Crepidium – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Crepidium – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Crepidium

  • Botanischer Name: Crepidium
  • Gattung: Crepidium
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Vor allem tropisches und subtropisches Asien bis in pazifische Regionen, je nach Art terrestrisch, lithophytisch oder epiphytisch.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Viele Arten
  • Preis: Je nach Art sehr unterschiedlich, oft im mittleren Bereich.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Crepidium aus?

  • Blüte: Die Blüten sind meist klein bis mittelgroß und erscheinen in oft zahlreichen, lockeren Blütenständen. Farblich dominieren Grün, Gelb, Braun und unauffällige Mischfarben.
  • Blütenfarben: Grün, Gelb, Braun, Mehrfarbig
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Rosette
  • Höhe: 40 cm – Viele Arten bleiben mit etwa 20 bis 40 cm Höhe relativ kompakt, manche werden mit Blütenstand etwas höher.
  • Durchmesser: 20 cm – Die Pflanzen erreichen häufig etwa 10 bis 20 cm Breite, je nach Art auch etwas mehr.

Die Crepidium-Pflege in Kurzform

    Hell ohne harte Sonne, warm bis mild und gleichmäßig leicht feucht kultivieren. Ein lockeres Substrat mit guter Luftführung ist wichtig. Staunässe vermeiden und nur schwach düngen.

    Die Crepidium-Pflege im Detail

    Crepidium bevorzugt helles, gefiltertes Licht und eher warme bis milde Temperaturen. Das Substrat sollte locker, durchlässig und je nach Wuchsform leicht humos sein. Während der Wachstumsphase wird regelmäßig gegossen, sodass die Pflanze nicht austrocknet. Gleichzeitig muss überschüssiges Wasser gut ablaufen können. Gedüngt wird sparsam und eher schwach dosiert. Im Winter bleibt die Pflege ähnlich, nur bei schwächerem Licht wird etwas vorsichtiger gegossen. Gute Luftzirkulation beugt Pilzproblemen vor.

    Vermehrung von Crepidium

    Die einfachste Vermehrung erfolgt über Teilung größerer Pflanzen oder Horste, sofern genügend Wurzeln und Triebe vorhanden sind. Dabei sollte nicht zu klein geteilt werden, weil schwache Stücke oft nur langsam weiterwachsen. Frisches, luftiges Substrat und gleichmäßige Feuchte helfen nach dem Teilen beim Anwachsen. Eine Aussaat ist grundsätzlich möglich, setzt aber sterile Bedingungen und Erfahrung voraus.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell ohne Mittagssonne Selten Warm bis mild Keine Staunässe
    Feb Mäßig Nein Nein Hell ohne Mittagssonne Selten Warm bis mild Auf Schädlinge achten
    Mär Regelmäßig Leicht Ja Hell ohne Mittagssonne Beginn möglich Warm bis mild Neuaustrieb fördern
    Apr Regelmäßig Leicht Ja Hell ohne Mittagssonne Beginn möglich Warm bis mild Jetzt umtopfen möglich
    Mai Regelmäßig Monatlich Ja Hell ohne Mittagssonne Hauptzeit Warm bis mild Gleichmäßig feucht halten
    Jun Regelmäßig Monatlich Nein Hell ohne Mittagssonne Hauptzeit Warm bis mild Luftig kultivieren
    Jul Regelmäßig Monatlich Nein Hell ohne Mittagssonne Hauptzeit Warm bis mild Schwach düngen
    Aug Regelmäßig Monatlich Nein Hell ohne Mittagssonne Hauptzeit Warm bis mild Salze ausspülen
    Sep Regelmäßig Leicht Nein Hell ohne Mittagssonne Ende möglich Warm bis mild Wasser leicht senken
    Okt Mäßig Nein Nein Hell ohne Mittagssonne Selten Warm bis mild Hell weiterpflegen
    Nov Mäßig Nein Nein Hell ohne Mittagssonne Selten Warm bis mild Nicht auskühlen lassen
    Dez Mäßig Nein Nein Hell ohne Mittagssonne Selten Warm bis mild Substrat prüfen

    Meine Erfahrungen mit Crepidium

    Bei Crepidium lohnt es sich, die konkrete Art im Blick zu behalten, weil innerhalb der Gattung verschiedene Lebensweisen vorkommen. Für die Kultur funktionieren aber meist warme, geschützte Bedingungen mit lockerem Substrat und gleichmäßiger Feuchte. Die Pflanzen danken ruhige Pflege mehr als Extreme. Zu nasses, dichtes Substrat führt schnell zu Problemen, besonders wenn die Temperaturen gleichzeitig sinken.

    Beliebte Arten von Crepidium

    Crepidium acuminatum

    Eine bekannte Art aus Asien, die teils terrestrisch und teils epiphytisch vorkommt.

    Crepidium resupinatum

    Zeigt den typischen gattungstypischen Wuchs mit eher unauffälligen, zahlreichen Blüten.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbliche Blätter trotz Feuchte Chlorose oder Nährstoffungleichgewicht Mit schwacher Nährlösung düngen und Wasserqualität prüfen Schwarze Wurzeln

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Crepidium

    Häufige Fragen

    Ist Crepidium terrestrisch oder epiphytisch

    Beides kommt vor, je nach Art innerhalb der Gattung.

    Wie viel Licht braucht Crepidium

    Helles, gefiltertes Licht ohne harte Mittagssonne ist meist ideal.

    Soll das Substrat austrocknen

    Nein, die Pflanzen mögen meist gleichmäßige Feuchte ohne Staunässe.

    Warum werden die Blätter gelb

    Häufig sind Nährstoffmangel, schlechte Wasserqualität oder Wurzelprobleme die Ursache.

    Ist Crepidium leicht zu pflegen

    Mit gleichmäßiger Wärme und Feuchtigkeit ist die Kultur meist gut machbar.