Coelogyne – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Coelogyne – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Coelogyne

  • Botanischer Name: Coelogyne
  • Trivialname: Hohlspornorchidee
  • Gattung: Coelogyne
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Süd- und Südostasien bis in den pazifischen Raum. Die Arten wachsen epiphytisch oder lithophytisch in Wäldern vom warmen Tiefland bis in kühlere Berglagen.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Wintergarten, Gewächshaus, Hängeampel
  • Arten: Etwa 200
  • Preis: 15–70 €
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Coelogyne aus?

  • Blüte: Die Blüten erscheinen meist an aufrechten oder überhängenden Stielen und können je nach Art locker oder reichblütig sein. Häufig sind helle Blüten mit kontrastreich gezeichneter Lippe. Einige Arten duften angenehm und blühen besonders dekorativ an gut eingewachsenen Pflanzen.
  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Creme, Braun, Grün, Zweifarbig
  • Blütezeit: Januar, Februar, März, April, Mai
  • Wuchsform: Hängend
  • Höhe: 40 cm – Je nach Art meist etwa 20 bis 40 cm hoch, große Arten mit langen Blütenständen auch deutlich darüber.
  • Durchmesser: 45 cm – Viele Arten bilden mit den Jahren breite Horste von 30 bis 45 cm, größere Exemplare auch mehr.

Die Coelogyne-Pflege in Kurzform

    Coelogyne mag einen hellen, luftigen Platz ohne harte Mittagssonne. Während des Wachstums regelmäßig gießen und leicht düngen, im Winter etwas kühler und moderat trockener halten. Das Substrat soll locker bleiben und nie über längere Zeit nass und verdichtet sein. Viele Arten danken kühle Nächte mit besserer Blüte.

    Die Coelogyne-Pflege im Detail

    Coelogyne wird am besten in einem groben, aber feuchtespeichernden Orchideensubstrat kultiviert, etwa aus Rinde mit etwas Moos oder anderen luftigen Zuschlägen. Während des aktiven Wachstums vom Frühjahr bis Sommer brauchen die Pflanzen gleichmäßige Feuchtigkeit und schwache Düngergaben. Vollständiges Austrocknen über längere Zeit bremst viele Arten deutlich. Im Winter wird etwas sparsamer gegossen, vor allem bei Arten aus höher gelegenen Regionen. Helle, kühle Nächte fördern bei zahlreichen Arten die Blütenbildung. Umtopfen erfolgt ideal, wenn neue Wurzeln einsetzen oder direkt nach der Blüte.

    Vermehrung von Coelogyne

    Die Vermehrung erfolgt meist durch Teilung älterer Horste. Dabei sollte jedes Teilstück mehrere reife Bulben und mindestens einen frischen Austrieb besitzen. Coelogyne reagiert besser auf Teilungen, wenn diese zum Beginn des Neuwachstums oder kurz nach der Blüte durchgeführt werden. Zu kleine Teilstücke stagnieren oft über längere Zeit, weshalb großzügige Teilungen meist erfolgreicher sind.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Wenig Nach Blüte möglich Hell Häufig Etwas kühler und hell Nicht völlig austrocknen
    Feb Mäßig Wenig Sehr gut nach Blüte Hell Häufig Etwas kühler und hell Blüte möglichst nicht verdrehen
    Mär Regelmäßig Leicht Gut möglich Hell ohne harte Mittagssonne Häufig Milder Übergang Nach Blüte oft bester Umtopfzeitpunkt
    Apr Regelmäßig Monatlich Gut möglich Hell ohne harte Mittagssonne Möglich Wachstumszeit Neue Wurzeln beachten
    Mai Regelmäßig Monatlich Gut möglich Hell ohne harte Mittagssonne Möglich Wachstumszeit Gute Luftfeuchte hilfreich
    Jun Regelmäßig Monatlich Möglich Hell mit leichter Abschattung Selten Wachstumszeit An heißen Tagen gut lüften
    Jul Regelmäßig Monatlich Möglich Hell mit leichter Abschattung Selten Wachstumszeit Substrat nicht verdichten lassen
    Aug Regelmäßig Monatlich Möglich Hell mit leichter Abschattung Selten Wachstumszeit Auf Schädlinge achten
    Sep Regelmäßig Leicht Möglich Hell Selten Langsam reduzieren Düngung senken
    Okt Mäßig Wenig Eher nicht Hell Beginn einzelner Arten Etwas trockener Weniger Wasser
    Nov Mäßig Wenig Eher nicht Hell Möglich Etwas trockener Hell halten
    Dez Mäßig Wenig Eher nicht Hell Möglich Etwas trockener Kühlere Nächte fördern oft die Blüte

    Meine Erfahrungen mit Coelogyne

    Coelogyne ist keine einheitliche Gattung, daher lohnt sich immer der Blick auf die einzelne Art. Für viele der gängigen Arten funktioniert jedoch eine kühle bis temperierte, helle und luftige Kultur erstaunlich gut. Problematisch werden oft zu warme Winter, verdichtetes Substrat und zu seltenes Umtopfen. Sobald der Wurzelbereich luftig bleibt und die Pflanzen nach der Blüte nicht austrocknen, entwickeln sich kräftige Bulben und die Blühfreude steigt deutlich.

    Beliebte Arten von Coelogyne

    Coelogyne cristata

    Ist eine sehr bekannte Art mit weißen Blüten und gelber Zeichnung auf der Lippe.

    Coelogyne flaccida

    Bildet elegante, hell gefärbte Blütenstände und gilt als dankbar.

    Coelogyne tomentosa

    Zeigt größere, markant gezeichnete Blüten und kräftigen Wuchs.

    Coelogyne peltastes

    Ist für reichblütige Stände und dekorative Kontraste beliebt.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Bulben schrumpeln stark Zu wenig Wurzeln oder zu seltenes Gießen im Wachstum Wurzeln kontrollieren, luftiger topfen und gleichmäßiger gießen Keine Blüte

    Coelogyne kaufen

    Hier findest du zuverlässige Bezugsquellen in Partner-Shops.

    • Coelogyne bei Amazon *
      Aktuelle Preise & Verfügbarkeit direkt bei Amazon

    Hinweis: Bei externen Links mit * erhalte ich ggf. eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Coelogyne

    Häufige Fragen

    Braucht Coelogyne eine kühle Kultur?

    Viele beliebte Arten wachsen und blühen besser mit kühleren Nächten.

    Wann topft man Coelogyne um?

    Am besten kurz nach der Blüte oder zum Beginn des Neuwachstums.

    Warum schrumpeln die Bulben?

    Meist liegt ein Wurzelproblem oder ungleichmäßiges Gießen vor.

    Kann Coelogyne auf der Fensterbank wachsen?

    Ja, vor allem an hellen Ost- oder Westfenstern und bei nicht zu warmer Überwinterung.

    Wie oft soll gedüngt werden?

    Im Wachstum schwach und regelmäßig, im Winter deutlich weniger.