Chiastophyllum – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Chiastophyllum – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Chiastophyllum

Chiastophyllum ist eine aus dem Kaukasus stammende Rosettensukkulente mit hängenden gelben Blütenständen. Die Gattung ist für halbschattige bis helle, eher kühle Kultur hervorragend geeignet und deutlich weniger sonnenhungrig als viele Wüstenarten.
  • Botanischer Name: Chiastophyllum
  • Trivialname: Goldtröpfchen
  • Gattung: Chiastophyllum
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: Kaukasus.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Steingarten, Felsengarten, Bodenbedecker
  • Arten: 1 Art in gängiger Auffassung.
  • Preis: 6–15 €
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Chiastophyllum aus?

Chiastophyllum – Botanische Detailillustration
Chiastophyllum – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die gelben Blüten hängen in lockeren Trauben über dem Laub und erscheinen meist im späten Frühjahr bis Sommer.

  • Blütenfarben: Gelb
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli
  • Wuchsform: Rosette, Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 15 cm – Die Blattrosetten bleiben meist 5 bis 15 cm hoch, die Blütenstände werden höher.
  • Durchmesser: 30 cm – Mit der Zeit entstehen Horste von etwa 20 bis 30 cm Breite oder mehr.

Die Chiastophyllum-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Halbschatten
  • Licht (Winter): Halbschatten
  • Temperatur (Sommer): Kühl (10–18 °C)
  • Temperatur (Winter): Kalt (0–5 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Humos
  • Gießen: Mäßig, leicht antrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): 1x pro Quartal
  • Dünger (Art): Organischer Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Teilung, Blattstecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Trauermücken, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Nährstoffmangel, Pilzkrankheiten allgemein

Hell bis halbschattig, eher kühl und gleichmäßig mäßig feucht.

Die Chiastophyllum-Pflege im Detail

Chiastophyllum bevorzugt hellen Schatten oder Morgen- und Abendsonne. Das Substrat darf mineralisch-humos sein und sollte Wasser gut speichern, ohne zu vernässen. Während der Wachstumszeit wird moderat und recht regelmäßig gegossen. Im Winter kühler und sparsamer halten. Ein Platz im geschützten Steingarten oder auf einer ostseitigen Fensterbank funktioniert oft sehr gut.

Vermehrung von Chiastophyllum

Chiastophyllum lässt sich einfach durch Teilung älterer Horste vermehren. Auch Blattstecklinge oder Aussaat sind möglich, wobei Teilung im Hobbybereich meist am schnellsten ist. Das Substrat darf etwas humoser sein als bei Wüstenkakteen, sollte aber nie verdichten. Junge Teilstücke werden nach dem Anwachsen gleichmäßig leicht feucht gehalten, nicht sumpfig. Die Pflanze ist ein guter Beweis dafür, dass sukkulent nicht automatisch Sonnenanbeter bedeutet.

Chiastophyllum – Botanische Illustration der Vermehrung
Chiastophyllum – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell schattig Nein Ruhe Nicht austrocknen lassen
Feb Wenig Nein Nein Hell schattig Nein Ruhe Kühl halten
Mär Mäßig Nein Ja Halbschatten Möglich Start Teilung möglich
Apr Mäßig Leicht Ja Halbschatten Möglich Wachstum Leicht düngen
Mai Regelmäßig Leicht Ja Halbschatten Hauptzeit Wachstum Blüte genießen
Jun Regelmäßig Leicht Nein Halbschatten Hauptzeit Wachstum Vor Mittagssonne schützen
Jul Mäßig Nein Nein Halbschatten Hauptzeit Wachstum Gleichmäßig, nicht nass
Aug Mäßig Nein Nein Halbschatten Selten Abreife Schnecken beachten
Sep Wenig Nein Ja Hell Nein Abreife Wasser reduzieren
Okt Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhebeginn Hell und kühl
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Fast trocken
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Ruhe

Meine Erfahrungen mit Chiastophyllum

Chiastophyllum ist eine dankbare, ungewöhnliche Crassulaceae für hellen Schatten. Volle pralle Mittagssonne hinter Glas mag die Gattung deutlich weniger als viele Sukkulenten. In humoser, aber durchlässiger Erde mit gleichmäßiger, moderater Feuchte bildet sie schöne Horste und blüht zuverlässig.

Beliebte Arten von Chiastophyllum

Chiastophyllum oppositifolium

Einzige gängige Art mit gelben, hängenden Blütenständen und rundlichen Blättern.

Chiastophyllum – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Basis oder schwarze Stellen Zu nasses Substrat oder schlechte Belüftung Faulige Teile entfernen, trocken stellen und in durchlässiges Substrat umtopfen. Verbrannte oder gebleichte Partien

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Chiastophyllum

Häufige Fragen

Braucht Chiastophyllum volle Sonne?

Nein, halbschattige bis helle Standorte sind meist besser.

Ist Chiastophyllum winterhart?

Leichte Kühle wird vertragen, frostfrei ist in Töpfen sicherer.

Wie oft gießt man Chiastophyllum?

Regelmäßiger als viele Wüstensukkulenten, aber ohne Staunässe.

Wie vermehrt man Goldtröpfchen?

Am einfachsten durch Teilung älterer Horste.

Warum verbrennen die Blätter?

Meist durch zu harte Mittagssonne.