Ehrharta – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Ehrharta

  • Botanischer Name: Ehrharta
  • Trivialname: Ehrharta-Gräser
  • Gattung: Ehrharta
  • Familie: Poaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Schwerpunkt im südlichen Afrika, mit Vorkommen bis Ostafrika, Arabien, Inselregionen und einzelnen weiter verbreiteten Arten.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Kalthaus, Bodenbedecker
  • Arten: Etwa 35 Arten
  • Preis: Einige Arten sind als Saatgut regional erhältlich, die Gattung ist im Zierpflanzenhandel aber selten.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Ehrharta aus?

  • Blüte: Die Blütenstände sind lockere Rispen mit kleinen, grünlichen bis strohbraunen Ährchen. Die Blüte ist unauffällig, kann bei reifen Rispen aber fein und locker wirken.
  • Blütenfarben: Grün, Braun, Creme
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rasenbildend, Kriechend
  • Höhe: 100 cm – Viele Arten erreichen etwa 30 bis 100 cm, einzelne kräftige Arten können darüber liegen.
  • Durchmesser: 80 cm – Horste oder lockere Bestände können etwa 40 bis 80 cm Breite einnehmen.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Ehrharta-Pflege in Kurzform

    Hell, luftig und mäßig feucht halten. Nicht zu stark düngen, da weicher Wuchs und Selbstaussaat sonst schnell zunehmen.

    Die Ehrharta-Pflege im Detail

    Ehrharta lässt sich gattungstypisch wie ein robustes, horstiges Freilandgras behandeln. Ein sonniger bis halbschattiger Platz, durchlässiger Boden und mäßige Nährstoffversorgung reichen in der Regel aus. Im Topf trocknet der Wurzelballen schneller aus, daher sollte während heißer Wochen gründlich gegossen werden. Ältere Horste werden durch Teilung verjüngt. Im Winter ist vor allem Schutz vor stehender Nässe wichtiger als Wärme.

    Vermehrung von Ehrharta

    Ehrharta wird vor allem über reife Samen vermehrt. Die Samen sollten möglichst frisch sein, flach ausgesät und nur dünn bedeckt werden, weil viele Gräser Licht und Wärme für eine gleichmäßige Keimung benötigen. Das Substrat bleibt gleichmäßig feucht, aber nicht nass; stehende Nässe fördert Pilze an Keimlingen. Mehrjährige Arten können zusätzlich durch Teilung vermehrt werden. Dabei werden vitale Horst- oder Rhizomstücke mit eigenen Wurzeln abgetrennt und zunächst schattiert sowie gleichmäßig feucht gehalten, bis neuer Austrieb sichtbar ist. Bei seltenen Gattungen ist die sichere Bestimmung des Ausgangsmaterials besonders wichtig, da Saatgut im Handel häufig nur unvollständig dokumentiert ist.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Nicht nass halten
    Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Nicht nass halten
    Mär Mäßig Nein Möglich Sonnig Nein Austrieb Alte Halme kürzen
    Apr Mäßig Leicht Möglich Sonnig Möglich Wachstum Teilung möglich
    Mai Regelmäßig Leicht Möglich Sonnig Möglich Wachstum Standfestigkeit prüfen
    Jun Regelmäßig Leicht Nein Sonnig Typisch Wachstum Luftig halten
    Jul Regelmäßig Nein Nein Sonnig Typisch Wachstum Bei Hitze gießen
    Aug Mäßig Nein Nein Sonnig Möglich Wachstum Samen prüfen
    Sep Mäßig Nein Möglich Sonnig Möglich Ausreife Rückschnitt möglich
    Okt Wenig Nein Möglich Hell Nein Ruhe Winterruhe beginnt
    Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Laub stehen lassen
    Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Staunässe meiden

    Meine Erfahrungen mit Ehrharta

    Bei Ehrharta entscheidet vor allem der Standort über den Pflegeaufwand. Im Freiland sind sonnige, luftige Plätze deutlich einfacher als enge, feuchte Ecken. Ältere Horste bleiben vitaler, wenn sie gelegentlich geteilt oder ausgelichtet werden.

    Beliebte Arten von Ehrharta

    Ehrharta erecta

    ist ein ausdauerndes, anpassungsfähiges Gras aus Afrika und Arabien.

    Ehrharta calycina

    stammt aus dem südlichen Afrika und wird in einigen Regionen als Weidegras oder Problemart geführt.

    Ehrharta longiflora

    ist eine einjährige Art aus Namibia und der Kapregion.

    Ehrharta diplax

    kommt von Sulawesi und Neuguinea bis Neuseeland und in den Südpazifik vor.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Schwacher Austrieb Verdichteter Boden oder erschöpfter Horst Im Frühjahr teilen, lockeres Substrat geben und moderat düngen Braune Blattspitzen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Ehrharta

    Häufige Fragen

    Ist Ehrharta eine Zimmerpflanze?

    Nein, Ehrharta ist in erster Linie ein Gras für Freiland, Gewächshaus oder botanische Sammlungen und eignet sich nur bedingt für normale Wohnräume.

    Wie viel Licht braucht Ehrharta?

    Die meisten Arten benötigen sehr helles Licht bis volle Sonne; Arten aus feuchteren oder waldnahen Standorten vertragen auch Halbschatten.

    Wie wird Ehrharta vermehrt?

    Die Vermehrung gelingt je nach Art über Samen, Teilung oder Rhizomteilung; bei seltenen Arten ist frisches Saatgut entscheidend.

    Ist Ehrharta winterhart?

    Das hängt stark von der Herkunft ab: Viele Arten sind nur begrenzt frosthart; südafrikanische und subtropische Arten sollten geschützt überwintern.

    Warum ist Ehrharta selten im Handel?

    Viele Arten sind Spezialgräser ohne klassischen Zierpflanzenmarkt und werden eher in botanischen Gärten, Saatgutbanken oder wissenschaftlichen Sammlungen geführt.