Haworthia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Haworthia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Haworthia

Haworthia gehört zu den beliebtesten kleinbleibenden Sukkulenten für die Fensterbank. Die Gattung bietet eine enorme Formenvielfalt von weichlaubigen Arten mit Blattfenstern bis zu hartlaubigen Arten mit markanten Bändern oder Warzen.
  • Botanischer Name: Haworthia
  • Trivialname: Fenstersukkulente
  • Gattung: Haworthia
  • Familie: Asphodelaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Die Gattung stammt aus Südafrika und ist dort in vielen trockenen bis halbtrockenen Regionen verbreitet.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Büro, Wintergarten
  • Arten: Die Gattung umfasst zahlreiche kleinbleibende sukkulente Arten mit Rosetten, Warzen oder transparenten Blattfenstern.
  • Preis: Von günstig bis hoch, je nach Art, Form und Seltenheit.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Haworthia aus?

Haworthia – Botanische Detailillustration
Haworthia – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen an langen, dünnen Stielen und sind meist klein, weißlich bis zart grünlich. Der Hauptzierwert liegt klar in den Rosetten und Blattmustern.

  • Blütenfarben: Weiß, Grün, Creme
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli
  • Wuchsform: Rosette, Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 12 cm – Die meisten Haworthia bleiben klein und erreichen meist etwa 3 bis 12 cm Höhe, mit Blütenstand deutlich mehr.
  • Durchmesser: 15 cm – Je nach Art liegen typische Rosettendurchmesser meist zwischen 4 und 15 cm.

Die Haworthia-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Teilung, Blattstecklinge, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben, Trauermücken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Nährstoffmangel

Hell bis leicht sonnig kultivieren, in lockerem Substrat halten und nur nach Abtrocknen gießen. Ideal für Fensterbank und kleine Sukkulentensammlungen.

Die Haworthia-Pflege im Detail

Haworthia bevorzugt helle Standorte ohne extreme Staunässe. Viele Arten vertragen Morgen- oder Abendsonne sehr gut, während starke Sommersonne hinter Glas vorsichtig dosiert werden sollte. Gegossen wird durchdringend, dann folgt eine Trockenphase. Im Winter stehen die Pflanzen hell und werden deutlich sparsamer gegossen. Ein lockeres, mineralisch geprägtes Substrat fördert gesunde Wurzeln und kompakte Rosetten.

Vermehrung von Haworthia

Haworthia wird häufig über Kindel und Teilung vermehrt. Auch Aussaat ist möglich, besonders bei Sammlerformen. Einige Arten lassen sich zusätzlich über Blattstecklinge vermehren, was aber nicht bei allen gleich gut funktioniert.

Haworthia – Botanische Illustration der Vermehrung
Haworthia – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan wenig nein nein hell nein sparsam Nicht vernässen
Feb wenig nein nein hell nein sparsam Lichtmangel vermeiden
Mär mäßig ja ja hell bis sonnig möglich mehr Aktivität Gute Umtopfzeit
Apr mäßig ja ja hell bis sonnig ja gute Zeit Kindel möglich
Mai mäßig ja ja hell bis sonnig ja gute Zeit Vorsicht mit Mittagssonne
Jun mäßig ja nein hell bis sonnig ja weiter pflegen Fensterarten heller
Jul mäßig ja nein hell bis sonnig ja leichter Schutz bei Hitze Hitze beobachten
Aug mäßig ja nein hell bis sonnig möglich weiter pflegen Wurzeln gesund halten
Sep mäßig nein nein hell bis sonnig nein langsam reduzieren Wasser reduzieren
Okt wenig nein nein hell nein ruhiger Schädlingskontrolle
Nov wenig nein nein hell nein hell halten Hell überwintern
Dez wenig nein nein hell nein nicht zu nass Nicht warm und nass

Meine Erfahrungen mit Haworthia

Haworthia ist fast die perfekte Einstiegsdroge in die Welt der Sukkulenten. Viele Arten kommen mit hellen Wohnräumen gut zurecht, solange sie nicht ständig im Wasser sitzen. Weichlaubige Fensterarten mögen meist etwas sanfteres Licht als hartlaubige Typen. Wer zu oft gießt, bekommt schneller Wurzelchaos als Wachstum. Wer hell, luftig und mit Geduld kultiviert, hat lange Freude daran.

Beliebte Arten von Haworthia

Haworthia cooperi

Bildet glasige Blätter und kompakte Rosetten.

Haworthia fasciata

Zeigt markante weiße Querbänder und robuste Rosetten.

Haworthia retusa

Besitzt auffällige Blattfenster und bleibt kompakt.

Haworthia truncata

Fällt durch ihre abgeschnitten wirkenden Blattspitzen auf.

Haworthia cymbiformis

Ist eine wüchsige, beliebte Art mit transparenten Blattspitzen.

Haworthia – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche, gelbliche Blätter Zu viel Wasser oder Wurzelprobleme Wurzeln kontrollieren und trockener kultivieren Braune Flecken auf den Blättern

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Haworthia

Häufige Fragen

Ist Haworthia für Anfänger geeignet?

Ja, die Gattung ist sehr einsteigerfreundlich.

Braucht Haworthia volle Sonne?

Einige Arten ja, viele bevorzugen aber helles, etwas geschütztes Licht.

Wie oft soll ich Haworthia gießen?

Immer erst nach gutem Abtrocknen des Substrats.

Warum wird meine Haworthia lang und locker?

Das ist fast immer Lichtmangel.

Kann ich Haworthia über Kindel vermehren?

Ja, das ist eine der einfachsten Methoden.


Autor: Stefan – Zuletzt aktualisiert: 10/12/2025 · Über mich