Connellia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Connellia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Connellia

  • Botanischer Name: Connellia
  • Trivialname: Connellia-Bromelie
  • Gattung: Connellia
  • Familie: Bromeliaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Guayana-Schild, besonders Tafelberge und felsige Hochlandstandorte in Guyana und angrenzenden Regionen.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Wenige Arten
  • Preis: 40-180 €
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Connellia aus?

  • Blüte: Die Blütenstände sind aufrecht und tragen kleine, eher schlichte Blüten; der Zierwert liegt stärker in Rosette, Herkunft und Seltenheit.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Gelb
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rosette
  • Höhe: 40 cm – Die meisten kultivierten Pflanzen bleiben etwa 20 bis 40 cm hoch, Blütenstände können darüber hinausragen.
  • Durchmesser: 45 cm – Rosetten erreichen meist ungefähr 25 bis 45 cm Durchmesser.

Die Connellia-Pflege in Kurzform

    Sehr hell, luftig und mineralisch kultivieren. Connellia braucht keine schwere Blumenerde, sondern ein durchlässiges Substrat, gleichmäßige Feuchte in der Wachstumszeit und sehr gute Luftbewegung. Im Winter vorsichtiger gießen.

    Die Connellia-Pflege im Detail

    Connellia sollte eher wie eine seltene Hochland- oder Felsbromelie gepflegt werden. Ein mineralisch geprägtes, luftiges Substrat verhindert Wurzelschäden. Die Pflanze braucht viel Licht, darf aber nach dem Erwerb nicht abrupt in volle Sonne gestellt werden. Während warmer Wachstumsphasen wird gründlich gegossen und anschließend wieder leicht abgetrocknet. Dauerhafte Nässe, stehende Luft und dunkle Zimmerkultur führen schnell zu Problemen.

    Vermehrung von Connellia

    Die Vermehrung erfolgt bei kultivierten Pflanzen meist über Kindel oder Teilung älterer Horste. Kindel sollten erst abgenommen werden, wenn sie eigene Wurzeln oder eine ausreichend feste Basis gebildet haben. Aussaat ist möglich, aber langsam und nur sinnvoll, wenn frisches Saatgut vorhanden ist. Jungpflanzen brauchen feine, luftige Substrate, gleichmäßige Wärme und hohe Luftfeuchte, dürfen aber nicht luftdicht und nass stehen.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Sparsam, Substrat nur leicht feucht Nicht düngen Nur bei Bedarf Sehr hell, keine kalte Zugluft Je nach Art möglich Frostfrei und eher trocken halten Wasser nicht dauerhaft kalt in der Rosette stehen lassen
    Feb Sparsam, Substrat nur leicht feucht Nicht düngen Nur bei Bedarf Sehr hell, keine kalte Zugluft Je nach Art möglich Frostfrei und eher trocken halten Auf trockene Heizungsluft achten
    Mär Mäßig steigern Sehr schwach beginnen Guter Zeitpunkt zum Umtopfen Hell mit milder Morgen- oder Abendsonne Je nach Art möglich Übergang in die Wachstumszeit Mehr Licht und Luftbewegung geben
    Apr Regelmäßig, aber ohne Staunässe Schwach alle 4 Wochen Guter Zeitpunkt zum Umtopfen Hell bis halbschattig Je nach Art möglich Normale Kultur möglich Jungpflanzen langsam an Sonne gewöhnen
    Mai Regelmäßig, Rosette leicht gefüllt halten Schwach alle 4 Wochen Möglich, wenn warm genug Hell bis halbschattig Je nach Art möglich Warm und hell kultivieren Staunässe im Topf vermeiden
    Jun Regelmäßig, Rosette leicht gefüllt halten Schwach alle 4 Wochen Möglich, wenn warm genug Hell bis halbschattig Je nach Art möglich Warm und hell kultivieren Regelmäßig auf Schildläuse prüfen
    Jul Regelmäßig, bei Hitze öfter kontrollieren Schwach alle 4 Wochen Nur vorsichtig bei Bedarf Vor harter Mittagssonne schützen Je nach Art möglich Warm und hell kultivieren Bei Hitze weiches Wasser verwenden
    Aug Regelmäßig, bei Hitze öfter kontrollieren Schwach alle 4 Wochen Nur vorsichtig bei Bedarf Vor harter Mittagssonne schützen Je nach Art möglich Warm und hell kultivieren Gute Luftbewegung verhindert Pilzprobleme
    Sep Mäßig reduzieren Letzte schwache Gabe Noch möglich Hell, etwas mehr Sonne möglich Je nach Art möglich Langsam trockener halten Düngung langsam beenden
    Okt Mäßig bis sparsam Nicht düngen Besser vermeiden Hell Je nach Art möglich Winterruhe vorbereiten Kühlere Nächte fördern Robustheit
    Nov Sparsam Nicht düngen Besser vermeiden Sehr hell Je nach Art möglich Frostfrei und eher trocken halten Nicht zu dunkel stellen
    Dez Sparsam Nicht düngen Besser vermeiden Sehr hell Je nach Art möglich Frostfrei und eher trocken halten Nur vorsichtig gießen

    Meine Erfahrungen mit Connellia

    Connellia sollte nicht wie eine robuste Standard-Zimmerpflanze behandelt werden. Am stabilsten wirkt die Kultur, wenn die Pflanze sehr hell, warm und luftig steht, aber nie lange in nassem Substrat sitzt. Weiches Wasser und eine schwache Düngung sind wichtiger als viel Dünger.

    Beliebte Arten von Connellia

    Connellia augustae

    Ist eine seltene Hochland-Bromelie mit rosettigem Wuchs und botanischem Sammlerwert.

    Connellia quelchii

    Wächst an spezialisierten Standorten des Guayana-Schildes und ist in Kultur sehr selten.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Braune Blattspitzen Zu trockene Luft, Salz im Gießwasser oder ungleichmäßige Wasserversorgung Mit weichem Wasser gießen, Luftfeuchte erhöhen und alte Blattspitzen nur kosmetisch entfernen Weiche Basis oder fauliger Geruch

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Connellia

    Häufige Fragen

    Ist Connellia für Anfänger geeignet?

    Die Gattung ist eher etwas für Sammler, weil viele Arten selten sind und gleichmäßige Wärme, helles Licht und gute Luftbewegung brauchen.

    Kann Connellia im Zimmer wachsen?

    Ja, einzelne Pflanzen können im hellen Zimmer wachsen, zuverlässiger ist aber ein warmes Gewächshaus, Terrarium oder Wintergarten mit hoher Luftfeuchte.

    Wie oft sollte man Connellia gießen?

    Während der Wachstumszeit mäßig bis regelmäßig gießen, aber das Substrat nie dauerhaft nass halten. Im Winter wird deutlich sparsamer gegossen.

    Braucht Connellia direkte Sonne?

    Die meisten Arten mögen sehr helles Licht, vertragen harte Mittagssonne hinter Glas aber nur nach Gewöhnung oder mit leichter Schattierung.

    Ist Connellia giftig?

    Für die Gattung ist keine typische starke Giftwirkung bekannt. Haustiere und Kinder sollten die harten Blätter trotzdem nicht fressen.