Cleisostoma – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Cleisostoma – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Cleisostoma

  • Botanischer Name: Cleisostoma
  • Trivialname: Riemenorchidee
  • Gattung: Cleisostoma
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Süd- und Südostasien bis in den pazifischen Raum. Die Gattung besiedelt warme bis heiße, meist luftfeuchte Wälder und wächst überwiegend epiphytisch auf Ästen und Baumstämmen.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Wintergarten, Gewächshaus, Hängeampel
  • Arten: Etwa 100
  • Preis: 20–60 €
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Cleisostoma aus?

  • Blüte: Die Blüten erscheinen meist in aufrechten bis überhängenden Trauben und sind oft klein bis mittelgroß, dafür aber zahlreich. Typisch sind klare oder kontrastreiche Farben, gefleckte Lippen und bei vielen Arten ein leichter Duft. Die Blüten halten meist recht gut und wirken an kräftigen Pflanzen besonders reich.
  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Pink, Violett, Zweifarbig, Gepunktet
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Hängend
  • Höhe: 35 cm – Je nach Art meist etwa 15 bis 35 cm hoch, ältere Exemplare mit längeren Blättern und Wurzeln auch darüber.
  • Durchmesser: 30 cm – Die Pflanze erreicht häufig etwa 20 bis 30 cm Breite, mit ausladenden Wurzeln deutlich mehr.

Die Cleisostoma-Pflege in Kurzform

    Cleisostoma braucht einen sehr hellen, warmen Platz mit guter Luftbewegung. Gieße während des aktiven Wachstums regelmäßig, lasse das Substrat aber zügig abtrocknen und vermeide Staunässe. Im Winter etwas sparsamer gießen, dabei aber nie völlig austrocknen lassen. Ein grobes, luftiges Orchideensubstrat oder eine Kultur im Körbchen passt meist am besten.

    Die Cleisostoma-Pflege im Detail

    Cleisostoma zählt zu den wärmeliebenden Orchideen und sollte hell bis sehr hell stehen. Morgen- und Abendsonne werden meist gut vertragen, harte Mittagssonne nach dunkler Haltung kann jedoch Blattflecken verursachen. Ideal sind kleine Töpfe oder Körbe mit grober Rinde, etwas Holzkohle und sehr luftiger Struktur. Während des Wachstums wird gründlich gegossen, danach soll das Material zügig abtrocknen. Komplett trocken über längere Zeit sollte die Pflanze aber ebenfalls nicht stehen. Im Winter bleibt die Kultur warm und hell, mit etwas reduzierten Wassergaben. Gedüngt wird schwach, aber regelmäßig während des Wachstums. Sehr wichtig sind Luftbewegung und saubere Wurzeln, da stehende Nässe schnell zu Ausfällen führt.

    Vermehrung von Cleisostoma

    Die Vermehrung erfolgt in Kultur meist durch Teilung größerer Pflanzen oder über Seitentriebe, sofern die Art dazu neigt. Jede Teilung sollte mehrere aktive Wurzeln und ausreichend Blattmasse besitzen, damit sie zügig weiterwächst. Eine generative Vermehrung über Aussaat ist wie bei Orchideen üblich nur unter sterilen Bedingungen sinnvoll und für den Hobbybereich kaum praktikabel.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Kein oder sehr wenig Selten Hell Selten Warm und hell halten Nicht austrocknen lassen
    Feb Mäßig Leicht Möglich Hell Selten Warm und hell halten Auf Schädlinge achten
    Mär Regelmäßig Leicht Gut möglich Hell bis sonnig Beginn möglich Warm und luftig Wachstum startet
    Apr Regelmäßig Monatlich Gut möglich Hell bis sonnig Häufig Warm und luftig Mehr Wasser und Luftbewegung
    Mai Regelmäßig Monatlich Sehr gut Hell bis sonnig Häufig Warm Hohe Luftfeuchte hilfreich
    Jun Regelmäßig Monatlich Sehr gut Hell mit Schutz vor Mittagssonne Häufig Warm Bei Hitze öfter kontrollieren
    Jul Regelmäßig Monatlich Gut möglich Hell mit Schutz vor Mittagssonne Häufig Warm Wurzeln aktiv
    Aug Regelmäßig Monatlich Gut möglich Hell mit Schutz vor Mittagssonne Häufig Warm Nicht staunass halten
    Sep Regelmäßig Leicht Möglich Hell bis sonnig Möglich Warm Düngung langsam reduzieren
    Okt Mäßig Leicht Möglich Hell Möglich Warm und heller stellen Weniger Wasser
    Nov Mäßig Wenig Eher nicht Sehr hell Selten Warm und hell halten Sehr hell kultivieren
    Dez Mäßig Kein oder sehr wenig Eher nicht Sehr hell Selten Warm und hell halten Zugluft vermeiden

    Meine Erfahrungen mit Cleisostoma

    Cleisostoma wirkt in der Pflege oft robuster, als der exotische Eindruck vermuten lässt, solange Wärme, Luftbewegung und ein heller Platz zusammenkommen. Kritisch wird es meist nicht beim Düngen, sondern bei zu dichter, nasser Kultur ohne Luft an den Wurzeln. In Körbchen, kleinen Töpfen mit grobem Substrat oder aufgebunden mit verlässlicher Feuchte wachsen viele Arten deutlich besser als in dauerhaft nassem Material.

    Beliebte Arten von Cleisostoma

    Cleisostoma racemiferum

    Zeigt zahlreiche kleine Blüten in dichten Trauben und wirkt sehr typisch für die Gattung.

    Cleisostoma striatum

    Ist für auffällige Zeichnung und festen, vandeenähnlichen Wuchs bekannt.

    Cleisostoma simondii

    Bleibt kompakt und trägt attraktive, kontrastreich gefärbte Blüten.

    Cleisostoma tenuifolium

    Besitzt schmale Blätter und wirkt an hellen Standorten besonders elegant.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Blätter schrumpeln Wurzeln geschädigt oder Ballen zu trocken Wurzeln prüfen, faules Material entfernen und Wassergaben gleichmäßiger anpassen Schwarze oder weiche Wurzeln

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Cleisostoma

    Häufige Fragen

    Ist Cleisostoma für die Fensterbank geeignet?

    Ja, wenn der Platz sehr hell, warm und möglichst luftig ist.

    Braucht Cleisostoma eine Ruhezeit?

    Keine harte Ruhezeit, im Winter aber etwas trockener und mit weniger Dünger kultivieren.

    Wie oft soll ich Cleisostoma gießen?

    Im Wachstum regelmäßig, im Winter etwas zurückhaltender, aber nie über lange Zeit knochentrocken.

    Kann Cleisostoma in normaler Blumenerde wachsen?

    Nein, die Wurzeln brauchen ein grobes, luftiges Orchideensubstrat.

    Warum blüht meine Pflanze nicht?

    Meist fehlt Licht, Wärme oder ein kräftiges Wurzelsystem.