Eremitis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Eremitis

  • Botanischer Name: Eremitis
  • Gattung: Eremitis
  • Familie: Poaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Endemisch in Brasilien, vor allem in feuchten Waldlebensräumen der Atlantischen Wälder und angrenzender Regionen.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: 18 akzeptierte Arten
  • Preis: Praktisch nicht im normalen Handel erhältlich; meist nur für botanische Sammlungen relevant.
  • Seltenheitsgrad: Nicht erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Eremitis aus?

  • Blüte: Als krautiger Bambus bildet Eremitis unscheinbare, kleine Blüten in grasartigen Ährchen. Einige Arten sind besonders wegen ihrer Blattmerkmale bekannt, nicht wegen auffälliger Blüten.
  • Blütenfarben: Grün, Creme, Braun
  • Blütezeit: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
  • Wuchsform: Rasenbildend, Strauch
  • Höhe: 100 cm – Viele Eremitis-Arten bleiben als krautige Bambusse niedrig bis mittelhoch und können ungefähr 40 bis 100 cm erreichen.
  • Durchmesser: 100 cm – Durch rhizomatösen Wuchs können Bestände im geeigneten Tropenklima etwa 100 cm oder mehr Breite einnehmen.

Die Eremitis-Pflege in Kurzform

    Eremitis braucht ein warmes, luftfeuchtes und halbschattiges Gewächshausklima. Das Substrat bleibt gleichmäßig leicht feucht, aber nie sumpfig. Frost, trockene Heizungsluft und pralle Sommersonne sind zu vermeiden.

    Die Eremitis-Pflege im Detail

    Eremitis sollte in humoser, lockerer und strukturstabiler Erde kultiviert werden. Ein Platz im warmen Gewächshaus oder sehr hellen, luftfeuchten Wintergarten ist deutlich geeigneter als ein trockenes Zimmerfenster. Gegossen wird regelmäßig mit möglichst weichem Wasser, wobei überschüssiges Wasser ablaufen muss. Die Düngung bleibt schwach, aber während des Wachstums kontinuierlich. Da viele Arten aus Waldhabitaten stammen, sind Schatten, Luftfeuchte und konstante Wärme wichtiger als maximale Sonne.

    Vermehrung von Eremitis

    Die Vermehrung erfolgt bei verfügbaren Pflanzen am ehesten durch vorsichtige Teilung oder Rhizomteilung. Dabei sollten nur kräftige Teilstücke mit aktiven Trieben und gesunden Wurzeln abgenommen werden. Das Substrat muss humos, locker und dauerhaft leicht feucht sein, darf aber nicht vernässen. Aussaat ist botanisch möglich, aber Saatgut ist selten und Blühzyklen sind nicht für eine regelmäßige Kulturproduktion kalkulierbar. Nach der Teilung sind hohe Luftfeuchte, Wärme und indirektes Licht wichtiger als starke Düngung.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Pause Nein Hell Selten Warm halten Keine Staunässe
    Feb Mäßig Pause Nein Hell Selten Warm halten Luftfeuchte beachten
    Mär Mäßig Schwach Möglich Hell Selten Übergang Austrieb prüfen
    Apr Regelmäßig Mäßig Ideal Halbschatten Selten Übergang Substrat lockern
    Mai Regelmäßig Mäßig Möglich Halbschatten Selten Sommerstand Langsam gewöhnen
    Jun Reichlich Mäßig Nein Halbschatten Selten Sommerstand Nicht austrocknen
    Jul Reichlich Mäßig Nein Halbschatten Selten Sommerstand Nicht austrocknen
    Aug Reichlich Mäßig Nein Halbschatten Selten Sommerstand Schatten sichern
    Sep Regelmäßig Schwach Nein Halbschatten Selten Übergang Wasser reduzieren
    Okt Mäßig Pause Nein Hell Selten Warm stellen Frost vermeiden
    Nov Mäßig Pause Nein Hell Selten Warm halten Hell halten
    Dez Mäßig Pause Nein Hell Selten Warm halten Hell halten

    Meine Erfahrungen mit Eremitis

    Eremitis ist vor allem ein Thema für Gewächshaus- und Botanikinteressierte. Die Gattung sollte nicht trocken wie ein Steppengras kultiviert werden, sondern gleichmäßig warm, luftfeucht und humos. Besonders kritisch sind kalte Nächte, trockene Heizungsluft und stehende Nässe im Wurzelraum.

    Beliebte Arten von Eremitis

    Eremitis parviflora

    Krautiger Bambus aus Bahia mit schmalen Blättern und unscheinbaren Blüten.

    Eremitis afimbriata

    Seltene Art aus Espírito Santo, bekannt aus feuchten tropischen Wäldern.

    Eremitis magnifica

    Auffällige, seltene Art mit bemerkenswerten Blattmerkmalen.

    Eremitis riodocensis

    Art aus dem brasilianischen Atlantischen Wald.

    Eremitis clarkiae

    Neuere beschriebene Art aus Bahia mit botanischem Sammlerwert.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Braune Blattspitzen Zu trockene Luft, ungleichmäßige Feuchte oder Salzstress im Substrat Mit weichem Wasser gießen, Luftfeuchte erhöhen und das Substrat gelegentlich durchspülen Gelbe Blätter

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Eremitis

    Häufige Fragen

    Ist Eremitis winterhart?

    Nein, Eremitis ist als tropischer krautiger Bambus nicht winterhart und benötigt dauerhaft frostfreie, warme Bedingungen.

    Kann man Eremitis im Topf kultivieren?

    Ja, aber eher im Gewächshaus oder sehr luftfeuchten Wintergarten als in normaler Zimmerluft.

    Wie vermehrt man Eremitis?

    Die Vermehrung erfolgt vor allem über Teilung oder Rhizomteilung; Aussaat ist selten praktikabel.

    Blüht Eremitis auffällig?

    Nein, die Blüte ist grasartig und unscheinbar; interessanter sind Wuchsform und Blätter.

    Welche Erde eignet sich für Eremitis?

    Ein durchlässiges, eher mageres Substrat ist meist besser als schwere, dauerhaft nasse Erde. Je nach Herkunft darf es sandiger, humoser oder mineralischer sein.