem Gießen Zu kaltes oder dauerhaft nasses Substrat Komplett abtrocknen lassen und nur in warmer heller Phase wieder vorsichtig gießen Schrumpelige Triebe trotz feuchter Erde

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Aridaria

    Häufige Fragen

    Ist Aridaria heute noch eine gültige Gattung

    Meist nein, die Arten werden in aktuellen Systemen überwiegend Mesembryanthemum zugeordnet.

    Braucht Aridaria volle Sonne

    Ja, ein sehr heller bis vollsonniger Standort ist für kompaktes Wachstum wichtig.

    Darf Ich im Winter normal weitergießen

    Nein, im Winter wird meist deutlich sparsamer gegossen.

    Warum ist der Name in älteren Listen noch häufig

    Viele Sammleretiketten und ältere Literatur verwenden historische Gattungsnamen weiter.

    Ist Aridaria etwas für Anfänger

    Mit mineralischem Substrat und vorsichtigem Gießen ist die Kultur machbar, aber nicht ganz narrensicher.