Aztekium kaufen?

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Herkunft und Lebensraum: Aztekium ritteri ist im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León endemisch. Frühe Beobachtungen deuteten darauf hin, dass diese Art auf ein oder zwei Standorte im Tal der Rayones beschränkt war. In jüngerer Zeit wurden mehrere zusätzliche Unterpopulationen gefunden und ausgewertet. An diesen verschiedenen Standorten, von denen viele weitgehend unzugänglich sind, kommen zahlreiche Pflanzen vor.
Höhenbereich: 800-1060 Meter über dem Meeresspiegel.
Lebensraum: Sie kommt in xerophilen Strauchlandschaften in der Halbwüste in senkrechten Klippen aus brüchigem Kalkstein zusammen mit Mammillaria winteriae vor. Anderswo wurde berichtet, dass sie an ähnlich steilen Gipswänden wächst. Die Pflanze scheint eher nördlich ausgerichtete Hänge zu bevorzugen als solche mit einem sonnigeren Aussehen. Diese Art ist durch illegales Sammeln bedroht, einige Populationen der Art werden jedoch durch den Anbau auf unzugänglichen Klippen geschützt. Sie ist auch durch natürliche Erosionsprozesse bedroht, die den Lebensraum wegschwemmen.

Beschreibung: Aztekium ritteri ist ein winziger kugelförmiger Kaktus, selten mehr als 5 cm im Durchmesser und eher weniger hoch, mit 9 bis 11 abgerundeten Rippen, die wiederum von zahlreichen horizontalen Furchen durchzogen sind. Zwischen diesen echten Rippen befinden sich kleine Sekundärrippen, die etwa bis zur Hälfte des Pflanzenkörpers reichen. Die Farbe des jüngeren Wuchses ist ein eher blasses Gelbgrün, das am unteren, älteren Wuchs in ein Graugrün übergeht. Die Mitte des Kaktus enthält viel weiße Wolle. Sobald der Pflanzenkörper seine volle Größe erreicht hat, löst er sich langsam auf, und es finden sich häufig kleine Büschel. Er entwickelt keine große Speicherwurzel.
Stacheln: 1 bis 3 kleine, schwache, oft fehlende Stacheln in den jüngsten Areolen. Die älteren Areolen bilden eine mehr oder weniger durchgehende Linie entlang der Mitte der eigentlichen Rippen.
Blüten: Klein (weniger als 10 mm breit) ab der Pflanzenspitze, weiß bis rosa, und die äußeren Blütenblätter haben gewöhnlich einen dunkleren Mittelstreifen. Sie blüht in der Kultur während der Sommermonate frei. Darauf folgen kleine rosa Früchte, die sich bei Reife öffnen und winzige Samen auslassen.

Anmerkungen: Über die Taxonomie: Die Gattung Aztekium enthält drei Arten von kleinen kugelförmigen Kakteen. Diese 1929 von F. Ritter in Rayones, Nuevo León, Mexiko, entdeckte Gattung galt als monotypisch (mit Aztekium ritteri), bis eine zweite Art (Aztekium hintonii) 1991 von George S. Hinton in Galeana, Nuevo León, entdeckt wurde. Eine weitere Art, Aztekium valdesii, wurde 2011 von M.A. Alvarado Vázquez in den Bergen der Sierra Madre Oriental in Nuevo León entdeckt… …Aztekium Clade (bestehend aus Aztekium und Geohintonia) stellt eine reliktische, aber hoch spezialisierte Linie dar, die eine Schwestergruppe zu den übrigen Taxa des Stammes Cacteae bildet. Es wird vermutet, dass Geohintonia eine intergenerische Kreuzung aus Aztekium (wahrscheinlich Aztekium hintonii, das mit Geohintonia sympathisiert) und möglicherweise Echinocactus horizonthalonius darstellt.

Kultivierung und Vermehrung: Aztekien sind bei weitem die anspruchsvollsten und am schwierigsten zu züchtenden Kakteen, sie wachsen extrem langsam – wahrscheinlich die langsamsten der gesamten Kakteenfamilie. Sie brauchen gewöhnlich mehrere Jahre, bis ihr Wachstum überhaupt spürbar ist. Sobald sich ein Exemplar auf seinen eigenen Wurzeln etabliert hat, ist es kein Problem, es zu behalten, und es wird eine leicht zu handhabende Pflanze.
Wasserbedarf: Sie brauchen eine gute Drainage und regelmäßiges Wasser im Sommer. Für die Winterruhe sollten sie vollständig ausgetrocknet sein, wenn sie kurzzeitig Temperaturen von bis zu -4°C aushalten.
Anforderungen an das Licht: Sie bevorzugen etwas Schatten.
Vermehrung: Sie vermehrt sich normalerweise durch Samen. Die Samen sind extrem fein und keimfähig, aber die Keimungsrate der Samen ist für alle sehr niedrig (weniger als 5%). Die winzigen Sämlinge sind in den ersten zwei Monaten sehr empfindlich. Aber viele von ihnen gehen zugrunde, und es ist sehr schwierig, sie auf eine lebensfähige Größe zu bringen. Die Sämlinge sind so klein, dass ein Wassertropfen sie wie verrückt bewegt. Sie werden normalerweise veredelt, um die Wachstumsgeschwindigkeit zu erhöhen. Auf jeden Fall bringt die Veredelung eher untypische Pflanzen hervor, die dazu neigen, fettleibiger zu sein und sich viel leichter ausgleichen als Pflanzen, die auf ihren eigenen Wurzeln wachsen. Die Verpflanzungen werden oft aus Areolen hoch oben auf dem Pflanzenkörper und nicht auf Bodenhöhe hergestellt. Es ist auch möglich, die Ableger von veredelten Pflanzen zu bewurzeln, aber mit wenig Erfolg.