Arrhenatherum – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Arrhenatherum

  • Botanischer Name: Arrhenatherum
  • Trivialname: Glatthafer
  • Gattung: Arrhenatherum
  • Familie: Poaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Europa, Nordafrika und Westasien; durch Nutzung als Futtergras auch in andere gemäßigte Regionen verschleppt.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Schnittblume
  • Arten: Etwa 5 bis 10 Arten
  • Preis: Je nach Art meist günstig bis moderat, besonders bei verbreiteten Saatgut- oder Ziergrasformen.
  • Seltenheitsgrad: Häufig
  • Giftig: Nein

Wie sehen Arrhenatherum aus?

  • Blüte: Die Blüten sind gras-typisch klein und unscheinbar; sichtbar sind vor allem die lockeren Rispen, Ähren oder Ährchen.
  • Blütenfarben: Grün, Creme, Braun
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli
  • Wuchsform: Rasenbildend
  • Höhe: 150 cm – Die meisten kultivierten Pflanzen erreichen etwa 60 bis 150 cm Höhe; am Naturstandort kann die Größe je nach Art deutlich abweichen.
  • Durchmesser: 60 cm – Ein eingewachsener Horst oder Bestand kann etwa 30 bis 60 cm Breite erreichen.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Arrhenatherum-Pflege in Kurzform

    Arrhenatherum braucht einen hellen, luftigen Standort und ein lockeres Substrat. In der Wachstumszeit gleichmäßig, aber nie staunass gießen. Gedüngt wird nur schwach. Winterharte Arten stehen am besten im Freiland, tropische Arten dagegen geschützt und warm.

    Die Arrhenatherum-Pflege im Detail

    Die Gattung wird wie ein Ziergras kultiviert: hell, luftig und mit gut drainiertem, aber nicht völlig austrocknendem Substrat. Während der Wachstumszeit wird gegossen, sobald die obere Erdschicht antrocknet; dauerhaft nasse Erde ist ungünstig. Eine schwache Düngung im Frühjahr und Frühsommer reicht meist aus. Abgestorbene Halme können im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr entfernt werden. Bei Topfkultur ist ein tiefer, standfester Topf sinnvoll, weil viele Gräser rasch Wurzelmasse bilden.

    Vermehrung von Arrhenatherum

    Die Vermehrung gelingt vor allem durch Aussaat, sofern frisches Saatgut verfügbar ist. Die Samen werden flach in ein feines, gut drainiertes Substrat gesät, leicht angedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. Bei horstbildenden Arten ist auch Teilung im Frühjahr möglich, wenn kräftige Wurzelstücke mit eigenen Trieben vorhanden sind. Tropische Arten keimen und wachsen zuverlässiger bei warmen Temperaturen; arktische und gemäßigte Arten profitieren dagegen von kühlerer Kultur und frischem, nicht überlagertem Saatgut.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Kaum Nein Nein Hell Nein Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Feb Kaum Nein Nein Hell Nein Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Mär Mäßig Nein Möglich Hell Nein Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Apr Mäßig Leicht Ideal Sonnig Selten Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Mai Regelmäßig Leicht Ideal Sonnig Möglich Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Jun Regelmäßig Leicht Möglich Sonnig Möglich Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Jul Regelmäßig Nein Nein Sonnig Möglich Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Aug Regelmäßig Nein Nein Sonnig Möglich Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Sep Mäßig Nein Nein Sonnig Möglich Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Okt Mäßig Nein Möglich Hell Möglich Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Nov Kaum Nein Nein Hell Selten Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen
    Dez Kaum Nein Nein Hell Nein Winterhart im Freiland Substrat nicht vernässen

    Meine Erfahrungen mit Arrhenatherum

    Arrhenatherum sollte nicht wie eine klassische Zimmerpflanze behandelt werden, sondern wie ein Gras mit ausgeprägter Wachstumsphase. Entscheidend sind viel Licht, Luftbewegung und ein Substrat, das Wasser hält, aber nicht verschlämmt. Bei seltenen Arten ist es sinnvoll, zunächst kleine Testpflanzen oder Saatgut zu kultivieren, da die Ansprüche je nach Herkunft deutlich schwanken können.

    Beliebte Arten von Arrhenatherum

    Arrhenatherum elatius

    ist der bekannte Glatthafer und bildet hohe, lockere Horste auf Wiesen.

    Arrhenatherum elatius subsp. bulbosum

    bildet verdickte Halmknoten und wird gelegentlich als Zierform kultiviert.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe Blätter Zu wenig Licht, Nährstoffmangel oder dauerhaft nasses Substrat Heller stellen, mäßig düngen und die Wassergaben anpassen Braune Blattspitzen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Arrhenatherum

    Häufige Fragen

    Ist Arrhenatherum winterhart?

    Das hängt stark von der Art ab. Arktische und gemäßigte Arten sind oft frosthart, tropische Arten müssen warm überwintert werden.

    Kann man Arrhenatherum im Topf kultivieren?

    Ja, bei kleineren Arten ist Topfkultur möglich. Wichtig sind ein tiefer Topf, Drainage und gleichmäßige Wasserversorgung.

    Braucht Arrhenatherum viel Sonne?

    Die meisten Arten bevorzugen Sonne bis Halbschatten. Wald- oder Bambusverwandte stehen besser hell bis halbschattig.

    Wie wird Arrhenatherum vermehrt?

    Meist durch Aussaat oder Teilung. Bei Bambusarten ist Teilung in der Kultur oft zuverlässiger als Saatgut.

    Ist Arrhenatherum für Innenräume geeignet?

    Nur wenige tropische Arten eignen sich zeitweise für sehr helle Innenräume. Die meisten Gräser wachsen draußen oder im Gewächshaus stabiler.