Cordyline – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Cordyline – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Cordyline

  • Botanischer Name: Cordyline
  • Trivialname: Keulenlilie
  • Gattung: Cordyline
  • Familie: Asparagaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Die Gattung Cordyline ist in Regionen des Indischen Ozeans, in Papuasien, im westlichen Pazifik sowie teils in Südamerika verbreitet. Häufig wachsen die Pflanzen in warmen bis milden, teils luftfeuchten Habitaten.
  • Verwendungszwecke: Wohnraum, Büro, Wintergarten, Terrasse, Solitärpflanze
  • Arten: Etwa 20
  • Preis: Niedrig bis mittel, seltene Sorten höher.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Ja

Wie sehen Cordyline aus?

  • Blüte: Cordyline bildet verzweigte Blütenstände mit zahlreichen kleinen, meist weißlichen bis cremefarbenen Blüten. Bei älteren Pflanzen können diese Blütenstände recht auffällig sein, auch wenn der Hauptzierwert meist im Laub liegt.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Strauch, Baumförmig
  • Höhe: 250 cm – In Kultur je nach Art und Haltung meist etwa 60 bis 250 cm hoch, im Freiland milder Regionen teils noch höher.
  • Durchmesser: 120 cm – Je nach Art und Alter häufig etwa 50 bis 120 cm breit, ältere Exemplare können deutlich ausladender werden.

Die Cordyline-Pflege in Kurzform

    Sehr hell, locker und ohne Staunässe. Cordyline mag gleichmäßige Feuchtigkeit in der Wachstumszeit, aber keine kalte Nässe im Winter.

    Die Cordyline-Pflege im Detail

    Cordyline bevorzugt einen sehr hellen Standort, viele Arten vertragen auch Sonne, sofern sie langsam daran gewöhnt werden. Das Substrat sollte humos und locker sein, überschüssiges Wasser muss sicher ablaufen können. Während des Wachstums wird regelmäßig gegossen, im Winter etwas sparsamer. Gedüngt wird in der Saison moderat, etwa monatlich. Kübelpflanzen sollten vor starkem Frost geschützt werden. Als Zimmerpflanze profitiert Cordyline von guter Luftfeuchte und viel Licht.

    Vermehrung von Cordyline

    Cordyline lässt sich häufig über Kopf- oder Stammstecklinge vermehren. Auch Seitentriebe oder basal erscheinende Ableger können genutzt werden. Stecklinge wurzeln am besten in warmer, heller und leicht feuchter Umgebung. Die Aussaat ist ebenfalls möglich, wird aber eher für botanische Arten oder Züchtung genutzt und benötigt Geduld sowie gleichmäßige Wärme.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Heller Winterstand Nicht vernässen
    Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Heller Winterstand Auf Schädlinge achten
    Mär Mäßig Leicht Ja Hell bis sonnig Beginn möglich Mehr gießen Umtopfen möglich
    Apr Mäßig Monatlich Ja Hell bis sonnig Ja Wachstum startet Rückschnitt möglich
    Mai Regelmäßig Monatlich Ja Hell bis sonnig Ja Frost meiden Kübel langsam abhärten
    Jun Regelmäßig Monatlich Nein Hell bis halbschattig Ja Luftfeuchte beachten Sonne sortenabhängig
    Jul Regelmäßig Monatlich Nein Hell bis halbschattig Ja Ballen nicht austrocknen lassen Variegate Formen etwas empfindlicher
    Aug Regelmäßig Monatlich Nein Hell bis halbschattig Ausklang möglich Bei Kübelkultur beobachten Regelmäßig kontrollieren
    Sep Mäßig Leicht Ja Hell Nein Wassergaben senken Einräumen vorbereiten
    Okt Mäßig Nein Nein Hell Nein Vor Einräumen prüfen Düngung beenden
    Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Kühler und heller Lichtmangel vermeiden
    Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Kühler und heller Keine kalte Nässe

    Meine Erfahrungen mit Cordyline

    Cordyline ist deutlich unkomplizierter, wenn sie sehr hell steht und das Substrat locker bleibt. Im Alltag entstehen die meisten Probleme durch zu dunkle Aufstellung, kalte Nässe oder trockene Heizungsluft mit gleichzeitigem Schädlingsdruck. Robuste grüne Formen sind meist toleranter als stark buntlaubige Sorten.

    Beliebte Arten von Cordyline

    Cordyline australis

    Ist eine bekannte Art für Kübel und milde Freilandlagen mit baumartigem Wuchs.

    Cordyline fruticosa

    Wird häufig als tropische Blattschmuckpflanze mit farbigem Laub kultiviert.

    Cordyline obtecta

    Zeigt einen kräftigen, eleganten Wuchs und wird in milden Regionen als Zierpflanze verwendet.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Braune Blattspitzen Trockene Luft, Salzstress oder ungleichmäßiges Gießen Luftfeuchte erhöhen und gleichmäßiger gießen Weicher Stamm oder Wurzelfäule

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Cordyline

    Häufige Fragen

    Ist Cordyline winterhart?

    Das hängt stark von der Art ab. Einige Arten vertragen milde Außenlagen, viele brauchen aber Schutz vor starkem Frost.

    Kann Cordyline ins Wohnzimmer?

    Ja, vor allem bei sehr hellem Standort und lockerer Erde.

    Warum bekommt Cordyline braune Spitzen?

    Meist durch trockene Luft, unregelmäßiges Gießen oder Salzansammlungen im Substrat.

    Ist Cordyline giftig?

    Ja, sie gilt als giftig und sollte nicht von Haustieren oder Kindern angeknabbert werden.

    Wie vermehrt man Cordyline?

    Am einfachsten über Stecklinge oder vorhandene Seitentriebe.