Croton ist für Kulturhinweise schwierig, weil die Gattung extrem groß ist. Eine trockene, sonnige Art und ein tropisches Waldgehölz haben sehr unterschiedliche Ansprüche. Sicher ist vor allem: Art bestimmen, Milchsaft ernst nehmen, Staunässe vermeiden und Licht sowie Wärme an die Herkunft anpassen.
Croton – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)
Allgemeine Infos über Croton
- Botanischer Name: Croton
- Trivialname: Kroton
- Gattung: Croton
- Familie: Euphorbiaceae
- Ordnung: Malpighiales
- Herkunft: Tropen und Subtropen weltweit bis nach Nordamerika; besonders artenreich in Amerika, Afrika, Madagaskar und Südostasien.
- Verwendungszwecke: Terrasse, Gewächshaus, Wintergarten, Kalthaus, Solitärpflanze, Freiland
- Arten: Etwa 1129 akzeptierte Arten.
- Preis: Stark abhängig von der Art; Saatgut einfacher Arten etwa 3-15 €, seltene Pflanzen meist 15-80 € oder nur über Spezialquellen.
- Seltenheitsgrad: Selten
- Giftig: Ja
Wie sehen Croton aus?
- Blüte: Die Blüten sind meist klein, grünlich, cremefarben oder gelblich und stehen häufig in traubigen Blütenständen. Viele Arten sind eher durch Laub, Duftstoffe, Harze oder ökologische Anpassungen interessant als durch auffällige Blüten.
- Blütenfarben: Grün, Creme, Gelb, Weiß
- Wuchsform: Strauch, Baumförmig, Kriechend
- Höhe: 500 cm – Kultivierte Arten können von niedrigen Kräutern bis zu Sträuchern um 50-500 cm reichen; baumförmige Arten werden am Naturstandort deutlich höher.
- Durchmesser: 300 cm – Im Kübel bleiben viele Arten bei etwa 50-300 cm Breite, abhängig von Art, Schnitt und Topfgröße.
- Nutzpflanze: Ja
Die Croton-Pflege in Kurzform
Croton braucht artabhängig sonnige bis halbschattige Bedingungen, gute Drainage und vorsichtiges Gießen. Tropische Arten stehen warm und gleichmäßig feucht, trockenheitsliebende Arten heller und deutlich durchlässiger. Der reizende Milchsaft macht Handschuhe beim Schnitt sinnvoll.
Die Croton-Pflege im Detail
Für eine erfolgreiche Pflege muss die konkrete Art stärker gewichtet werden als der Gattungsname. Arten aus trockenen Habitaten mögen mineralische Beimischungen und kurze Trockenphasen. Waldarten brauchen mehr Luftfeuchte und gleichmäßigere Feuchtigkeit. Generell sollte Croton nicht im kalten, nassen Substrat stehen. Düngung erfolgt maßvoll während aktiven Wachstums; ein starker Rückschnitt ist nur bei gesunden, warm stehenden Pflanzen sinnvoll.
Vermehrung von Croton
Die Vermehrung erfolgt je nach Art über Samen, Stecklinge oder selten über Wurzelaustriebe. Samen sollten frisch und warm ausgesät werden, weil viele tropische Arten keine lange Lagerung mögen. Stecklinge gelingen am besten mit halbverholzten Trieben, Wärme und einem luftigen Substrat. Wegen des Milchsafts werden Schnittstellen kurz abtrocknen gelassen; zu nasse Vermehrungsboxen fördern Fäulnis.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Unregelmäßig | Warm und hell halten | Keine Staunässe |
| Feb | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Unregelmäßig | Warm und hell halten | Luftfeuchte stabil halten |
| Mär | Mäßig | Leicht | Gut möglich | Hell bis halbschattig | Möglich | Warm halten | Langsam an mehr Licht gewöhnen |
| Apr | Regelmäßig | Monatlich | Ideal | Hell bis halbschattig | Möglich | Warm halten | Wachstum kontrollieren |
| Mai | Regelmäßig | Monatlich | Ideal | Hell bis halbschattig | Möglich | Warm halten | Gleichmäßig feucht halten |
| Jun | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Vor Mittagssonne schützen | Möglich | Warm halten | Auf Spinnmilben prüfen |
| Jul | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Vor Mittagssonne schützen | Möglich | Warm halten | Nicht austrocknen lassen |
| Aug | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Hell bis halbschattig | Möglich | Warm halten | Lüften ohne Zugluft |
| Sep | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Hell | Möglich | Warm halten | Düngung reduzieren |
| Okt | Mäßig | Leicht | Nur bei Bedarf | Hell | Möglich | Warm halten | Wassergaben anpassen |
| Nov | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Unregelmäßig | Warm und hell halten | Kühlung vermeiden |
| Dez | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Unregelmäßig | Warm und hell halten | Lichtmangel vermeiden |
Meine Erfahrungen mit Croton
Beliebte Arten von Croton
Croton tiglium
Ist eine asiatische Art mit historisch genutzten, stark giftigen Samen und medizinisch relevanten Inhaltsstoffen.
Croton lechleri
Ist als Quelle des roten Harzes Drachenblut bekannt und stammt aus dem tropischen Amerika.
Croton aromaticus
Ist eine aromatische Art, die in Teilen Asiens traditionell genutzt wird.
Croton texensis
Ist eine nordamerikanische Art trockener Standorte und zeigt die ökologische Breite der Gattung.
Croton urucurana
Ist eine südamerikanische Art feuchter Standorte und bildet rötliche Harze.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Falsche Pflege trotz gesunder Pflanze | Artansprüche wurden verallgemeinert | Herkunft und Wuchsform der konkreten Art prüfen und Kultur daran anpassen Gelbe Blätter |
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Wird ähnlich gepflegt wie Croton
Häufige Fragen
Ist Croton giftig?
Viele Arten aus dieser Gruppe enthalten reizende Inhaltsstoffe oder Milchsaft. Deshalb sollte Croton nicht gegessen werden und beim Schneiden sind Handschuhe sinnvoll.
Kann man Croton als Zimmerpflanze halten?
Das ist nur bei wenigen Arten realistisch. Meist eignet sich Croton eher für helle, warme Innenräume, Gewächshaus oder Wintergarten.
Wie viel Licht braucht Croton?
Die meisten Arten wachsen am besten hell bis sehr hell. Direkte Mittagssonne sollte bei Innenkultur langsam angewöhnt werden.
Wie wird Croton vermehrt?
Je nach Art gelingt die Vermehrung über Samen oder Stecklinge. Wärme, sauberes Substrat und gleichmäßige Feuchtigkeit sind dabei wichtiger als starke Düngung.
Ist Croton dasselbe wie der Wunderstrauch?
Nein. Der bekannte Wunderstrauch gehört botanisch zu Codiaeum. Croton ist eine eigene, sehr große Gattung innerhalb der Wolfsmilchgewächse.
