Cyrtostylis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Cyrtostylis – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Cyrtostylis

  • Botanischer Name: Cyrtostylis
  • Trivialname: Mückenorchideen
  • Gattung: Cyrtostylis
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Australien und Neuseeland. Die Pflanzen wachsen terrestrisch in lichten Wäldern, Küstenheiden und humusreichen, meist schattigen bis halbschattigen Standorten.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Etwa 5 Arten
  • Preis: Selten, meist 20–60 € bei spezialisierten Anbietern
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Cyrtostylis aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein, filigran und oft grünlich, rosig, bräunlich oder purpurn getönt. Charakteristisch ist die auffällige Lippe, die der Blüte einen etwas insektenartigen Eindruck verleiht.
  • Blütenfarben: Pink, Braun, Grün, Violett
  • Blütezeit: August, September, Oktober, November
  • Höhe: 15 cm – Die Blütentriebe bleiben meist niedrig bis mittelgroß und erreichen oft etwa 8 bis 20 cm Höhe.
  • Durchmesser: 8 cm – Ein einzelnes Blatt und der kleine Knollenbereich beanspruchen meist nur etwa 4 bis 10 cm Breite.

Die Cyrtostylis-Pflege in Kurzform

    Halbschattig bis schattig, eher kühl bis mild und in humosem, lockerem Substrat kultivieren. Während des Wachstums gleichmäßig leicht feucht halten, in Ruhephasen etwas trockener. Keine Staunässe.

    Die Cyrtostylis-Pflege im Detail

    Cyrtostylis bevorzugt gefiltertes Licht und einen geschützten Standort ohne harte Sonne. Als terrestrische Orchidee wächst sie am besten in einem lockeren, humos-mineralischen Gemisch mit guter Drainage. Während der aktiven Phase wird gleichmäßig, aber sparsam gegossen. Das Substrat soll nie nass und verdichtet sein. In Ruhephasen darf es etwas trockener werden, ohne vollständig auszuhärten. Kühle Nächte und eine klare Saisonalität fördern eine stabile Entwicklung. Gedüngt wird nur sehr schwach und eher selten. Besonders bei kleinen Töpfen ist Aufmerksamkeit wichtig, damit die feinen Wurzeln weder vernässen noch vertrocknen.

    Vermehrung von Cyrtostylis

    Die Vermehrung ist am ehesten über Teilung älterer Horste oder über Aussaat möglich. In der Praxis ist Saatgut jedoch anspruchsvoll, weil Orchideensamen sehr feine Keimbedingungen brauchen. Teilung gelingt nur an gut etablierten Pflanzen und sollte während einer passenden Ruhe- oder Umtopfphase erfolgen. Wichtig ist, jede Teilpflanze mit genügend Speicherorganen und intaktem Wurzelansatz zu belassen.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Kein Dünger Nein Halbschattig Möglich Kühl Nicht vernässen
    Feb Mäßig Kein Dünger Nein Halbschattig Möglich Kühl Luftig halten
    Mär Mäßig Leicht Nein Halbschattig Ausklang Kühl Samenreife möglich
    Apr Etwas weniger Leicht Ja Schattig Selten Ruhephase Ruhe respektieren
    Mai Etwas weniger Kein Dünger Ja Schattig Selten Ruhephase Nicht austrocknen
    Jun Leicht feucht Kein Dünger Nein Schattig Beginn Austrieb Austrieb beginnt Austriebe beobachten
    Jul Leicht feucht Leicht Nein Schattig Aufbau Wachstum Schnecken fernhalten
    Aug Feucht Leicht Nein Halbschattig Beginn Wachstum Feuchte erhöhen
    Sep Feucht Monatlich Ja Halbschattig Hauptzeit Wachstum Sehr hell aber ohne Hitze
    Okt Feucht Monatlich Nein Halbschattig Hauptzeit Wachstum Nicht düngen überdosieren
    Nov Mäßig Leicht Nein Halbschattig Hauptzeit Wachstum Blütenstiele stützen
    Dez Mäßig Kein Dünger Nein Halbschattig Möglich Kühl Kühl überwintern

    Meine Erfahrungen mit Cyrtostylis

    Cyrtostylis ist keine typische Anfängerorchidee, weil die Gattung einen klaren Jahresrhythmus und ein eher feines Wurzelsystem hat. Besonders wichtig ist ein lockeres, humoses und dennoch luftiges Substrat. Zu viel Nässe in warmen Phasen führt schnell zu Ausfällen, während völliges Austrocknen in aktiven Wachstumsphasen ebenfalls problematisch ist.

    Beliebte Arten von Cyrtostylis

    Cyrtostylis reniformis

    Bekannte Art mit rundlichem Blatt und zarten Mückenorchideen-Blüten.

    Cyrtostylis robusta

    Kräftigere australische Art mit etwas größerem Habitus.

    Cyrtostylis huegelii

    Westaustralische Form mit feiner, eleganter Blüte.

    Cyrtostylis oblonga

    Neuseeländische Art mit etwas länglicherem Blatt.

    Cyrtostylis rotundifolia

    Kleine Art aus Neuseeland mit rundlicher Blattbasis.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Knollen faulen Zu nasses, verdichtetes Substrat Substrat luftiger wählen und Wassergaben reduzieren Austriebe werden abgefressen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Cyrtostylis

    Häufige Fragen

    Ist Cyrtostylis eine Zimmerpflanze?

    Nur eingeschränkt, besser ist eine kühle, geschützte Kultur im Spezialgewächshaus.

    Braucht Cyrtostylis direkte Sonne?

    Nein, halbschattige bis schattige Bedingungen sind besser.

    Warum verschwindet die Pflanze zeitweise?

    Viele Arten ziehen sich in eine Ruhephase zurück.

    Kann man Cyrtostylis im normalen Orchideensubstrat halten?

    Nur bedingt, besser ist ein humoseres und feineres, aber dennoch luftiges Gemisch.

    Ist Cyrtostylis selten?

    Ja, sie ist im Handel deutlich seltener als klassische Fensterbankorchideen.