Herreria – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Herreria

  • Botanischer Name: Herreria
  • Gattung: Herreria
  • Familie: Asparagaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Die Gattung ist in Südamerika beheimatet. Sie wächst dort je nach Art in saisonal trockenen bis mäßig feuchten Regionen und wird in Europa nur selten kultiviert.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
  • Arten: Ca. 8
  • Preis: Im Handel selten, daher meist nur über Spezialgärtnereien oder Sammlertausch erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Herreria aus?

  • Blüte: Die Blüten sind meist klein, sternförmig bis glockenförmig und sitzen in lockeren Blütenständen. Im Vordergrund steht bei der Kultur eher der ungewöhnliche Wuchs als eine spektakuläre Blüte.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Grün
  • Blütezeit: Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Kletternd
  • Höhe: 250 cm – Mit Kletterhilfe können viele Herreria-Arten mehrere Meter Länge erreichen, in Kultur bleiben sie oft etwa 150 bis 250 cm lang.
  • Durchmesser: 40 cm – Ohne Ausbreitung an einer Rankhilfe bleibt die Basis meist relativ schlank und beansprucht ungefähr 30 bis 40 cm Platz.

Die Herreria-Pflege in Kurzform

    Hell, warm und luftig in der Wachstumszeit, im Winter etwas kühler und trockener. Das Substrat sollte durchlässig sein, aber nicht völlig mineralisch. Eine Rankhilfe erleichtert den natürlichen Wuchs deutlich.

    Die Herreria-Pflege im Detail

    Herreria braucht einen hellen Standort ohne dauerhafte pralle Mittagssonne hinter Glas. In der Vegetationszeit wird mäßig bis regelmäßig gegossen, wobei überschüssiges Wasser zügig ablaufen muss. Von Frühling bis Sommer unterstützt eine sparsame Flüssigdüngung den Aufbau neuer Triebe. Im Winter wird zurückhaltender gegossen, besonders wenn die Pflanze kühler steht. Kletternde Triebe sollten rechtzeitig geführt werden, damit sie nicht knicken oder sich unkontrolliert verheddern.

    Vermehrung von Herreria

    Herreria lässt sich vor allem über Samen vermehren, wenn frisches Saatgut verfügbar ist. Die Aussaat erfolgt in ein lockeres, leicht humoses und durchlässiges Substrat bei gleichmäßiger Wärme. Bei älteren Exemplaren kann auch eine Teilung beziehungsweise Trennung bewurzelter Basisteile versucht werden, was aber deutlich seltener praktiziert wird. Wichtig ist in jedem Fall ein sehr gut drainiertes Substrat, damit junge Wurzeln nicht faulen.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Wenig Nein Nein Hell indirekt Nein Kühl und eher trocken Nicht vernässen
    Feb Wenig Nein Nein Hell indirekt Nein Kühl und eher trocken Schädlingskontrolle
    Mär Mäßig Nein Ja Hell bis halbschattig Nein Austrieb möglich Umtopfen möglich
    Apr Mäßig Ja Ja Hell bis halbschattig Nein Wachstumsbeginn Leicht düngen
    Mai Regelmäßig Ja Nein Hell bis halbschattig Ja Rankhilfe geben Triebe anbinden
    Jun Regelmäßig Ja Nein Hell bis halbschattig Ja Wachstum aktiv Gleichmäßig gießen
    Jul Regelmäßig Ja Nein Hell bis halbschattig Ja Wachstum aktiv Luftig stellen
    Aug Regelmäßig Nein Nein Hell bis halbschattig Ja Wachstum aktiv Nicht austrocknen lassen
    Sep Mäßig Nein Ja Hell bis halbschattig Nein Wachstum verlangsamt sich Düngung beenden
    Okt Mäßig Nein Nein Hell indirekt Nein Ruhiger halten Weniger gießen
    Nov Wenig Nein Nein Hell indirekt Nein Kühl halten Hell überwintern
    Dez Wenig Nein Nein Hell indirekt Nein Kühl halten Staunässe vermeiden

    Meine Erfahrungen mit Herreria

    Herreria ist eher eine Sammlerpflanze als eine klassische Zimmer- oder Gartenpflanze. In Kultur zeigt sich oft, dass die Gattung mit heller, luftiger Haltung und gleichmäßiger, aber nicht übermäßiger Wasserversorgung am besten zurechtkommt. Zu schwere Erde und dauerhaft nasse Töpfe führen meist schneller zu Problemen als kurze Trockenphasen.

    Beliebte Arten von Herreria

    Herreria montevidensis

    Kletternde Art aus Südamerika mit schmalem Laub und lockerem Wuchs.

    Herreria salsaparilha

    Wird regional bekannt und zeigt einen drahtigen, rankenden Habitus.

    Herreria stellata

    Bildet feine Triebe und eher dezente, kleine Blütenstände.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbliche Blätter Zu nasses Substrat oder schwache Wurzeln Substrat lockern und Wassergaben reduzieren. Vertrocknende Blattspitzen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Herreria

    Häufige Fragen

    Ist Herreria eine Zimmerpflanze?

    Sie kann hell und luftig im Wintergarten oder sehr hellen Innenraum kultiviert werden, ist aber eher eine Sammlergattung.

    Braucht Herreria eine Rankhilfe?

    Ja, der kletternde Wuchs entwickelt sich mit Stütze deutlich besser und natürlicher.

    Wie oft sollte man Herreria gießen?

    Während des Wachstums mäßig bis regelmäßig, im Winter deutlich sparsamer.

    Ist Herreria winterhart?

    Nein, für mitteleuropäische Winter im Freien ist die Gattung in der Regel nicht geeignet.

    Warum wächst Herreria so schwach?

    Meist sind zu wenig Licht, zu kalte Bedingungen in der Wachstumsphase oder ein zu nasses Substrat die Ursache.