Chrysopogon – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Chrysopogon

  • Botanischer Name: Chrysopogon
  • Trivialname: Goldbartgras
  • Gattung: Chrysopogon
  • Familie: Poaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Tropische und subtropische Alte Welt bis in den Pazifik sowie Teile Nordamerikas und der Karibik.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Hochbeet, Gewächshaus, Solitärpflanze
  • Arten: Etwa 44 akzeptierte Arten
  • Preis: Saatgut oder Pflanzen einzelner Nutzarten sind erhältlich, viele Wildarten kaum.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Chrysopogon aus?

  • Blüte: Die Blüten sind grasartig klein und in Ährchen oder Rispen angeordnet; der Zierwert liegt meist stärker im Wuchs als in auffälligen Einzelblüten.
  • Blütenfarben: Braun, Creme, Gelb
  • Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Rasenbildend
  • Höhe: 180 cm – Viele Arten werden etwa 50 bis 180 cm hoch.
  • Durchmesser: 120 cm – Horste erreichen meist 40 bis 120 cm Breite.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Chrysopogon-Pflege in Kurzform

    Warm, sonnig und sehr luftig kultivieren. Sandig-mineralisches Substrat verwenden, im Sommer mäßig gießen und im Winter deutlich trockener halten. Frost und Staunässe vermeiden.

    Die Chrysopogon-Pflege im Detail

    Chrysopogon passt in Kultur am ehesten zu einem warmen, sehr hellen und luftigen Standort. Das Substrat sollte mineralisch, sandig und schnell abtrocknend sein. Während der warmen Wachstumszeit wird mäßig bis regelmäßig gegossen, im Winter deutlich sparsamer. Zu nährstoffreiche Erde und dauerhafte Nässe führen schnell zu weichem Wuchs oder Fäulnis. Für mitteleuropäische Kultur ist meist ein frostfreies Gewächshaus oder ein sehr heller Kübelplatz sinnvoll.

    Vermehrung von Chrysopogon

    Chrysopogon wird in der Regel über Aussaat vermehrt. Die Samen sollten warm, hell und nur leicht bedeckt ausgesät werden. Ein sandig-mineralisches Substrat reduziert Ausfälle durch Fäulnis. Bei ausdauernden Arten ist Teilung möglich, wenn kräftige Horste vorhanden sind. Nach der Keimung sind viel Licht und zurückhaltende Wassergaben entscheidend, damit die Pflanzen stabil bleiben.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Trocken Nein Nein Hell Selten Warm und trocken Trocken halten
    Feb Trocken Nein Nein Hell Selten Warm und trocken Trocken halten
    Mär Sparsam Nein Möglich Hell Möglich Warm und trocken Langsam an Sonne gewöhnen
    Apr Mäßig Leicht Gut Sonnig Möglich Geschützt Drainage prüfen
    Mai Mäßig Monatlich Gut Sonnig Möglich Geschützt Nicht überdüngen
    Jun Regelmäßig Monatlich Möglich Sonnig Möglich Geschützt Luftig halten
    Jul Regelmäßig Monatlich Möglich Sonnig Möglich Geschützt Luftig halten
    Aug Mäßig Nein Möglich Sonnig Möglich Geschützt Luftig halten
    Sep Mäßig Nein Möglich Sonnig Möglich Geschützt Wasser reduzieren
    Okt Sparsam Nein Nein Hell Möglich Warm und trocken Trockenphase einleiten
    Nov Trocken Nein Nein Hell Selten Warm und trocken Hell halten
    Dez Trocken Nein Nein Hell Selten Warm und trocken Hell halten

    Meine Erfahrungen mit Chrysopogon

    Chrysopogon ist in Kultur vor allem für botanische Sammlungen interessant und im normalen Pflanzenhandel selten. Sinnvoll ist eine vorsichtige Kultur mit guter Drainage, heller Aufstellung und genauer Beobachtung der Wasseransprüche, weil artspezifische Angaben oft nur aus Standortdaten ableitbar sind.

    Beliebte Arten von Chrysopogon

    Chrysopogon zizanioides

    Ist als Vetiver bekannt und wird wegen der aromatischen Wurzeln sowie zur Böschungssicherung genutzt.

    Chrysopogon gryllus

    Wächst von Europa bis Asien und bildet ausdauernde Horste.

    Chrysopogon aciculatus

    Ist ein ausläuferbildendes Gras warmer Regionen und wird teils als Bodendecker genutzt.

    Chrysopogon serrulatus

    Kommt in Afrika und Asien vor und wächst in saisonal trockenen Lebensräumen.

    Chrysopogon fulvus

    Ist eine südasiatische Art mit horstigem Wuchs.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe Blätter Zu nasses Substrat oder Nährstoffmangel Wassergaben reduzieren, Drainage verbessern und in der Wachstumszeit schwach düngen Braune Blattspitzen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Chrysopogon

    Häufige Fragen

    Ist Chrysopogon winterhart?

    Das hängt stark von der Art ab; tropische Arten brauchen frostfreie Kultur, während kühle Gebirgsarten deutlich robuster sein können.

    Kann man Chrysopogon im Topf kultivieren?

    Ja, bei durchlässigem Substrat und gleichmäßiger Wasserversorgung ist Topfkultur möglich, allerdings nicht jede Art dauerhaft kompakt bleibt.

    Wie wird Chrysopogon vermehrt?

    Üblich sind Aussaat, Teilung oder bei Bambus eine Teilung kräftiger Rhizom- beziehungsweise Horststücke.