Elaeophorbia verhält sich in Kultur ähnlich wie andere sukkulente Wolfsmilchgewächse, nur oft etwas träger im Wuchs. Entscheidend sind viel Licht, gute Luftbewegung und ein sehr durchlässiger Mix. Probleme entstehen meist nicht durch zu wenig Wasser, sondern durch zu viel Wasser bei zu wenig Wärme. Mit zurückhaltendem Gießen und einem hellen Winterstand lässt sich die Gattung stabil kultivieren.
Elaeophorbia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Elaeophorbia
Elaeophorbia ist eine seltenere Gattung stammsukkulenter Wolfsmilchgewächse mit kräftigem, oft baumartigem Wuchs. Die Pflanzen brauchen viel Licht, Wärme und ein sehr durchlässiges Substrat.- Botanischer Name: Elaeophorbia
- Trivialname: Baumwolfsmilch
- Gattung: Elaeophorbia
- Familie: Euphorbiaceae
- Ordnung: Malpighiales
- Herkunft: Die Gattung stammt vor allem aus trockenen bis saisonal trockenen Gebieten Ostafrikas.
- Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
- Arten: Die Gattung umfasst nur wenige sukkulente bis stammsukkulente Arten aus Ostafrika.
- Preis: Mittel bis hoch, größere seltene Arten sind im Handel oft teuer.
- Seltenheitsgrad: Selten
- Giftig: Ja
Wie sehen Elaeophorbia aus?


- Blüte:
Die Blüten erscheinen als kleine Cyathien und sind meist unscheinbar gelblich bis grünlich. Zierwert besitzen vor allem Stamm, Verzweigung und die sukkulente Gesamtform.
- Blütenfarben: Gelb, Grün
- Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli
- Wuchsform: Strauch, Baumförmig
- Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
- Höhe: 250 cm – In Kultur können ältere Pflanzen je nach Art etwa 100 bis 250 cm Höhe erreichen.
- Durchmesser: 120 cm – Die Krone oder der verzweigte Aufbau kann bei älteren Exemplaren ungefähr 60 bis 120 cm breit werden.
Die Elaeophorbia-Pflege in Kurzform
- Licht (Sommer): Volle Sonne
- Licht (Winter): Vollsonne
- Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
- Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
- Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung
- Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
- Schwierigkeit: Mittel
- Dünger (Häufigkeit): Monatlich
- Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
- Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
- Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
- Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein
Sehr hell bis sonnig, warm und mineralisch kultivieren. Nur nach dem Abtrocknen gießen und im Winter deutlich trockener halten.
Die Elaeophorbia-Pflege im Detail
Elaeophorbia braucht einen sonnigen bis sehr hellen Standort und ein wasserdurchlässiges, eher mineralisches Substrat. Während der Wachstumszeit wird durchdringend gegossen, danach lässt man den Topf wieder gut abtrocknen. Im Winter bleibt die Pflanze warm und deutlich trockener. Wegen des reizenden Milchsafts sollte beim Schneiden oder Umtopfen vorsichtig gearbeitet werden.
Vermehrung von Elaeophorbia
Die Vermehrung erfolgt je nach Art über Samen oder Stecklinge. Stecklinge müssen wegen des Milchsafts sauber abtrocknen, bevor sie in sehr luftiges Substrat kommen. Samen sind oft die sicherere Methode, wenn sortenechte und kräftige Pflanzen gewünscht sind.


Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Sehr wenig | Nein | Nein | Sehr hell | Nein | Warm und trocken | Nicht kalt gießen |
| Feb | Sehr wenig | Nein | Nein | Sehr hell | Nein | Warm und trocken | Staunässe vermeiden |
| Mär | Wenig | Leicht | Ja | Viel Sonne | Möglich | Warm | An Sonne gewöhnen |
| Apr | Mäßig | Leicht | Ja | Viel Sonne | Ja | Warm | Umtopfen möglich |
| Mai | Mäßig | Leicht | Ja | Viel Sonne | Ja | Warm | Wachstumszeit |
| Jun | Mäßig | Leicht | Nein | Viel Sonne | Ja | Warm | Luftig halten |
| Jul | Mäßig | Leicht | Nein | Viel Sonne | Möglich | Warm | Bei Hitze gut lüften |
| Aug | Mäßig | Leicht | Nein | Viel Sonne | Möglich | Warm | Regenschutz im Freien |
| Sep | Wenig | Nein | Nein | Viel Sonne | Nein | Warm | Wassergaben senken |
| Okt | Wenig | Nein | Nein | Sehr hell | Nein | Warm | Trockener halten |
| Nov | Sehr wenig | Nein | Nein | Sehr hell | Nein | Warm und trockener | Hell halten |
| Dez | Sehr wenig | Nein | Nein | Sehr hell | Nein | Warm und trockener | Vor Kälte schützen |
Meine Erfahrungen mit Elaeophorbia
Beliebte Arten von Elaeophorbia
Elaeophorbia drupifera
Bildet einen kräftigen Stamm und entwickelt mit den Jahren eine markante baumartige Silhouette.
Elaeophorbia obesa
Bleibt kompakter und zeigt einen auffällig verdickten sukkulenten Stamm.

Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Weiche Stammzonen | Staunässe oder kalte Nässe | Sofort trockener halten, faulige Bereiche entfernen und Substrat stark mineralisieren. Verbrannte Partien |
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Häufige Fragen
Ist Elaeophorbia eine Euphorbia?
Nein, die Gattung ist eigenständig, gehört aber ebenfalls zur Familie der Wolfsmilchgewächse.
Wie hell sollte Elaeophorbia stehen?
Sehr hell bis sonnig, besonders in der Wachstumszeit.
Warum verliert die Pflanze Stabilität?
Meist steckt zu wenig Licht oder zu nasses Substrat dahinter.
Ist der Milchsaft gefährlich?
Ja, der Milchsaft ist reizend und sollte nicht auf Haut oder in die Augen gelangen.
Kann Elaeophorbia ganzjährig warm stehen?
Ja, das ist in Kultur meist die sicherste Lösung.
