Edithcolea grandis kaufen?

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Edithcolea grandis- Allgemeine Informationen

Herkunft: Edithcolea grandis ist in der afrikanischen Region der Großen Seen (Kenia, Tansania, Uganda), am Horn von Afrika (Äthiopien, Somalia, Dschibuti) und im Jemen (einschließlich des Sokotra-Archipels) verbreitet. Dort leben sie auf etwa 200-1500 Meter über dem Meeresspiegel.
Lebensraum: Diese Sukkulente kommt in sehr trockenen Gebieten vor. Sie wachsen dort in voller Sonne, aber teilweise auch im Schatten von Felsen und unter Sträuchern.

Beschreibung: Edithcolea grandis ist eine der schönsten und ausgeprägtesten Gattungen der Asclepiadoideae. Diese bemerkenswerte Blüte wird zuweilen als persische Teppichblüte bezeichnet.
Edithcolea ist eine blattlose, reich verzweigte, mehrjährige Sukkulente, die sich über den Boden ausbreitet und nach vielen Jahren große Kissen bildet.
Ihre Triebe sind kahl, abgewinkelt, am Ansatz 10-15 mm dick und ca. 30 cm lang. Farblich sind die Triebe grün bis rot mit bräunlichen Flecken und harten, braunen, sehr spitzen Zähnen bewaffnet.
Blütenstände: Endständig, sie bilden sich also an der Spitze der Triebe; Blütenstiele 14-18 mm lang, 2-2,5 mm dick und kahl.
Blüte: Die wunbderschönen Blüten der Edithcolea sind etwa 8-12 cm im Durchmesser, Kelchblätter 8 mm lang, 2-3 mm breit, eiförmig-lanzettlich und spitz zulaufend. Rohr kurz, ca. 5 mm im Durchmesser und 3-4 mm tief, mit einem leicht erhöhten spitzen Rand. Die Blütenkrone ist fünflappig rotierend oder untertassenförmig und auf dem Rücken kahl, scheibenförmig mit konzentrischen Rippen und mit langen, von der Mitte zu den Nebenhöhlen ausstrahlenden violetten Haaren besetzt. Ansonsten eher kahl, scheinbar weißlich oder blassgelblich mit einem violett-rötlichen Muster von Flecken, die an der Basis jedes Lappens allmählich kleiner werden, wo sie in konzentrische Bögen übergehen; Lappen 4-5 cm lang, 2,5-3 cm breit, eiförmig bis breit dreieckig, spitz, reflexartig, mit langen lilafarbenen Haaren bis etwa zur Mitte umrandet, Rand der Blütenkrone und der apikale Teil der Lappen meist gleichmäßig violett oder grünlich-braun, mit einem Rand aus langen keulenförmigen lila Haaren, die sie auch an der Innenseite begrenzen und sich in fünf radialen Linien von den Nebenhöhlen zwischen den Lappen bis zum äußeren Rand der Röhre erstrecken. Die Rückseite der Edithcolea-Blüte ist gelb bis grün. Innere Blütenkrone relativ klein. Äußere Koronallappen 0,7-1 mm lang, subquadratisch oder quer länglich, mit einem breiten flachen Sinus zwischen den Spitzen, innen konkav und behaart; innere Koronallappen 0,8-1 mm lang, in ihrem Mittelteil riemenförmig, winzig tuberkulös, auf der Innenseite kielförmig, kahl. Pollen fast 0,5 mm lang. Pollenträger schmal und doppelt so lang wie die Pollen. Der aasartige Geruch der Blüten zieht Fliegen und andere Insekten zur Bestäubung an. Edithcolea sollte daher auch eher im Gewächshaus kultiviert werden, da der Geruch wie bei anderen Gattungen dieser Familie sehr intensiv sein kann.
Die Frucht bildet sich nach der Bestäubung durch Fliegen. Die Blüten ergeben die typischen Zwillingssamenhörner (Follikel), die in sich dekorativ sind und eine große Anzahl von Samen enthalten.
Samen: Ovale Form und trägt einen Haarbüschel (Koma), so dass sie mit dem Wind verteilt werden können.

Anmerkungen: Edithcolea werden von Fliegen bestäubt (myiophile Bestäubung). Die Fliege wird von ihren olfaktorischen Reizen angezogen, die den Kot oder organische (zoogene oder phytogene) Stoffe imitieren, zusammen mit mimetischen Färbungen und manchmal mimetischen Skulpturen. Der Nektar ist dennoch vorhanden und dient durch seinen Glanzeffekt vor allem als optischer Lockstoff. Natürlich ist der Nektar auch eine Belohnung für die bestäubenden Insekten. Bei der Bestäubung selbst tragen die Fliegen die Pollen nur an den distalen Teilen ihres Rüssels, niemals an den Beinen.

Edithcolea grandis Blüte
Edithcolea grandis Pflanze

Edithcolea grandis – Die richtige Pflege

Edithcolea grandis ist wegen ihrer sehr spezifischen Bedürfnisse und hoher Empfindlichkeit auf Umgebungsveränderungen eine besonders schwer zu pflegende Sukkulente, die für Anfänger und Fortgeschrittene nicht zu empfehlen sind. Neben dem hohen Verlangen nach viel Licht und relativ hohen (über 15°C) Wintertemperaturen hat ist sie sehr anfällig für Fäulnis in Kombination mit niedrigen Temperaturen. Bei optimalen Wachstumsbedingungen ist die Edithcolea aber eine recht leicht blühende Sukkulente.
Gießen: Edithcolea müssen während der Wachstumsphase mäßig gegossen werden. Bei heißen Temperaturen genießen sie aber auch viel Wasser und etwas Dünger. Vor dem erneuten Gießen muss das Substrat zwingend wieder abgetrocknet sein. Im Winter je nach Temperatur sparsam gießen. Aber wie bei den meisten Sukkulenten-Gattungen der Seidenpflanzengewächse ist es unklug, das Substrat bei kaltem Wetter feucht oder gar nass zu lassen. Die Winterpflege ist bei 15°C mit viel Licht kein Problem.
Standort: Edithcolea benötigt sehr viel Licht! Teilweise Sonne oder auch heller Schatten.
Schädlinge und Krankheiten: Sie sind sehr anfällig für Stamm- und Wurzelmehlwanzen. Schäden durch diese Wanzen können durchaus Pilzbefall auslösen. Sollten Probleme mit Fäulnis an den Trieben oder den Wurzeln auftreten, können die gesunden Teile der Edithcolea mit einem sterilen Messer vorsichtig isoliert werden. Nach dem Abtrocknen der Schnittstellen können diese als Stecklinge bewurzelt werden.
Traditionelle Anwendungen: Die Triebe der Edithcolea grandis werden in Äthiopien und Somalia als Gemüse verzehrt.
Substrat: Da die Wurzeln der Edithcolea recht flach sind, sollte ein spezielles Substrat verwendet werden. Alternativ kann auch ein hochwertiges Kakteensubstrat mit zusätzlich beigemischten Teilen von Perlit und/oder Bimsstein verwendet werden. Ein grobkörniges, sehr gut entwässerndes Substrat ist genau so Pflicht wie Löcher im Boden der Töpfe. Auch sind Tontöpfe zu empfehlen, da restliche Feuchtigkeit durch Ton besser entweichen kann als es bei Kunststoff-Töpfen der Fall ist. Die Edithcolea sollte etwa alle 2 Jahre umgetopft werden.

Edithcolea grandis – Vermehrung

Die Vermehrung der Edithcolea grandis gelingt “am einfachsten” durch Stecklinge von Trieben. Die Stecklinge sollten 2-3 Tage vor dem Einpflanzen trocknen. Als Anzuchtsubstrat sollte mineralisches durchlässiges Substrat verwendet werden. Die Stecklinge der Edithcolea müssen flach auf das Substrat gelegt (nicht vergraben) werden. Die Wurzeln bilden sich dann von der Unterseite der Triebe. Edithcolea grandis kann im Frühling auch durch Aussaat in feuchtem, sandigem Substrat vermehrt werden. Die Vermehrung über Samen ist jedoch wegen der schwierigen Bedingungen nicht zu empfehlen.

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