Gongora – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Gongora – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Gongora

  • Botanischer Name: Gongora
  • Gattung: Gongora
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Mittelamerika bis Tropisches Südamerika.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Hängeampel
  • Arten: Etwa 65 Arten
  • Preis: 20–60 €
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Gongora aus?

  • Blüte: Die Blüten hängen an bogigen bis pendelnden Trieben und zeigen oft Braun-, Gelb-, Creme- oder Rottöne. Viele Arten duften intensiv und wirken besonders exotisch durch ihre geschwungenen Blütensegmente.
  • Blütenfarben: Gelb, Braun, Rot, Creme, Mehrfarbig
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Hängend
  • Höhe: 45 cm – Die Pflanzen erreichen oft etwa 25 bis 45 cm Höhe, die Blütentriebe können darüber hinaus hängen.
  • Durchmesser: 35 cm – Ein ausgewachsener Horst wird häufig 25 bis 35 cm breit.

Die Gongora-Pflege in Kurzform

    Gongora warm, luftig und hell ohne harte Sonne kultivieren. Während des Wachstums nie ganz austrocknen lassen, aber sehr luftiges Substrat verwenden. Hohe Luftfeuchte und hängender Kulturplatz sind ideal.

    Die Gongora-Pflege im Detail

    Gongora bevorzugt warme bis temperierte Bedingungen mit hoher Luftfeuchte und guter Luftbewegung. Ideal ist die Kultur im Korb oder in einer lockeren Mischung aus Rinde, etwas Sphagnum und strukturstabilen Zuschlägen. Gegossen wird regelmäßig, besonders während des aktiven Wachstums. Staunässe ist trotzdem zu vermeiden. Die Gattung reagiert empfindlich auf trockene Heizungsluft und auf stagnierende Nässe im Zentrum des Horstes. Schwache, regelmäßige Düngergaben fördern den Aufbau kräftiger Bulben. Für die Blüte ist ausreichend Licht wichtig, jedoch nur gefiltert.

    Vermehrung von Gongora

    Gongora wird am einfachsten durch Teilung älterer, kräftiger Pflanzen vermehrt. Jede Teilung sollte mehrere Pseudobulben und aktive Wurzeln mitbringen. Wegen der hängenden Blütentriebe eignen sich Körbe oft besser als normale Töpfe. Aussaat ist theoretisch möglich, in der Praxis aber nur unter sterilen Bedingungen sinnvoll. Nach der Teilung sollte zunächst vorsichtig gegossen werden, bis frisches Wachstum sichtbar ist.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Kein Dünger Nein Hell ohne pralle Mittagssonne Je nach Art möglich Weniger gießen und nicht austrocknen lassen Hohe Luftfeuchte hilft
    Feb Mäßig Kein Dünger Nein Hell ohne pralle Mittagssonne Je nach Art möglich Weniger gießen und nicht austrocknen lassen Auf Schädlinge achten
    Mär Regelmäßig Monatlich schwach Ja Hell und luftig Häufiger Blühbeginn Aktiver werden Guter Zeitpunkt zum Umtopfen
    Apr Regelmäßig Monatlich schwach Ja Hell und luftig Häufige Blütezeit Normal pflegen Neutriebe beobachten
    Mai Regelmäßig Monatlich schwach Ja Hell und luftig Häufige Blütezeit Normal pflegen Blütenstände stützen
    Jun Regelmäßig Monatlich schwach Ja Hell und luftig Häufige Blütezeit Normal pflegen An heißen Tagen morgens gießen
    Jul Regelmäßig Monatlich schwach Nein Hell und luftig Je nach Art möglich Auf Luftbewegung achten Luftig halten
    Aug Regelmäßig Monatlich schwach Nein Hell und luftig Je nach Art möglich Auf Hitze und Staunässe achten Regelmäßig kontrollieren
    Sep Regelmäßig Monatlich schwach Ja Hell und luftig Je nach Art möglich Langsam reduzieren Spätsommertriebe ausreifen lassen
    Okt Mäßig Monatlich schwach Nein Hell ohne pralle Mittagssonne Je nach Art möglich Etwas trockener halten Düngung reduzieren
    Nov Mäßig Kein Dünger Nein Hell ohne pralle Mittagssonne Je nach Art möglich Ruhiger halten Weniger Wasser
    Dez Mäßig Kein Dünger Nein Hell ohne pralle Mittagssonne Je nach Art möglich Ruhiger halten Kühlere Nächte fördern oft die Blüte

    Meine Erfahrungen mit Gongora

    Gongora sieht spektakulär aus, ist aber keine klassische Trocken-Orchidee. Die Pflanzen danken konstante Luftfeuchte, viel Frischluft und ein Substrat, das schnell abtrocknet, aber nie lange völlig austrocknet. Besonders wichtig ist genügend Platz nach unten, damit die hängenden Blütentriebe nicht gestaucht werden.

    Beliebte Arten von Gongora

    Gongora galeata

    Ist eine bekannte Art mit duftenden, hängenden Blütentrauben.

    Gongora quinquenervis

    Zeigt markante Zeichnungen und einen kräftigen Wuchs.

    Gongora truncata

    Bildet außergewöhnlich geformte Blüten mit starkem Exotencharakter.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Weiche Bulben oder gelbe Blätter Zu viel Nässe an den Wurzeln Substrat abtrocknen lassen, luftiger topfen und faules Material entfernen Silbrige Flecken oder verformte Blätter

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Gongora

    Häufige Fragen

    Ist Gongora für die Fensterbank geeignet?

    Viele Arten lassen sich hell und luftig am Ost- oder Westfenster kultivieren, brauchen aber erhöhte Luftfeuchte.

    Wie oft sollte man Gongora gießen?

    Während des aktiven Wachstums regelmäßig, im Winter oder in Ruhephasen etwas sparsamer.

    Braucht Gongora direkte Sonne?

    Morgensonne oder gefiltertes Licht ist meist ideal, pralle Mittagssonne sollte vermieden werden.

    Wie vermehrt man Gongora?

    Je nach Gattung über Teilung, Kindel oder Aussaat. Aussaat ist bei Orchideen allerdings deutlich anspruchsvoller.

    Warum bleiben die Blüten aus?

    Zu wenig Licht, fehlende Temperaturunterschiede oder dauerhaft nasses Substrat sind häufige Gründe.