Bulbine – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Bulbine – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Bulbine

Bulbine ist eine vielseitige Gattung mit grasartigen bis sukkulenten Blättern und meist gelben oder orangefarbenen Blüten. Viele Arten sind sonnig, trockenheitsverträglich und in sehr durchlässigem Substrat angenehm pflegeleicht.
  • Botanischer Name: Bulbine
  • Trivialname: Bulbine
  • Gattung: Bulbine
  • Familie: Asphodelaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Die Gattung ist vor allem in Afrika verbreitet, besonders im südlichen Afrika, mit Vorkommen in trockenen bis saisonal feuchteren Lebensräumen.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Fensterbank, Steingarten, Gewächshaus, Freiland
  • Arten: Die Gattung umfasst zahlreiche Arten, darunter sukkulente und rhizombildende Stauden aus Afrika und angrenzenden Regionen.
  • Preis: Viele Arten sind preiswert erhältlich, seltene sukkulente Formen können deutlich teurer sein.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Bulbine aus?

Bulbine – Botanische Detailillustration
Bulbine – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sitzen an aufrechten Stielen und öffnen sich nacheinander. Typisch sind gelbe bis orangefarbene Blüten mit auffälligen behaarten Staubfäden.

  • Blütenfarben: Gelb, Orange
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Rosette, Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 40 cm – Viele Bulbine Arten bleiben mit Laub etwa 10 bis 25 cm hoch, Blütenstände erreichen oft 20 bis 40 cm.
  • Durchmesser: 30 cm – Je nach Art entstehen Horste oder Rosetten mit etwa 15 bis 30 cm Durchmesser, ältere Gruppen auch breiter.

Die Bulbine-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig, Humos
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Teilung, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein

Bulbine mag viel Licht, durchlässiges Substrat und mäßige Wassergaben. Während der Wachstumszeit wird gegossen, sobald das Substrat angetrocknet ist. Im Winter bleibt sie heller und eher trockener.

Die Bulbine-Pflege im Detail

Bulbine gedeiht am besten in sehr hellem Licht bis voller Sonne. Das Substrat darf mineralisch-humos und gut drainiert sein. Während des Wachstums wird mäßig gegossen, Staunässe sollte aber konsequent vermieden werden. Gedüngt wird sparsam in der warmen Jahreszeit. Viele Arten mögen im Winter einen hellen, eher trockenen Platz. Frost vertragen nur wenige Vertreter zuverlässig, daher ist geschützte Überwinterung oft sinnvoll.

Vermehrung von Bulbine

Bulbine lässt sich je nach Art durch Aussaat, Teilung oder das Abnehmen von Seitentrieben vermehren. Horstig wachsende Arten können beim Umtopfen geteilt werden. Samen keimen meist recht willig bei Wärme und gleichmäßiger, aber nicht nasser Feuchte. Sukkulente Arten sollten nach dem Teilen oder Umtopfen erst nach kurzer Antrocknungszeit wieder gegossen werden.

Bulbine – Botanische Illustration der Vermehrung
Bulbine – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Viel Nein Hell und eher trocken Nicht zu nass halten
Feb Wenig Nein Nein Viel Nein Hell und eher trocken Vor Staunässe schützen
Mär Mäßig Wenig Ja Viel Wenig Hell Teilung möglich
Apr Mäßig Mäßig Ja Viel Ja Hell Wachstum startet
Mai Mäßig Mäßig Ja Viel Ja Warm und luftig Regelmäßig kontrollieren
Jun Mäßig Mäßig Nein Viel Ja Warm und luftig Hitze gut verträglich
Jul Mäßig Mäßig Nein Viel Ja Warm und luftig Blüten nachputzen
Aug Mäßig Wenig Nein Viel Ja Warm und luftig Aussaat möglich
Sep Mäßig Wenig Ja Viel Ja Hell Weniger düngen
Okt Wenig Nein Nein Viel Wenig Hell Gießmenge senken
Nov Wenig Nein Nein Viel Nein Hell und trocken Hell überwintern
Dez Wenig Nein Nein Viel Nein Hell und trocken Nur leicht feucht halten

Meine Erfahrungen mit Bulbine

Bulbine ist oft deutlich robuster, als das zarte Erscheinungsbild vermuten lässt. In sehr heller Haltung mit lockerem Substrat wachsen viele Arten zuverlässig und blühen ausdauernd. Probleme entstehen meist erst dann, wenn die Pflanzen dauerhaft zu dunkel oder zu nass stehen. Besonders bei sukkulenten Arten zahlt sich Zurückhaltung beim Gießen aus.

Beliebte Arten von Bulbine

Bulbine frutescens

Ist eine beliebte Art mit langer Blütezeit und guter Eignung für sonnige Plätze.

Bulbine latifolia

Bildet kräftigere Rosetten und auffällige Blütenstände.

Bulbine mesembryanthemoides

Ist eine sukkulente Sammlerart mit besonderem Wuchs.

Bulbine haworthioides

Zeigt kompakte sukkulente Blätter und wirkt sehr dekorativ.

Bulbine – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Matschige Wurzeln Staunässe in schwerem Substrat In lockeres Substrat setzen und seltener gießen Schlaffe Blätter trotz Feuchtigkeit

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Bulbine

Häufige Fragen

Ist Bulbine eine sukkulente Pflanze

Viele Arten sind sukkulent oder zumindest trockenheitsverträglich, aber nicht alle sehen klassisch sukkulent aus.

Wie viel Sonne braucht Bulbine

Ein sehr heller bis vollsonniger Standort ist für die meisten Arten ideal.

Wann blüht Bulbine

Viele Arten blühen vom Frühjahr bis in den Spätsommer.

Wie vermehrt man Bulbine

Je nach Art durch Teilung, Kindel oder Aussaat.

Warum fault Bulbine im Topf

Meist wegen zu nassem Substrat und fehlender Drainage.