Hammarbya – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Hammarbya – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Hammarbya

  • Botanischer Name: Hammarbya
  • Trivialname: Sumpf-Weichwurz
  • Gattung: Hammarbya
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Gemäßigte bis subarktische Nordhalbkugel. Die Gattung wächst terrestrisch in Mooren, an nassen Torfstandorten und ähnlichen kühlen Habitaten.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Teich / Wassergarten
  • Arten: 1
  • Seltenheitsgrad: Nicht erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Hammarbya aus?

  • Blüte: Hammarbya bildet sehr kleine, grünliche bis gelblich-grüne Blüten an zarten Blütenständen. Die Blüten sind botanisch interessant, wirken aber aus der Entfernung eher unscheinbar. Charakteristisch ist der zierliche Gesamteindruck der Pflanze.
  • Blütenfarben: Grün, Gelb, Sonstige
  • Blütezeit: Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Pseudobulben
  • Höhe: 12 cm – Die sehr kleine Orchidee bleibt meist nur etwa 5 bis 12 cm hoch, der Blütenstand kann etwas darüber hinausragen.
  • Durchmesser: 8 cm – Einzelpflanzen sind sehr kompakt und erreichen oft nur etwa 3 bis 8 cm Durchmesser.

Die Hammarbya-Pflege in Kurzform

    Kühl, sauer und dauerhaft feucht kultivieren. Hammarbya gehört ins Moorbeet oder in eine spezialisierte Moorkultur, nicht auf die warme Fensterbank. Niemals kalken oder düngen.

    Die Hammarbya-Pflege im Detail

    Hammarbya verlangt völlig andere Bedingungen als tropische Orchideen. Die Pflanze braucht ein kühles, sehr feuchtes, kalkfreies und nährstoffarmes Substrat auf Torf- oder Sphagnumbasis mit etwas Sand. Der Standort sollte hell bis halbschattig sein, ohne starke Überhitzung. Gegossen wird mit Regenwasser oder sehr weichem Wasser, damit das Substrat dauerhaft feucht bis nass bleibt. Gedüngt wird nicht. Im Winter darf die Pflanze kühl bis frostig stehen, solange das Milieu moortypisch und nicht austrocknend bleibt. Besonders wichtig sind niedrige Salzbelastung, saurer pH-Wert und eine kühle Jahresführung.

    Vermehrung von Hammarbya

    Hammarbya kann sich über kleine Brutkörper beziehungsweise vegetative Ableger vermehren. In Kultur ist auch eine sehr vorsichtige Teilung dichter Bestände möglich, allerdings nur, wenn mehrere gesunde Wachstumspunkte vorhanden sind. Jede Störung des Wurzelbereichs sollte auf ein Minimum reduziert werden. Die Vermehrung über Samen ist im Hobbybereich kaum umsetzbar und wegen der Standortansprüche besonders schwierig.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Nass halten Nein Nein Hell mit Schutz Nein Winterhart, aber nass Moorfeuchte sichern
    Feb Nass halten Nein Nein Hell mit Schutz Nein Winterhart, aber nass Nicht düngen
    Mär Feucht bis nass Nein Ja Hell mit Schutz Nein Langsam aktiv Nur mit saurem Wasser arbeiten
    Apr Feucht bis nass Nein Ja Halbschattig Ansatz möglich Normale Kultur Substrat nicht kalken
    Mai Feucht bis nass Nein Ja Halbschattig Möglich Normale Kultur Schnecken kontrollieren
    Jun Feucht bis nass Nein Nein Halbschattig Hauptzeit Kühl halten Überhitzung vermeiden
    Jul Feucht bis nass Nein Nein Halbschattig Hauptzeit Kühl halten Keine Austrocknung
    Aug Feucht bis nass Nein Nein Halbschattig Hauptzeit Kühl halten Brutzwiebeln beobachten
    Sep Feucht Nein Nein Hell mit Schutz Selten Nicht austrocknen Teilung nur vorsichtig
    Okt Feucht Nein Nein Hell mit Schutz Nein Ruhe im Moorbeet Ruhephase respektieren
    Nov Nass halten Nein Nein Hell mit Schutz Nein Ruhe im Moorbeet Staunässe mit Sauerstoff erhalten
    Dez Nass halten Nein Nein Hell mit Schutz Nein Ruhe im Moorbeet Keine warme Zimmerkultur

    Meine Erfahrungen mit Hammarbya

    Hammarbya ist keine typische Zimmerorchidee, sondern eine hochspezialisierte Moorpflanze. Das größte Problem in Kultur ist nicht zu viel Feuchtigkeit, sondern ein ungeeignetes, nährstoffreiches oder zu warmes Umfeld. In kalkfreiem, saurem Moorbeet-Substrat mit kühlen Temperaturen und dauerhaft hoher Feuchte sind die Chancen am besten. Topfkultur in Wohnräumen scheitert oft an Wärme, Salzbelastung und zu trockener Luft.

    Beliebte Arten von Hammarbya

    Hammarbya paludosa

    Zierliche Moororchidee der gemäßigten und subarktischen Nordhalbkugel.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Pflanze verschwindet nach dem Sommer Zu warm oder Substrat zu nährstoffreich Kühler kultivieren, nur saure magere Moorerde verwenden und nicht düngen Fäulnis trotz Moorstandort

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Hammarbya

    Häufige Fragen

    Kann man Hammarbya im Wohnzimmer halten

    Nein, dafür ist die Gattung in der Regel zu kühl- und moorbedürftig.

    Braucht Hammarbya Dünger

    Nein, nährstoffarme Bedingungen sind deutlich besser.

    Welches Wasser ist geeignet

    Regenwasser oder sehr kalkarmes Wasser.

    Ist Hammarbya winterhart

    Ja, die Art ist an kühle bis kalte Regionen angepasst.

    Warum ist Hammarbya so schwierig

    Weil sie ein spezialisiertes Moorhabitat mit saurem, nassem und kühlem Substrat braucht.