Canistrum – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Canistrum

  • Botanischer Name: Canistrum
  • Trivialname: Trichterbromelie
  • Gattung: Canistrum
  • Familie: Bromeliaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Brasilien, besonders feuchte Wälder des Atlantischen Regenwaldes.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Wohnraum
  • Arten: Etwa 10 bis 15 Arten
  • Preis: 25-120 €
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Canistrum aus?

  • Blüte: Die Blüten sitzen meist in auffälligen, becher- bis kopfförmigen Blütenständen mit kräftig gefärbten Hochblättern.
  • Blütenfarben: Gelb, Weiß, Rot, Pink, Creme
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rosette
  • Höhe: 60 cm – Viele kultivierte Pflanzen bleiben etwa 30 bis 60 cm hoch, einzelne Arten oder Blütenstände können darüber liegen.
  • Durchmesser: 60 cm – Die Rosetten erreichen häufig etwa 30 bis 60 cm Durchmesser, bei kräftigen Pflanzen auch mehr.

Die Canistrum-Pflege in Kurzform

    Hell, warm und luftig kultivieren, mit weichem Wasser mäßig gießen und Staunässe vermeiden. In der Wachstumszeit schwach düngen, im Winter heller und trockener halten. Seltene Arten profitieren von Gewächshausbedingungen.

    Die Canistrum-Pflege im Detail

    Als Bromelie braucht die Gattung eine Kombination aus Licht, Luftfeuchte und Luftbewegung. Ein lockeres Substrat aus feiner Rinde, mineralischen Anteilen und etwas humosem Material verhindert verdichtete, nasse Wurzeln. In der Wachstumszeit wird durchdringend, aber kontrolliert gegossen; überschüssiges Wasser muss ablaufen. Bei Tank bildenden Arten kann etwas weiches Wasser in der Rosette stehen, sollte aber regelmäßig erneuert werden. Im Winter wird heller, etwas trockener und ohne starke Düngung kultiviert.

    Vermehrung von Canistrum

    Die Vermehrung erfolgt bei kultivierten Pflanzen meist über Kindel oder Teilung älterer Horste. Kindel sollten erst abgenommen werden, wenn sie eigene Wurzeln oder eine ausreichend feste Basis gebildet haben. Aussaat ist möglich, aber langsam und nur sinnvoll, wenn frisches Saatgut vorhanden ist. Jungpflanzen brauchen feine, luftige Substrate, gleichmäßige Wärme und hohe Luftfeuchte, dürfen aber nicht luftdicht und nass stehen.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Sparsam, Substrat nur leicht feucht Nicht düngen Nur bei Bedarf Sehr hell, keine kalte Zugluft Je nach Art möglich Frostfrei und eher trocken halten Wasser nicht dauerhaft kalt in der Rosette stehen lassen
    Feb Sparsam, Substrat nur leicht feucht Nicht düngen Nur bei Bedarf Sehr hell, keine kalte Zugluft Je nach Art möglich Frostfrei und eher trocken halten Auf trockene Heizungsluft achten
    Mär Mäßig steigern Sehr schwach beginnen Guter Zeitpunkt zum Umtopfen Hell mit milder Morgen- oder Abendsonne Je nach Art möglich Übergang in die Wachstumszeit Mehr Licht und Luftbewegung geben
    Apr Regelmäßig, aber ohne Staunässe Schwach alle 4 Wochen Guter Zeitpunkt zum Umtopfen Hell bis halbschattig Je nach Art möglich Normale Kultur möglich Jungpflanzen langsam an Sonne gewöhnen
    Mai Regelmäßig, Rosette leicht gefüllt halten Schwach alle 4 Wochen Möglich, wenn warm genug Hell bis halbschattig Je nach Art möglich Warm und hell kultivieren Staunässe im Topf vermeiden
    Jun Regelmäßig, Rosette leicht gefüllt halten Schwach alle 4 Wochen Möglich, wenn warm genug Hell bis halbschattig Je nach Art möglich Warm und hell kultivieren Regelmäßig auf Schildläuse prüfen
    Jul Regelmäßig, bei Hitze öfter kontrollieren Schwach alle 4 Wochen Nur vorsichtig bei Bedarf Vor harter Mittagssonne schützen Je nach Art möglich Warm und hell kultivieren Bei Hitze weiches Wasser verwenden
    Aug Regelmäßig, bei Hitze öfter kontrollieren Schwach alle 4 Wochen Nur vorsichtig bei Bedarf Vor harter Mittagssonne schützen Je nach Art möglich Warm und hell kultivieren Gute Luftbewegung verhindert Pilzprobleme
    Sep Mäßig reduzieren Letzte schwache Gabe Noch möglich Hell, etwas mehr Sonne möglich Je nach Art möglich Langsam trockener halten Düngung langsam beenden
    Okt Mäßig bis sparsam Nicht düngen Besser vermeiden Hell Je nach Art möglich Winterruhe vorbereiten Kühlere Nächte fördern Robustheit
    Nov Sparsam Nicht düngen Besser vermeiden Sehr hell Je nach Art möglich Frostfrei und eher trocken halten Nicht zu dunkel stellen
    Dez Sparsam Nicht düngen Besser vermeiden Sehr hell Je nach Art möglich Frostfrei und eher trocken halten Nur vorsichtig gießen

    Meine Erfahrungen mit Canistrum

    Canistrum sollte nicht wie eine robuste Standard-Zimmerpflanze behandelt werden. Am stabilsten wirkt die Kultur, wenn die Pflanze sehr hell, warm und luftig steht, aber nie lange in nassem Substrat sitzt. Weiches Wasser und eine schwache Düngung sind wichtiger als viel Dünger.

    Beliebte Arten von Canistrum

    Canistrum aurantiacum

    Bildet breite grüne Rosetten und auffällige orange bis gelbliche Blütenstände.

    Canistrum triangulare

    Zeigt dekorative Rosetten und kompakte Blütenstände mit farbigen Hochblättern.

    Canistrum fosterianum

    Ist eine seltene Sammlerart mit trichterförmigem Wuchs und markanter Blüte.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Braune Blattspitzen Zu trockene Luft, Salz im Gießwasser oder ungleichmäßige Wasserversorgung Mit weichem Wasser gießen, Luftfeuchte erhöhen und alte Blattspitzen nur kosmetisch entfernen Weiche Basis oder fauliger Geruch

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Canistrum

    Häufige Fragen

    Ist Canistrum für Anfänger geeignet?

    Die Gattung ist eher etwas für Sammler, weil viele Arten selten sind und gleichmäßige Wärme, helles Licht und gute Luftbewegung brauchen.

    Kann Canistrum im Zimmer wachsen?

    Ja, einzelne Pflanzen können im hellen Zimmer wachsen, zuverlässiger ist aber ein warmes Gewächshaus, Terrarium oder Wintergarten mit hoher Luftfeuchte.

    Wie oft sollte man Canistrum gießen?

    Während der Wachstumszeit mäßig bis regelmäßig gießen, aber das Substrat nie dauerhaft nass halten. Im Winter wird deutlich sparsamer gegossen.

    Braucht Canistrum direkte Sonne?

    Die meisten Arten mögen sehr helles Licht, vertragen harte Mittagssonne hinter Glas aber nur nach Gewöhnung oder mit leichter Schattierung.

    Ist Canistrum giftig?

    Für die Gattung ist keine typische starke Giftwirkung bekannt. Haustiere und Kinder sollten die harten Blätter trotzdem nicht fressen.