Hammeria – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Hammeria – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Hammeria

Hammeria ist eine kleine Mesemb-Gattung aus Südafrika mit kompaktem, sukkulentem Wuchs und auffälligen Blüten. Die Pflanzen sind für sonnige, sehr mineralische Kultur geeignet und reagieren empfindlich auf Staunässe.
  • Botanischer Name: Hammeria
  • Trivialname: Kap-Mesemb
  • Gattung: Hammeria
  • Familie: Aizoaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Hammeria stammt aus der Kapregion Südafrikas und wächst dort in steinigen, winterfeuchten Habitaten mit trockenen Sommern und intensiver Sonneneinstrahlung.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Felsengarten, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: 2
  • Preis: 10-30 €
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Hammeria aus?

Hammeria – Botanische Detailillustration
Hammeria – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind strahlenförmig und mesembtypisch zahlreich petalig. Häufig erscheinen sie in Gelb- bis Rosatönen und öffnen sich bei gutem Licht.

  • Blütenfarben: Gelb, Pink, Magenta
  • Blütezeit: August, September, Oktober, November
  • Wuchsform: Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 8 cm – Hammeria bleibt niedrig und erreicht meist etwa 4 bis 8 cm Höhe.
  • Durchmesser: 18 cm – Kompakte Gruppen können ungefähr 10 bis 18 cm Breite erreichen.

Die Hammeria-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge, Teilung
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein

Sonnig und sehr mineralisch kultivieren, mit angepassten Wassergaben und eher trockener Sommerhaltung.

Die Hammeria-Pflege im Detail

Hammeria verlangt ein sehr durchlässiges Substrat, viel Licht und eine vorsichtige Wasserversorgung. Während der aktiveren kühleren Monate darf moderat gegossen werden, sobald das Substrat vollständig getrocknet ist. In der heißen Sommerphase wird häufig deutlich trockener kultiviert. Wichtig sind gute Belüftung, keine Staunässe und nur sparsame Düngergaben. Wer Mesembs zu allgemein behandelt, gießt diese Gattung oft zu viel. Besser ist eine beobachtende Kultur mit Blick auf Blattspannung und Jahresrhythmus.

Vermehrung von Hammeria

Hammeria kann über Samen und bei polsterbildenden Exemplaren teils auch über vorsichtige Teilung vermehrt werden. Stecklinge gelingen nur mit ausgereiftem Material und ausreichender Abtrocknung der Schnittstelle. Saatgut keimt am besten in einer sauberen, mineralischen Mischung bei heller Aufstellung und moderater Feuchte. Besonders wichtig ist, Jungpflanzen nicht dauerhaft nass zu halten. Bei seltenen Mesembs ist langsames, kontrolliertes Heranziehen deutlich erfolgversprechender als starkes Forcieren mit Wasser und Dünger.

Hammeria – Botanische Illustration der Vermehrung
Hammeria – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan 1 0 0 2 0 1 Sparsam gießen
Feb 1 0 0 2 0 1 Hell halten
Mär 1 0 0 2 0 1 Kontrolliert feucht
Apr 0 0 0 2 0 1 Sommer trocken
Mai 0 0 0 2 0 2 Sommer trocken
Jun 0 0 0 2 0 2 Nur bei Bedarf
Jul 0 0 0 2 1 2 Nur bei Bedarf
Aug 1 0 1 2 2 1 Wachstumsbeginn
Sep 2 1 1 2 2 0 Hauptsaison
Okt 2 1 0 2 2 0 Blüte
Nov 2 0 0 2 1 0 Weiter hell
Dez 1 0 0 2 0 1 Wassergaben senken

Meine Erfahrungen mit Hammeria

Hammeria profitiert enorm von einer Kultur, die sich am winterfeuchten Rhythmus vieler Kap-Mesembs orientiert. In der warmen Sommerphase sollte man sehr vorsichtig gießen, während im Herbst und Frühjahr etwas mehr Aktivität sichtbar wird. Das Substrat darf niemals verdichten. Besonders kleine Töpfe mit grobem, mineralischem Anteil funktionieren gut. Die Pflanzen danken gute Belichtung mit kompakterem Wuchs und reicheren Blüten.

Beliebte Arten von Hammeria

Hammeria cedarbergensis

Seltene Mesemb-Art aus der Kapregion mit kompakter Wuchsform.

Hammeria meleagris

Zeigt sukkulente Triebe und auffällige mesembtypische Blüten.

Hammeria – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Matschige Triebe Zu viel Wasser oder Sommernässe Trocken halten und in stark mineralisches Substrat setzen. Keine Blüte

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Hammeria

Häufige Fragen

Ist Hammeria leicht zu pflegen

Mit mineralischem Substrat und sparsamer Wassergabe ja, aber sie verzeiht Staunässe schlecht.

Wann wächst Hammeria am stärksten

Meist in den kühleren, hellen Monaten.

Braucht Hammeria volle Sonne

Ja, sehr hell bis vollsonnig ist ideal.

Warum wird Hammeria im Sommer problematisch

Viele Pflanzen aus der Kapregion vertragen Sommernässe schlecht.

Kann man Hammeria teilen

Bei ausreichend großen Gruppen manchmal ja, aber vorsichtig.