Aspidistra gehört zu den dankbarsten Blattpflanzen für schwierige Innenräume. Selbst in eher dunklen Ecken hält sie lange durch, wächst dort aber deutlich langsamer. Am schönsten werden die Blätter an hellen, aber indirekten Plätzen mit gleichmäßiger, mäßiger Wasserversorgung. Zu viel Wasser ist in der Praxis der häufigste Fehler, weil die dicken Rhizome in nassem Substrat schnell leiden.
Aspidistra – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)
Allgemeine Infos über Aspidistra
- Botanischer Name: Aspidistra
- Trivialname: Schusterpalme
- Gattung: Aspidistra
- Familie: Asparagaceae
- Ordnung: Asparagales
- Herkunft: Östlicher Himalaya bis Japan, vor allem in Waldgebieten Ost- und Südostasiens. Viele Arten wachsen dort im Unterwuchs schattiger, humusreicher Standorte.
- Verwendungszwecke: Wohnraum, Büro, Fensterbank, Wintergarten, Solitärpflanze
- Arten: Über 200 Arten
- Preis: Einfache Formen sind oft ab etwa 10 bis 25 € erhältlich, panaschierte oder seltene Arten teils deutlich teurer.
- Seltenheitsgrad: Verbreitet
- Giftig: Nein
Wie sehen Aspidistra aus?
- Blüte: Die Blüten sitzen oft dicht am Boden und bleiben bei vielen Arten unscheinbar. Auffälliger sind die glänzenden, breit lanzettlichen Blätter, die aus kurzen Rhizomen entspringen und die Gattung im Wohnraum so beliebt machen.
- Blütenfarben: Violett, Braun, Creme, Sonstige
- Blütezeit: März, April, Mai
- Wuchsform: Rasenbildend
- Höhe: 70 cm – Je nach Art und Sorte werden Aspidistra meist etwa 40 bis 70 cm hoch, ältere Exemplare gelegentlich etwas höher.
- Durchmesser: 80 cm – Durch ihre Rhizome bilden ältere Pflanzen oft Horste von etwa 40 bis 80 cm Breite.
Die Aspidistra-Pflege in Kurzform
Schattig bis hell indirekt, ohne harte Mittagssonne. Mäßig gießen, zwischen den Wassergaben oberflächlich antrocknen lassen und Staunässe vermeiden. Humoses, lockeres Substrat nutzen und in der Wachstumszeit sparsam düngen.
Die Aspidistra-Pflege im Detail
Aspidistra kommt mit wenig Licht zurecht, wächst aber an einem hellen Platz ohne direkte Mittagssonne sichtbar schöner. Das Substrat sollte locker und humos sein, Wasser aber trotzdem gut abführen. Gegossen wird mäßig; der Ballen darf oben leicht antrocknen, sollte jedoch nicht über sehr lange Zeit völlig austrocknen. Im Winter wird sparsamer gegossen. Gedüngt wird vom Frühjahr bis Spätsommer in niedriger Dosierung. Umtopfen ist nur selten nötig, da die Gattung langsam wächst und leichte Enge gut toleriert. Staub auf den Blättern sollte regelmäßig entfernt werden, damit die Pflanze vital und ansehnlich bleibt.
Vermehrung von Aspidistra
Am einfachsten wird Aspidistra durch Teilung vermehrt. Beim Umtopfen lassen sich kräftige Rhizomstücke mit mehreren Blättern und gesunden Wurzeln abnehmen. Kleine Teilstücke wachsen zwar an, entwickeln sich aber deutlich langsamer als größere Abschnitte. Samen spielen in der Kultur kaum eine Rolle. Nach der Teilung sollte das Substrat nur leicht feucht gehalten werden, bis wieder neues Wurzelwachstum einsetzt.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Wenig bis mäßig | Nein | Nein | Schattig bis hell indirekt | Selten | Ruhiger | Nicht vernässen |
| Feb | Wenig bis mäßig | Nein | Möglich | Schattig bis hell indirekt | Selten | Ruhiger | Staub von Blättern entfernen |
| Mär | Mäßig | Leicht | Gut | Hell indirekt | Möglich | Austrieb beginnt | Teilung möglich |
| Apr | Mäßig | Monatlich | Sehr gut | Hell indirekt | Möglich | Wachstum | Langsam an mehr Wasser gewöhnen |
| Mai | Mäßig | Monatlich | Gut | Hell indirekt | Möglich | Wachstum | Zugluft meiden |
| Jun | Regelmäßig | Monatlich | Nein | Hell indirekt | Nein | Wachstum | Direkte Mittagssonne vermeiden |
| Jul | Regelmäßig | Monatlich | Nein | Hell indirekt | Nein | Wachstum | Auf Schädlinge achten |
| Aug | Regelmäßig | Monatlich | Nein | Hell indirekt | Nein | Wachstum | Nicht austrocknen lassen |
| Sep | Mäßig | Leicht | Möglich | Hell indirekt | Nein | Ruhiger | Düngung reduzieren |
| Okt | Mäßig | Nein | Nein | Hell indirekt | Nein | Ruhiger | Kühler ist möglich |
| Nov | Wenig | Nein | Nein | Schattig bis hell indirekt | Nein | Ruhiger | Sehr sparsam gießen |
| Dez | Wenig | Nein | Nein | Schattig bis hell indirekt | Nein | Ruhiger | Dunkle Plätze werden gut toleriert |
Meine Erfahrungen mit Aspidistra
Beliebte Arten von Aspidistra
Aspidistra elatior
Ist die bekannteste Art und wird als sehr robuste Zimmerpflanze geschätzt.
Aspidistra attenuata
Zeigt elegante, längliche Blätter und bleibt meist kompakt.
Aspidistra lurida
Bildet kräftige Blätter und ist für schattige Kultur gut geeignet.
Aspidistra subrotata
Fällt durch rundlichere Blattpartien und ungewöhnliche Bodenblüten auf.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Gelbe Blätter | Zu nasses Substrat oder Kälteschaden | Weniger gießen, Staunässe vermeiden und wärmer stellen. Braune Blattspitzen |
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Häufige Fragen
Ist Aspidistra wirklich für dunkle Räume geeignet?
Ja, sie ist ungewöhnlich schattenverträglich, wächst bei mehr Helligkeit aber schöner und dichter.
Wie oft muss ich eine Schusterpalme gießen?
Mäßig und eher zurückhaltend. Das Substrat sollte oberflächlich antrocknen dürfen.
Warum bekommt Aspidistra braune Spitzen?
Meist durch Trockenstress, sehr trockene Luft oder unregelmäßiges Gießen.
Kann ich Aspidistra teilen?
Ja, ältere Horste lassen sich im Frühjahr sehr gut über das Rhizom teilen.
Ist Aspidistra für Haustiere problematisch?
Die Gattung gilt in der Kultur allgemein als wenig problematisch und wird häufig als ungiftige Zimmerpflanze eingeordnet.
