Carica – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Carica – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Carica

Carica ist vor allem als Papaya bekannt und umfasst schnellwüchsige, wärmeliebende Pflanzen mit großen gelappten Blättern und essbaren Früchten. In Kultur brauchen sie viel Wärme, Licht, Wasser und ein nährstoffreiches, dennoch durchlässiges Substrat.
  • Botanischer Name: Carica
  • Trivialname: Papaya
  • Gattung: Carica
  • Familie: Caricaceae
  • Ordnung: Brassicales
  • Herkunft: Die Gattung stammt aus dem tropischen Amerika, besonders aus Mittelamerika und nördlichen Teilen Südamerikas.
  • Verwendungszwecke: Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Die Gattung ist heute klein und vor allem durch Carica papaya bekannt.
  • Preis: Samen und Jungpflanzen sind meist günstig erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Carica aus?

Carica – Botanische Detailillustration
Carica – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen in den Blattachseln, sind meist cremeweiß bis gelblich und je nach Pflanze männlich, weiblich oder zwittrig. Später können daraus große Früchte entstehen.

  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Creme
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Baumförmig
  • Wuchsgeschwindigkeit: Schnell
  • Höhe: 250 cm – Im Kübel erreicht Carica oft etwa 150 bis 250 cm Höhe, im Tropenklima kann sie deutlich größer werden.
  • Durchmesser: 120 cm – Die Krone und die großen Blätter benötigen oft 80 bis 120 cm Platz, kräftige Exemplare auch mehr.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Carica-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Warm (16-25 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Humos
  • Gießen: Regelmäßig feucht, aber nicht nass
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben, Thripse
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Nährstoffmangel, Chlorose, Mögliche Virusprobleme

Carica braucht viel Sonne, Wärme und regelmäßig Wasser. Das Substrat sollte nährstoffreich, aber gut drainiert sein. Kälte und Staunässe sind die häufigsten Kulturfehler.

Die Carica-Pflege im Detail

Carica liebt einen sehr hellen bis vollsonnigen Standort und konstant warme Temperaturen. Das Substrat sollte humos, nährstoffreich und zugleich durchlässig sein. Gegossen wird regelmäßig, sodass der Ballen nie lange völlig austrocknet, aber auch nie nass steht. Während des starken Wachstums profitiert die Pflanze von regelmäßiger Düngung. Im Winter braucht sie weiterhin viel Licht und Wärme. Schon kurze Kälteperioden können zu Wachstumsstopp oder Schäden führen.

Vermehrung von Carica

Carica wird meist aus Samen vermehrt. Frische Samen keimen bei hoher Wärme und gleichmäßiger Feuchtigkeit recht zügig. Jungpflanzen wachsen schnell, wenn sie früh viel Licht, Wärme und Nährstoffe erhalten. Da die Wurzeln empfindlich auf Staunässe reagieren, sollte das Substrat immer locker und gut drainiert sein.

Carica – Botanische Illustration der Vermehrung
Carica – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Mäßig Wenig Nein Viel Nein Warm und hell Keine Kälte
Feb Mäßig Wenig Nein Viel Nein Warm und hell Gleichmäßig feucht
Mär Regelmäßig Mäßig Ja Viel Wenig Warm und hell Schnelles Wachstum
Apr Regelmäßig Mäßig Ja Viel Ja Warm und hell Mehr Nährstoffe
Mai Regelmäßig Regelmäßig Ja Viel Ja Warm Viel Licht nötig
Jun Regelmäßig Regelmäßig Nein Viel Ja Warm Große Blätter stützen
Jul Regelmäßig Regelmäßig Nein Viel Ja Warm Auf Milben achten
Aug Regelmäßig Regelmäßig Nein Viel Ja Warm Fruchtansatz beobachten
Sep Regelmäßig Mäßig Ja Viel Ja Warm Wasser nicht vergessen
Okt Mäßig Wenig Nein Viel Ja Warm und hell Langsam weniger
Nov Mäßig Wenig Nein Viel Wenig Warm und hell Sehr hell halten
Dez Mäßig Wenig Nein Viel Nein Warm und hell Keine Zugluft

Meine Erfahrungen mit Carica

Carica wächst erstaunlich schnell, solange Wärme und Licht stimmen. Gleichzeitig ist die Pflanze ein kleines Drama in Grün, sobald Kälte, Staunässe oder Lichtmangel ins Spiel kommen. In mitteleuropäischer Zimmerkultur ist vor allem die Überwinterung der kritische Punkt. Ein warmer, heller Platz entscheidet oft über Erfolg oder Blattfriedhof.

Beliebte Arten von Carica

Carica papaya

Ist die wirtschaftlich wichtigste Art und liefert die bekannten Papayafrüchte.

Carica – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Gelbe Blätter Nährstoffmangel, Kälte oder Staunässe Wärmer stellen, gleichmäßiger düngen und Drainage prüfen Weicher Stammfuß

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Carica

Häufige Fragen

Ist Carica nur Papaya

Die Gattung ist heute klein und wird vor allem mit Carica papaya verbunden.

Kann man Carica in Deutschland im Zimmer halten

Ja, aber nur sehr hell und warm über längere Zeit erfolgreich.

Wie viel Wasser braucht Carica

Mehr als typische Sukkulenten, aber trotzdem ohne Staunässe.

Warum bekommt Carica gelbe Blätter

Häufig wegen Kälte, Nährstoffmangel oder Wurzelproblemen.

Trägt Carica im Topf Früchte

Das ist möglich, aber nur bei sehr guten Kulturbedingungen.