Costera – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Costera

  • Botanischer Name: Costera
  • Gattung: Costera
  • Familie: Ericaceae
  • Ordnung: Ericales
  • Herkunft: Malesische Region, insbesondere Borneo, Sumatra, Maluku und die Philippinen; feuchte tropische Wälder, oft epiphytisch an Ästen oder in moosigen Bergwaldhabitaten.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Wohnraum, Hängeampel
  • Arten: Etwa 10 akzeptierte Arten.
  • Preis: Nicht regulär im Handel erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Costera aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein bis mittelgroß, meist röhren- oder glockenförmig und stehen in achselständigen, teils gebündelten Blütenständen. Die Farben sind überwiegend hell, grünlich, cremefarben, weißlich oder rosa getönt; genaue Merkmale schwanken stark nach Art.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Grün, Pink
  • Wuchsform: Strauch, Hängend, Kletternd
  • Höhe: 300 cm – Viele Arten wachsen als epiphytische Sträucher; je nach Art und Unterlage sind etwa 50 bis 300 cm Trieblänge oder Höhe möglich.
  • Durchmesser: 150 cm – In Kultur ist mit einem lockeren Aufbau von etwa 50 bis 150 cm Breite zu rechnen, wenn die Triebe geführt oder aufgebunden werden.

Die Costera-Pflege in Kurzform

    Costera braucht tropische Gewächshausbedingungen: warm, hell ohne harte Sonne, sehr hohe Luftfeuchte und kalkarmes Wasser. Das Substrat muss luftig bleiben und darf nie zu einem nassen Erdklumpen werden.

    Die Costera-Pflege im Detail

    Die Pflege orientiert sich an epiphytischen Bergwaldpflanzen. Ideal ist ein luftiges, saures Substrat aus Rinde, Sphagnum, etwas Torf und mineralischem Zuschlag. Gegossen wird regelmäßig mit weichem Wasser, überschüssiges Wasser muss aber sofort ablaufen. Direkte Mittagssonne ist zu vermeiden, während helle Morgen- oder Abendhelligkeit gut vertragen wird. Gedüngt wird ganzjährig schwach, weil starke Salzkonzentrationen die feinen Wurzeln schädigen.

    Vermehrung von Costera

    Costera wird am ehesten über halbverholzte Stecklinge vermehrt. Die Stecklinge benötigen hohe Luftfeuchte, Wärme und ein sehr luftiges Medium aus feiner Rinde, Sphagnum und mineralischen Anteilen. Eine Abdeckung kann helfen, muss aber regelmäßig gelüftet werden, damit sich keine Pilze entwickeln. Samen sind möglich, aber selten verfügbar und wegen der kleinen Samen sowie der langsamen Jugendphase eher für spezialisierte Sammlungen geeignet.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Regelmäßig Schwach Möglich Hell indirekt Möglich Warm halten Hohe Luftfeuchte
    Feb Regelmäßig Schwach Möglich Hell indirekt Möglich Warm halten Hohe Luftfeuchte
    Mär Regelmäßig Schwach Geeignet Hell indirekt Möglich Warm halten Kalkarm gießen
    Apr Regelmäßig Schwach Geeignet Hell indirekt Möglich Warm halten Kalkarm gießen
    Mai Regelmäßig Schwach Geeignet Hell indirekt Möglich Warm halten Luftig halten
    Jun Regelmäßig Schwach Geeignet Hell indirekt Möglich Warm halten Nicht austrocknen
    Jul Regelmäßig Schwach Möglich Hell indirekt Möglich Warm halten Nicht überhitzen
    Aug Regelmäßig Schwach Möglich Hell indirekt Möglich Warm halten Nicht überhitzen
    Sep Regelmäßig Schwach Geeignet Hell indirekt Möglich Warm halten Luftig halten
    Okt Regelmäßig Schwach Geeignet Hell indirekt Möglich Warm halten Kalkarm gießen
    Nov Regelmäßig Schwach Möglich Hell indirekt Möglich Warm halten Hohe Luftfeuchte
    Dez Regelmäßig Schwach Möglich Hell indirekt Möglich Warm halten Hohe Luftfeuchte

    Meine Erfahrungen mit Costera

    Costera sollte wie eine tropische, epiphytische Ericaceae behandelt werden, nicht wie eine klassische Heidelbeere. Ein luftiges Rinden-Sphagnum-Substrat, hohe Luftfeuchte und sehr kalkarmes Wasser sind wichtiger als viel Dünger. In normaler Zimmerluft trocknen Triebspitzen und Wurzeln schnell aus. Gleichzeitig führt ein dauerhaft nasser, schlecht belüfteter Topfballen rasch zu Fäulnis.

    Beliebte Arten von Costera

    Costera borneensis

    Ist eine epiphytische bis strauchige Art aus Borneo.

    Costera cyclophylla

    Wächst epiphytisch in Borneo und zeigt rundlichere, ledrige Blätter.

    Costera endertii

    Ist eine Borneo-Art feuchter tropischer Wälder.

    Costera lanaensis

    Kommt auf den Philippinen und in Maluku vor und wächst epiphytisch bis strauchig.

    Costera sumatrana

    Ist eine halbepiphytische Art aus Sumatra.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Symptom Ursache Lösung Trockene Triebspitzen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Costera

    Häufige Fragen

    Ist Costera eine Zimmerpflanze?

    Nur eingeschränkt; dauerhaft hohe Luftfeuchte und Wärme sind im Gewächshaus deutlich leichter zu halten.

    Welches Substrat braucht Costera?

    Ein grobes, saures Rinden-Sphagnum-Substrat ist besser als normale Blumenerde.

    Muss Costera gesprüht werden?

    Hohe Luftfeuchte ist wichtig, Sprühen ersetzt aber keinen luftigen Wurzelraum.

    Ist Costera winterhart?

    Nein, die Gattung muss warm und frostfrei kultiviert werden.

    Warum faulen die Wurzeln?

    Meist ist das Substrat zu fein, zu nass oder zu schlecht belüftet.