Eragrostis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Eragrostis

  • Botanischer Name: Eragrostis
  • Trivialname: Liebesgras
  • Gattung: Eragrostis
  • Familie: Poaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Kosmopolitisch verbreitet, mit besonders vielen Arten in warmen, trockenen und offenen Lebensräumen der Tropen, Subtropen und gemäßigten Zonen.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Steingarten, Felsengarten, Hochbeet, Schnittblume
  • Arten: 427 akzeptierte Arten
  • Preis: Saatgut einzelner Arten ist günstig erhältlich; seltene Arten bleiben Spezialware.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Eragrostis aus?

  • Blüte: Die Blütenstände sind meist feine, lockere bis dichte Rispen mit vielen kleinen Ährchen. Je nach Art wirken sie grünlich, strohfarben, braun, purpurn oder zart rosa.
  • Blütenfarben: Grün, Braun, Creme, Pink, Lila
  • Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Rasenbildend
  • Höhe: 120 cm – Je nach Art reicht Eragrostis von niedrigen Horsten bis zu etwa 120 cm hohen Zier- und Nutzgräsern.
  • Durchmesser: 70 cm – Mehrjährige Horste können im Garten ungefähr 40 bis 70 cm Breite erreichen, einzelne Arten bleiben deutlich kleiner.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Eragrostis-Pflege in Kurzform

    Eragrostis steht am besten vollsonnig, warm und in durchlässiger Erde. Gegossen wird mäßig; etablierte Pflanzen vertragen Trockenphasen meist besser als Staunässe. Ein Rückschnitt erfolgt bei mehrjährigen Arten im späten Winter oder zeitigen Frühjahr.

    Die Eragrostis-Pflege im Detail

    Für die Kultur im Garten ist ein sonniger, luftiger Standort ideal. Das Substrat sollte durchlässig und nicht zu nährstoffreich sein, damit die Halme standfest bleiben. Im Beet reicht nach dem Anwachsen meist gelegentliches Gießen bei längerer Trockenheit. Im Topf trocknet Eragrostis schneller aus und benötigt gleichmäßigere Wassergaben. Mehrjährige Arten werden vor dem Austrieb zurückgeschnitten; einjährige Arten werden über Samen erhalten.

    Vermehrung von Eragrostis

    Eragrostis lässt sich meist gut durch Aussaat vermehren. Feines Saatgut wird nur dünn bedeckt oder angedrückt und gleichmäßig leicht feucht gehalten. Mehrjährige, horstbildende Arten können im Frühjahr geteilt werden, wenn der Austrieb beginnt. Nach der Teilung sollten die Horste zuerst mäßig feucht stehen, bis neue Wurzeln gebildet werden. Bei Zierarten lohnt es sich, reife Samenstände zu sammeln, weil manche Arten kurzlebig sind und sich über Sämlinge erhalten.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Sehr wenig Pause Nein Vollsonnig Keine Winterruhe Staunässe vermeiden
    Feb Sehr wenig Pause Nein Vollsonnig Keine Winterruhe Horst trocken halten
    Mär Wenig Pause Möglich Vollsonnig Keine Austrieb Altes Laub entfernen
    Apr Mäßig Schwach Ideal Vollsonnig Möglich Austrieb Aussaat möglich
    Mai Mäßig Mäßig Möglich Vollsonnig Möglich Wachstum Unkrautdruck senken
    Jun Regelmäßig Mäßig Nein Vollsonnig Hauptzeit Wachstum Bei Trockenheit gießen
    Jul Regelmäßig Schwach Nein Vollsonnig Hauptzeit Wachstum Samenstände beobachten
    Aug Mäßig Schwach Nein Vollsonnig Hauptzeit Wachstum Nicht überdüngen
    Sep Mäßig Pause Nein Vollsonnig Möglich Ausreifen Samen ernten
    Okt Wenig Pause Nein Vollsonnig Selten Rückschnitt möglich Teilung möglich
    Nov Sehr wenig Pause Nein Vollsonnig Keine Winterruhe Nässenässe vermeiden
    Dez Sehr wenig Pause Nein Vollsonnig Keine Winterruhe Ruhig halten

    Meine Erfahrungen mit Eragrostis

    Eragrostis ist im Vergleich zu vielen anderen hier genannten Gattungen deutlich gartentauglicher. Besonders wichtig ist ein sonniger, nicht zu fetter Standort, damit die feinen Rispen stabil und luftig bleiben. In nährstoffreicher, nasser Erde verlieren viele Arten ihre typische Transparenz und kippen schneller um.

    Beliebte Arten von Eragrostis

    Eragrostis tef

    Wichtige Getreideart aus Nordostafrika, deren Samen als Teff genutzt werden.

    Eragrostis curvula

    Robustes, horstiges Weide- und Erosionsschutzgras mit überhängendem Laub.

    Eragrostis spectabilis

    Nordamerikanische Art mit lockeren, oft purpurn wirkenden Rispen.

    Eragrostis amabilis

    Feines Ziergras mit zarter, wolkiger Blütenwirkung.

    Eragrostis pilosa

    Weit verbreitete, einjährige bis kurzlebige Art offener Standorte.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe Halme Staunässe, zu nährstoffreicher Boden oder verdichtetes Substrat Durchlässiger setzen, Gießmenge reduzieren und nur mäßig düngen Braune Blattspitzen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Eragrostis

    Häufige Fragen

    Ist Eragrostis winterhart?

    Viele Arten sind frostempfindlich, einige mehrjährige Arten aus gemäßigten Regionen sind jedoch im Freiland winterhart.

    Kann man Eragrostis im Topf kultivieren?

    Ja, besonders kleinere Zierarten lassen sich gut im Topf kultivieren, solange die Erde durchlässig bleibt.

    Wie vermehrt man Eragrostis?

    Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat; mehrjährige Horste können zusätzlich im Frühjahr geteilt werden.

    Blüht Eragrostis auffällig?

    Die Blüte ist fein und rispig, nicht großblütig, aber bei Zierarten sehr dekorativ.

    Welche Erde eignet sich für Eragrostis?

    Ein durchlässiges, eher mageres Substrat ist meist besser als schwere, dauerhaft nasse Erde. Je nach Herkunft darf es sandiger, humoser oder mineralischer sein.

    Wofür wird Eragrostis genutzt?

    Einige Arten dienen als Futtergras, Erosionsschutz oder Getreide; Eragrostis tef liefert das bekannte Teff-Korn.