Bursera – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Bursera – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Bursera

Bursera umfasst trockenheitsverträgliche Gehölze mit aromatischem Harz, dekorativer Rinde und oft verdickten Stämmen. In Kultur brauchen sie viel Wärme, sehr viel Licht und ein luftiges, schnell abtrocknendes Substrat.
  • Botanischer Name: Bursera
  • Trivialname: Weihrauchbaum
  • Gattung: Bursera
  • Familie: Burseraceae
  • Ordnung: Sapindales
  • Herkunft: Die Gattung ist in Nord-, Mittel- und Südamerika verbreitet, besonders in saisonal trockenen Tropengebieten und Halbwüsten.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Die Gattung umfasst zahlreiche Arten von Sträuchern und Bäumen aus den warmen Trockengebieten Amerikas.
  • Preis: Junge Arten sind teils gut verfügbar, dickstämmige ältere Exemplare können deutlich teurer sein.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Bursera aus?

Bursera – Botanische Detailillustration
Bursera – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind meist klein, eher unauffällig und erscheinen in lockeren Blütenständen. Zierwert und Sammlerinteresse liegen vor allem bei Stamm, Rinde und Wuchsform.

  • Blütenfarben: Grün, Creme, Sonstige
  • Blütezeit: April, Mai, Juni
  • Wuchsform: Strauch, Baumförmig
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 200 cm – Im Topf bleiben viele Bursera Arten deutlich kleiner und erreichen oft etwa 80 bis 200 cm, in der Natur werden sie erheblich größer.
  • Durchmesser: 100 cm – Je nach Alter und Schnitt entwickelt die Krone im Kübel oft etwa 50 bis 100 cm Breite.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Bursera-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein

Bursera braucht volle Sonne, Wärme und sehr durchlässiges Substrat. Gegossen wird nur, wenn der Ballen gut abgetrocknet ist. In laubloser oder ruhiger Phase bleibt die Pflanze deutlich trockener.

Die Bursera-Pflege im Detail

Bursera wird am besten in mineralisch geprägtem, aber nicht völlig nährstofffreiem Substrat kultiviert. Im Sommer mag die Gattung viel Sonne, Wärme und gute Luftbewegung. Gegossen wird durchdringend, danach muss das Substrat wieder zügig abtrocknen. Im Winter oder in Ruhephasen wird deutlich weniger gegossen. Ein heller Standort ist ganzjährig Pflicht. Gedüngt wird sparsam während des aktiven Wachstums.

Vermehrung von Bursera

Bursera kann aus Samen und bei einigen Arten auch aus Stecklingen vermehrt werden. Samen keimen bei Wärme und in einem sehr luftigen Substrat meist am zuverlässigsten. Stecklinge sollten erst gründlich abtrocknen, bevor sie in ein trockenes bis nur leicht angefeuchtetes Substrat gesetzt werden. Die Bewurzelung ist je nach Art unterschiedlich leicht.

Bursera – Botanische Illustration der Vermehrung
Bursera – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Sehr hell und trocken Laubfall möglich
Feb Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Sehr hell und trocken Kaum gießen
Mär Wenig Nein Ja Viel Wenig Hell Austrieb abwarten
Apr Mäßig Wenig Ja Viel Ja Hell Erst dann mehr Wasser
Mai Mäßig Mäßig Nein Viel Ja Warm und luftig Sehr luftig halten
Jun Mäßig Mäßig Nein Viel Ja Warm und luftig Nicht vernässen
Jul Mäßig Mäßig Nein Viel Wenig Warm und luftig Schnitt möglich
Aug Mäßig Wenig Nein Viel Nein Warm und luftig Auf Schädlinge achten
Sep Mäßig Wenig Ja Viel Nein Hell Düngung auslaufen lassen
Okt Wenig Nein Nein Viel Nein Hell Gießen senken
Nov Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Sehr hell und trocken Ruhephase einleiten
Dez Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Sehr hell und trocken Warm und hell halten

Meine Erfahrungen mit Bursera

Bursera ist keine Pflanze für dunkle Wohnungen. An einem wirklich sonnigen Platz entwickeln sich Stamm und Rinde deutlich schöner und die Pflanzen bleiben kompakter. Viele Verluste passieren durch zu frühes oder zu häufiges Gießen während laubloser Phasen. Wer abwartet, bis klarer Austrieb sichtbar ist, fährt meist besser.

Beliebte Arten von Bursera

Bursera fagaroides

Ist als caudiciform wirkender Strauch unter Sammlern besonders beliebt.

Bursera graveolens

Ist für sein aromatisches Holz und Harz bekannt.

Bursera microphylla

Zeigt einen markanten Stamm und sehr feines Laub.

Bursera simaruba

Ist ein auffälliger Baum mit dekorativ abblätternder Rinde.

Bursera – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Stamm wird weich Zu nasses Substrat oder Kältestress bei Nässe Sofort trockener halten und wärmer stellen Kein Austrieb im Frühjahr

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Bursera

Häufige Fragen

Ist Bursera eine sukkulente Pflanze

Viele Arten sind trockenheitsangepasst und wirken durch verdickte Stämme sukkulent, auch wenn sie botanisch Gehölze sind.

Wie viel Wasser braucht Bursera

Während des Wachstums nur mäßig, mit klaren Trockenphasen zwischen den Wassergaben.

Warum verliert Bursera Blätter

Laubfall kann saisonal normal sein, tritt aber auch bei Stress oder Lichtmangel auf.

Kann Bursera in der Wohnung stehen

Nur an einem sehr hellen Südfenster oder im Wintergarten sinnvoll.

Wofür ist Bursera bekannt

Vor allem für aromatisches Harz, dekorative Rinde und markante Stammformen.