Chimonobambusa – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Chimonobambusa

  • Botanischer Name: Chimonobambusa
  • Trivialname: Chimonobambusa-Bambus
  • Gattung: Chimonobambusa
  • Familie: Poaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Östlicher Himalaja, China, Indochina, Taiwan und Japan.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Gewächshaus, Wintergarten, Freiland, Solitärpflanze
  • Arten: Etwa 42 akzeptierte Arten
  • Preis: Jungpflanzen besonderer Arten liegen oft im mittleren bis hohen zweistelligen Bereich.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Chimonobambusa aus?

  • Blüte: Die Blüte erscheint bei Bambus selten, unregelmäßig und oft erst nach langen Intervallen; der Zierwert liegt vor allem in Halmen, Knoten und Laub.
  • Blütenfarben: Creme, Braun
  • Wuchsform: Strauch, Rasenbildend
  • Höhe: 600 cm – Je nach Art etwa 150 bis 600 cm hoch, in milden Lagen teils auch höher.
  • Durchmesser: 400 cm – Horste oder Bestände können im Garten mehrere Meter Breite erreichen; im Kübel bleiben sie deutlich begrenzter.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Chimonobambusa-Pflege in Kurzform

    Hell bis halbschattig stellen, den Wurzelballen gleichmäßig feucht halten und im Kübel sehr gute Drainage sichern. In der Wachstumszeit monatlich schwach düngen, alte Halme auslichten und im Winter je nach Art frostfrei oder gut geschützt kultivieren.

    Die Chimonobambusa-Pflege im Detail

    Chimonobambusa braucht ein humoses, zugleich gut drainiertes Substrat, gleichmäßige Feuchtigkeit und eine geschützte Lage. Staunässe ist besonders in Kübeln kritisch, während vollständiges Austrocknen schnell zu eingerollten Blättern führt. In der Wachstumszeit sind regelmäßige Wassergaben und eine maßvolle Düngung sinnvoll. Alte, dünne oder abgestorbene Halme werden bodennah entfernt, damit Licht und Luft in den Horst gelangen. Bei nicht sicher winterharten Arten ist eine frostfreie, helle Überwinterung deutlich sicherer als ein Auspflanzen im Freiland.

    Vermehrung von Chimonobambusa

    Chimonobambusa wird in Kultur am zuverlässigsten über Teilung vermehrt. Dafür werden kräftige Horst- oder Rhizomstücke mit mehreren lebenden Knospen und ausreichend Feinwurzeln abgetrennt. Die Teilstücke sollten sofort wieder feucht, aber nicht nass gepflanzt werden, weil Bambuswurzeln Trockenstress schlecht vertragen. Aussaat ist botanisch möglich, spielt praktisch aber nur eine geringe Rolle, da Blüte und Samenansatz bei vielen Bambusgattungen unregelmäßig und oft in langen Abständen auftreten.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Bei frostfreiem Wetter Nein Nein Hell Sehr selten Wurzeln schützen Ballentrockenheit vermeiden
    Feb Bei frostfreiem Wetter Nein Nein Hell Sehr selten Wurzeln schützen Ballentrockenheit vermeiden
    Mär Mäßig Nein Gut Halbschattig Sehr selten Austrieb Alte Halme auslichten
    Apr Regelmäßig Leicht Gut Halbschattig Sehr selten Austrieb Rhizome kontrollieren
    Mai Regelmäßig Monatlich Möglich Halbschattig Sehr selten Wachstum Nährstoffbedarf steigt
    Jun Regelmäßig Monatlich Möglich Halbschattig Sehr selten Wachstum Mulchen
    Jul Regelmäßig Monatlich Möglich Halbschattig Sehr selten Wachstum Bei Hitze wässern
    Aug Regelmäßig Nein Möglich Halbschattig Sehr selten Wachstum Bei Hitze wässern
    Sep Mäßig Nein Gut Halbschattig Sehr selten Ausreifen Düngung beenden
    Okt Mäßig Nein Möglich Hell Sehr selten Ausreifen Windschutz prüfen
    Nov Bei Trockenheit Nein Nein Hell Sehr selten Wurzeln schützen Topf isolieren
    Dez Bei Trockenheit Nein Nein Hell Sehr selten Wurzeln schützen Topf isolieren

    Meine Erfahrungen mit Chimonobambusa

    Chimonobambusa ist in Kultur vor allem für botanische Sammlungen interessant und im normalen Pflanzenhandel selten. Sinnvoll ist eine vorsichtige Kultur mit guter Drainage, heller Aufstellung und genauer Beobachtung der Wasseransprüche, weil artspezifische Angaben oft nur aus Standortdaten ableitbar sind.

    Beliebte Arten von Chimonobambusa

    Chimonobambusa quadrangularis

    Bildet auffällig kantige Halme und wird als Quadratbambus kultiviert.

    Chimonobambusa tumidissinoda

    Zeigt verdickte Knoten und ist ein markanter Sammlerbambus.

    Chimonobambusa marmorea

    Wird wegen der attraktiven Halme und des eleganten Laubs kultiviert.

    Chimonobambusa callosa

    Stammt aus dem Himalaja bis Indochina und wächst in feuchten Bergwäldern.

    Chimonobambusa armata

    Besitzt bewehrte Knoten und ist vor allem in Spezialkultur interessant.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Eingerollte Blätter Trockenstress oder kalter Wind Wurzelballen prüfen, gründlich wässern und im Winter windgeschützt stellen Gelbe Blätter

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Chimonobambusa

    Häufige Fragen

    Ist Chimonobambusa winterhart?

    Das hängt stark von der Art ab; tropische Arten brauchen frostfreie Kultur, während kühle Gebirgsarten deutlich robuster sein können.

    Kann man Chimonobambusa im Topf kultivieren?

    Ja, bei durchlässigem Substrat und gleichmäßiger Wasserversorgung ist Topfkultur möglich, allerdings nicht jede Art dauerhaft kompakt bleibt.

    Wie wird Chimonobambusa vermehrt?

    Üblich sind Aussaat, Teilung oder bei Bambus eine Teilung kräftiger Rhizom- beziehungsweise Horststücke.