Gasterhaworthia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Gasterhaworthia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Gasterhaworthia

Gasterhaworthia umfasst kompakte Hybriden mit interessanten Blattstrukturen, oft attraktiver Zeichnung und sehr guter Eignung für die Kultur auf hellen Fensterbänken. Die Pflanzen verbinden Robustheit mit hoher Variabilität in Form und Muster.
  • Botanischer Name: Gasterhaworthia
  • Trivialname: Gasteria-Haworthia-Hybride
  • Gattung: Gasterhaworthia
  • Familie: Asphodelaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Die Hybriden stammen aus Kultur und gehen auf südafrikanische Elternarten zurück.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Büro
  • Arten: Gasterhaworthia ist eine gärtnerische Hybridgruppe aus Gasteria und Haworthia beziehungsweise haworthioiden Linien.
  • Preis: Viele Hybriden sind gut erhältlich und meist moderat bepreist, besondere Klone kosten mehr.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Gasterhaworthia aus?

Gasterhaworthia – Botanische Detailillustration
Gasterhaworthia – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind meist klein, röhrig und stehen an schlanken Blütenständen. Farblich dominieren helle Töne wie Weiß, Creme, Rosa oder zartes Rot.

  • Blütenfarben: Weiß, Rot, Pink, Creme
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni
  • Wuchsform: Rosette
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 15 cm – Die meisten Gasterhaworthia bleiben niedrig und erreichen etwa 5 bis 15 cm Höhe.
  • Durchmesser: 18 cm – Die Rosetten liegen häufig im Bereich von 8 bis 18 cm Durchmesser, je nach Hybrid auch etwas darüber.

Die Gasterhaworthia-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Teilung, Blattstecklinge, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Chlorose

Hell kultivieren, sparsam bis mäßig gießen und das Substrat zwischen den Wassergaben antrocknen lassen. Im Winter etwas trockener halten.

Die Gasterhaworthia-Pflege im Detail

Gasterhaworthia gedeiht an hellen Fensterplätzen mit Morgen- oder Abendsonne besonders gut. Das Substrat sollte locker und durchlässig sein. Gegossen wird erst, wenn der Topfballen weitgehend abgetrocknet ist. Während der Wachstumszeit wird sparsam gedüngt. Im Winter sind etwas trockenere Bedingungen sinnvoll, jedoch weiterhin mit ausreichend Licht. Viele Hybriden bleiben über Jahre kompakt und pflegeleicht.

Vermehrung von Gasterhaworthia

Viele Gasterhaworthia-Hybriden bilden Kindel oder können durch Teilung vermehrt werden. Blattstecklinge sind teils möglich, allerdings nicht bei jedem Klon gleich erfolgreich. Samen führen bei Hybriden nicht sortenecht weiter und spielen im Hobbybereich meist eine untergeordnete Rolle.

Gasterhaworthia – Botanische Illustration der Vermehrung
Gasterhaworthia – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Etwas trockener Staunässe vermeiden
Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Etwas trockener Auf Wollläuse achten
Mär Mäßig Leicht Ja Hell Ja Aktiver Umtopfen günstig
Apr Mäßig Leicht Ja Hell bis sonnig Ja Normal pflegen Kindel trennen möglich
Mai Mäßig Monatlich Ja Hell bis sonnig Ja Blüte möglich Schwach düngen
Jun Mäßig Monatlich Nein Hell Ja Nicht vernässen Gleichmäßig hell
Jul Mäßig Monatlich Nein Hell Nein Leicht schattieren bei Hitze Sommerhitze beobachten
Aug Mäßig Leicht Nein Hell Nein Normal pflegen Nicht im Wasser stehen
Sep Mäßig Leicht Nein Hell Nein Wassergaben senken Blütenstiele reifen lassen
Okt Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger halten Weniger gießen
Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Hell lassen Nicht zu dunkel
Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Hell lassen Kühlere Nächte meist unproblematisch

Meine Erfahrungen mit Gasterhaworthia

Meine Erfahrungen mit Gasterhaworthia sind ausgesprochen angenehm, weil diese Hybriden oft sehr gut an normale Wohnräume angepasst sind. Sie bleiben kompakt, zeigen interessante Muster und kommen mit weniger direkter Sonne aus als viele andere Sukkulenten. Das größte Risiko ist meist dauerhaft nasses Substrat. Wer sie hell, luftig und mit Maß gießt, bekommt robuste und dekorative Pflanzen ohne großes Drama.

Beliebte Arten von Gasterhaworthia

Gasterhaworthia 'Royal Highness'

Beliebte Rosettenhybride mit dekorativer Blattstruktur.

Gasterhaworthia 'Hippo'

Kompakte Form mit markanten, breit wirkenden Blättern.

Gasterhaworthia 'Tower of Babel'

Auffälliger Hybrid mit dicht gestaffeltem Wuchs.

Gasterhaworthia – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Blätter werden weich Zu nasse Kultur Gießintervalle verlängern und mineralischer topfen. Pflanze wächst locker auseinander

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Gasterhaworthia

Häufige Fragen

Was ist Gasterhaworthia?

Es handelt sich um Hybriden aus Gasteria und Haworthia-nahen Pflanzen.

Ist Gasterhaworthia für die Fensterbank geeignet?

Ja, viele Hybriden sind dafür sehr gut geeignet.

Wie oft sollte man gießen?

Erst nach deutlichem Antrocknen des Substrats.

Braucht Gasterhaworthia volle Sonne?

Helles Licht reicht oft, etwas Sonne ist aber vorteilhaft.

Wie wird Gasterhaworthia vermehrt?

Meist über Kindel oder Teilung.