Euphorbia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Euphorbia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Euphorbia

Euphorbia ist eine extrem vielseitige Gattung, zu der zahlreiche beliebte Sukkulenten gehören. Für sukkulente Arten gilt meist: sehr hell bis sonnig, warm, durchlässiges Substrat und vorsichtiges Gießen.
  • Botanischer Name: Euphorbia
  • Trivialname: Wolfsmilch
  • Gattung: Euphorbia
  • Familie: Euphorbiaceae
  • Ordnung: Malpighiales
  • Herkunft: Die Gattung ist weltweit verbreitet, mit besonders vielen sukkulenten Arten in Afrika und Madagaskar.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Die sehr große Gattung umfasst krautige, sukkulente, strauchige und baumförmige Arten aus vielen Teilen der Welt.
  • Preis: Je nach Art günstig bis sehr hoch, seltene Sammlerarten sind teuer.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Ja

Wie sehen Euphorbia aus?

Euphorbia – Botanische Detailillustration
Euphorbia – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen als typische Cyathien und sind oft klein, aber botanisch interessant. Je nach Art wirken vor allem die Hochblätter oder die markanten sukkulenten Triebe dekorativ.

  • Blütenfarben: Gelb, Rot, Grün, Creme, Zweifarbig
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rosette, Säule, Strauch, Baumförmig
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 150 cm – Sukkulente Euphorbien erreichen in Kultur je nach Art häufig etwa 20 bis 150 cm Höhe, einzelne Arten auch deutlich mehr.
  • Durchmesser: 60 cm – Die Breite variiert stark, viele Topfpflanzen liegen aber grob zwischen 10 und 60 cm.

Die Euphorbia-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein

Sehr hell bis sonnig, warm und nur nach dem Abtrocknen gießen. Im Winter deutlich trockener halten.

Die Euphorbia-Pflege im Detail

Sukkulente Euphorbien brauchen einen sehr hellen Standort und ein durchlässiges, eher mineralisches Substrat. Während der Wachstumszeit wird durchdringend gegossen, danach muss die Erde wieder gut abtrocknen. Im Winter bleiben die Pflanzen warm bis mild und deutlich trockener. Wegen des Milchsafts sind Handschuhe beim Schneiden und Umtopfen sinnvoll.

Vermehrung von Euphorbia

Viele sukkulente Euphorbien lassen sich über Stecklinge vermehren, andere besser über Samen oder Kindel. Beim Schneiden tritt reizender Milchsaft aus, daher sind Schutzmaßnahmen sinnvoll. Stecklinge sollten vollständig abtrocknen, bevor sie in luftiges Substrat gesetzt werden.

Euphorbia – Botanische Illustration der Vermehrung
Euphorbia – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Warm und trockener Nicht kalt gießen
Feb Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Warm und trockener Sehr sparsam halten
Mär Wenig Leicht Ja Viel Sonne Möglich Warm Umtopfen möglich
Apr Mäßig Leicht Ja Viel Sonne Ja Warm An Sonne gewöhnen
Mai Mäßig Leicht Ja Viel Sonne Ja Warm Wachstumszeit
Jun Mäßig Leicht Nein Viel Sonne Ja Warm Luftig halten
Jul Mäßig Leicht Nein Viel Sonne Ja Warm Milchsaft beachten
Aug Mäßig Leicht Nein Viel Sonne Möglich Warm Regenschutz im Freien
Sep Wenig Nein Nein Viel Sonne Nein Warm Wassergaben reduzieren
Okt Wenig Nein Nein Sehr hell Nein Warm Trockener halten
Nov Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Warm und trockener Hell überwintern
Dez Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Warm und trockener Vor Kälte schützen

Meine Erfahrungen mit Euphorbia

Bei Euphorbia hilft es, nicht in einer Gattung, sondern in Kulturgruppen zu denken. Die meisten sukkulenten Arten mögen viel Licht, Wärme und ein durchlässiges Substrat, reagieren aber empfindlich auf kalte Nässe. Viele Probleme kommen von zu häufigem Gießen im Winter oder von zu dunklen Standorten. Wer die Pflanzen hell, luftig und eher vorsichtig pflegt, bekommt stabile, kompakte Exemplare.

Beliebte Arten von Euphorbia

Euphorbia obesa

Bleibt kugelig kompakt und ist eine sehr beliebte Sammlerart.

Euphorbia trigona

Wächst säulenförmig und gilt als robuste Zimmerpflanze für helle Standorte.

Euphorbia milii

Blüht lange und zeigt dekorative Hochblätter in verschiedenen Farben.

Euphorbia lactea

Wirkt mit kantigen Trieben sehr architektonisch und wird oft in Formen kultiviert.

Euphorbia – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Triebe oder Stammfäule Zu nasses Substrat, besonders bei Kälte Sofort trockener halten, beschädigte Teile entfernen und stärker mineralisch topfen. Helle Brandflecken

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Euphorbia

Häufige Fragen

Sind Euphorbien Kakteen?

Nein, sie können ähnlich aussehen, gehören aber zu den Wolfsmilchgewächsen.

Ist der Milchsaft giftig?

Ja, der Milchsaft ist reizend und sollte nicht mit Haut oder Augen in Kontakt kommen.

Wie oft gießt man sukkulente Euphorbien?

Erst nach vollständigem oder weitgehendem Abtrocknen des Substrats.

Brauchen Euphorbien volle Sonne?

Viele sukkulente Arten ja, aber nach der Überwinterung nur mit Gewöhnung.

Warum wächst meine Euphorbia instabil?

Meist fehlt Licht oder das Substrat bleibt zu lange feucht.


Autor: Stefan – Zuletzt aktualisiert: 09.03.2026 · Über mich