Diplorhynchus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Diplorhynchus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Diplorhynchus

  • Botanischer Name: Diplorhynchus
  • Gattung: Diplorhynchus
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Tropisches und südliches Afrika sowie Socotra und Südarabien; trockene Wälder, Savannen, Fels- und Sandstandorte.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
  • Arten: Etwa 5 Arten
  • Preis: Als Jungpflanze kaum regulär im Handel; meist nur über Spezialgärtnereien oder Saatgut erreichbar.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Ja

Wie sehen Diplorhynchus aus?

  • Blüte: Die Blüten sind fünfzählig und erscheinen je nach Art in hellen, weißen, cremefarbenen oder rosafarbenen Tönen. In Kultur blühen junge Topfpflanzen selten, bei älteren Gewächshauspflanzen eher bei dauerhaft warmen und hellen Bedingungen.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme
  • Blütezeit: September, Oktober, November, Dezember
  • Wuchsform: Strauch, Baumförmig
  • Höhe: 800 cm – In natürlicher Umgebung kann Diplorhynchus je nach Art zu einem großen tropischen Baum heranwachsen; im Kübel bleibt die Höhe stark begrenzt.
  • Durchmesser: 500 cm – Der Kronendurchmesser ist bei Freilandbäumen deutlich größer als bei jungen Gewächshauspflanzen im Kübel.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Diplorhynchus-Pflege in Kurzform

    Diplorhynchus sehr hell, warm und trockenheitsverträglich kultivieren. Das Substrat muss schnell abtrocknen, im Winter wird deutlich weniger gegossen. Direkte Sonne langsam angewöhnen und Kälte in Verbindung mit Feuchtigkeit vermeiden.

    Die Diplorhynchus-Pflege im Detail

    Diplorhynchus braucht einen sehr hellen, warmen Standort und ein deutlich durchlässiges Substrat. Gegossen wird in der Wachstumszeit durchdringend, danach muss die Erde wieder abtrocknen. In der Ruhezeit ist die Kultur trockener und weiterhin frostfrei zu halten. Zu viel Wasser bei niedrigen Temperaturen ist das größte Risiko.

    Vermehrung von Diplorhynchus

    Diplorhynchus wird in der Regel über frisches Saatgut vermehrt, bei einigen Arten sind auch Stecklinge oder Luftabsenker möglich. Samen tropischer Apocynaceae verlieren häufig schnell an Keimkraft und sollten warm sowie gleichmäßig feucht ausgesät werden. Junge Sämlinge brauchen zunächst Schutz vor direkter Mittagssonne, aber viel Helligkeit und stabile Wärme. Staunässe im Anzuchtgefäß ist zu vermeiden.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Sehr sparsam Nein Nein Sehr hell Möglich Warm trocken Keine Staunässe
    Feb Sehr sparsam Nein Nein Sehr hell Möglich Warm trocken Keine Staunässe
    Mär Sparsam Nein Gut Sehr hell Möglich Übergang Langsam angießen
    Apr Mäßig Möglich Gut Vollsonnig möglich Möglich Wachstum Luftig stellen
    Mai Mäßig Monatlich Möglich Vollsonnig möglich Möglich Wachstum Trockenphasen lassen
    Jun Mäßig Monatlich Möglich Vollsonnig möglich Möglich Wachstum Trockenphasen lassen
    Jul Mäßig Monatlich Möglich Vollsonnig möglich Möglich Wachstum Hitze lüften
    Aug Mäßig Möglich Möglich Vollsonnig möglich Möglich Wachstum Trockenphasen lassen
    Sep Sparsam Nein Möglich Sehr hell Möglich Übergang Gaben reduzieren
    Okt Sparsam Nein Nein Sehr hell Selten Trockener halten Nicht kalt nass
    Nov Sehr sparsam Nein Nein Sehr hell Selten Warm trocken Nicht düngen
    Dez Sehr sparsam Nein Nein Sehr hell Möglich Warm trocken Nicht düngen

    Meine Erfahrungen mit Diplorhynchus

    Diplorhynchus verträgt trockene Phasen besser als viele Regenwald-Apocynaceae. Entscheidend ist ein sehr heller, warmer Standort mit mineralischer Drainage. Bei Topfkultur sollte man lieber selten, dann aber gründlich gießen und die Pflanze anschließend wieder abtrocknen lassen.

    Beliebte Arten von Diplorhynchus

    Diplorhynchus condylocarpon

    Ist ein afrikanischer Strauch bis kleiner Baum mit kleinen duftenden weißlichen Blüten.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Schrumpfende Triebe Zu lange Trockenheit während aktiven Wachstums Vorsichtig durchdringend gießen und danach wieder vollständig abtrocknen lassen. Schwarze Basis

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Diplorhynchus

    Häufige Fragen

    Ist Diplorhynchus als Zimmerpflanze geeignet?

    Nur junge Pflanzen lassen sich zeitweise im Kübel halten; langfristig braucht die Gattung sehr viel Platz, Wärme und hohe Luftfeuchte.

    Braucht Diplorhynchus direkte Sonne?

    Helles, gefiltertes Licht ist meist besser als harte Mittagssonne hinter Glas.

    Ist Diplorhynchus giftig?

    Wie viele Apocynaceae enthält die Pflanze Milchsaft und sollte nicht verzehrt werden.

    Wie oft sollte man Diplorhynchus gießen?

    Während des Wachstums gleichmäßig, aber ohne Staunässe; im Winter etwas sparsamer.

    Warum verliert Diplorhynchus Blätter?

    Kälte, trockene Luft, Wasserschwankungen oder Wurzelschäden sind die häufigsten Ursachen.