Drimia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Drimia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Drimia

Drimia ist eine artenreiche Zwiebelgattung mit oft markanter Ruhezeit und interessanten Blütenständen. Viele Arten treiben saisonal aus, blühen zuverlässig bei guter Lichtversorgung und benötigen ein gut drainiertes Substrat.
  • Botanischer Name: Drimia
  • Trivialname: Meerzwiebel
  • Gattung: Drimia
  • Familie: Asparagaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Drimia ist in Afrika, auf der Arabischen Halbinsel und teils im Mittelmeerraum verbreitet.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Die Gattung umfasst zahlreiche Arten mit unterirdischen oder halb freiliegenden Zwiebeln, vor allem aus Afrika und dem Mittelmeerraum.
  • Preis: Häufige Arten sind günstig, seltene Winterwachser und lokale Formen können deutlich teurer sein.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Ja

Wie sehen Drimia aus?

Drimia – Botanische Detailillustration
Drimia – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen meist an aufrechten Blütenständen und sind je nach Art klein bis mittelgroß. Farblich dominieren Weiß, Creme, Grün und zarte Rosatöne, oft mit streifiger Zeichnung.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Grün, Creme
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rosette
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 40 cm – Die Blattrosetten oder Blattschöpfe bleiben oft relativ niedrig, doch mit Blütenstand sind je nach Art etwa 20 bis 40 cm, teils auch mehr, üblich.
  • Durchmesser: 20 cm – Die sichtbare Zwiebel mit Blattbereich erreicht bei vielen Arten ungefähr 8 bis 20 cm Durchmesser.

Die Drimia-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Teilung, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein

Sehr hell kultivieren, nur in der Wachstumszeit regelmäßig gießen und die Ruhephase trocken respektieren.

Die Drimia-Pflege im Detail

Drimia steht gern hell bis sonnig mit viel Luftbewegung. Gegossen wird nur bei aktivem Wachstum, dann aber durchdringend und mit guter Abtrocknung. Während der Ruhezeit bleibt die Zwiebel fast trocken. Substrat sollte locker, mineralisch und durchlässig sein. Gedüngt wird sparsam während der Blattphase.

Vermehrung von Drimia

Drimia lässt sich häufig über Samen sowie über Tochterzwiebeln vermehren. Kindel werden nach der Ruhezeit vorsichtig getrennt und in eigenes Substrat gesetzt. Aussaat gelingt bei Wärme und gleichmäßiger, aber nicht nasser Feuchte. Wichtig ist Geduld, weil Jungpflanzen oft erst nach einigen Jahren blühfähig werden.

Drimia – Botanische Illustration der Vermehrung
Drimia – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Hell Frühe Arten möglich Je nach Art Ruhezeit Artabhängige Ruhe beachten
Feb Sehr wenig Nein Nein Hell Frühe Arten möglich Je nach Art Ruhezeit Zwiebeln nicht vernässen
Mär Mäßig Leicht Ja Vollsonnig Hauptzeit Austrieb möglich Mit Austrieb vorsichtig starten
Apr Mäßig Leicht Ja Vollsonnig Hauptzeit Wachstum Nur bei aktivem Wuchs mehr Wasser
Mai Mäßig Leicht Ja Vollsonnig Hauptzeit Wachstum Sehr hell halten
Jun Mäßig Leicht Nein Vollsonnig Möglich Wachstum Staunässe vermeiden
Jul Mäßig Leicht Nein Vollsonnig Möglich Wachstum Blütenstände stützen
Aug Wenig Nein Nein Hell Späte Arten möglich Ausklang Wasser reduzieren
Sep Wenig Nein Ja Hell Nein Ruhe beginnt Substrat abtrocknen lassen
Okt Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Trocken halten Kaum gießen
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Trocken halten Schädlingskontrolle
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Trocken halten Ruhezustand respektieren

Meine Erfahrungen mit Drimia

Bei Drimia ist weniger die Grundpflege schwierig als das Verstehen des saisonalen Rhythmus. Viele Fehler entstehen, weil ruhende Zwiebeln aus Gewohnheit weiter gegossen werden. Sobald klar ist, wann eine Art wächst und wann sie ruht, wird die Kultur deutlich einfacher. Ein zu organisches, dauerfeuchtes Substrat ist fast immer die schlechteste Idee in diesem botanischen Zwiebelzirkus.

Beliebte Arten von Drimia

Drimia maritima

Bekannte Meerzwiebel mit großer Zwiebel und imposantem Blütenstand.

Drimia indica

Weit verbreitete Art mit saisonalem Austrieb und feinen Blütenständen.

Drimia uniflora

Kleine Art, die für Sammler wegen ihrer reduzierten Erscheinung interessant ist.

Drimia – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Zwiebel Zu viel Wasser während der Ruhe oder Staunässe Sofort trockener halten, faulige Teile entfernen und in luftigeres Substrat setzen. Keine Blüte trotz gesunder Pflanze

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Drimia

Häufige Fragen

Hat Drimia immer im Winter Ruhezeit?

Nein, das hängt stark von der Art ab, einige wachsen im Sommer, andere im Winter.

Warum wird die Zwiebel weich?

Fast immer steckt zu viel Feuchtigkeit in einer Ruhephase oder Staunässe dahinter.

Kann Drimia draußen stehen?

Nur in warmen, frostfreien Perioden und je nach Art, dauerhaft frosthart sind die meisten nicht.

Muss die Zwiebel frei über dem Substrat sitzen?

Bei vielen Arten ist eine teilweise freiliegende Zwiebel sinnvoll, aber nicht zwingend vollständig.

Ist Drimia giftig?

Viele Arten enthalten wirksame Inhaltsstoffe und sollten als giftig behandelt werden.