Hoodia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Hoodia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Hoodia

Hoodia sind markante, dornenartig bewehrte Stammsukkulenten aus ariden Regionen. Die Pflanzen bilden aufrechte Triebe, mögen viel Licht und sind besonders für Liebhaber afrikanischer Stapeliinae interessant.
  • Botanischer Name: Hoodia
  • Trivialname: Aasblume
  • Gattung: Hoodia
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Hoodia stammt aus trockenen Gebieten Namibias, Botswanas und Südafrikas.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Die Gattung umfasst mehrere sukkulente, stammbildende Arten aus dem südlichen Afrika.
  • Preis: Je nach Art meist mittel bis höherpreisig, größere Exemplare deutlich teurer.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Hoodia aus?

Hoodia – Botanische Detailillustration
Hoodia – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind meist sternförmig, fleischig und oft in Creme-, Gelb-, Braun- oder Purpurtönen gefärbt. Einige Arten verbreiten einen mehr oder weniger starken Aasgeruch zur Bestäubung.

  • Blütenfarben: Gelb, Rot, Braun, Creme, Mehrfarbig
  • Blütezeit: Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Strauch
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 60 cm – Viele Hoodia-Arten erreichen in Kultur etwa 30 bis 60 cm Höhe, ältere Pflanzen teils mehr.
  • Durchmesser: 40 cm – Horste oder Gruppen können etwa 20 bis 40 cm Breite erreichen.

Die Hoodia-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein

Sehr hell und warm halten, nur vorsichtig gießen und Staunässe konsequent vermeiden.

Die Hoodia-Pflege im Detail

Hoodia bevorzugt extreme Helligkeit, Wärme und ein schnell abtrocknendes, stark mineralisches Substrat. Gegossen wird im Sommer moderat und nur bei aktivem Wachstum. Im Winter bleiben die Pflanzen warm, hell und fast trocken, damit die empfindlichen Wurzeln gesund bleiben.

Vermehrung von Hoodia

Hoodia wird häufig aus Samen vermehrt, da Stecklinge nicht bei allen Arten zuverlässig bewurzeln. Bei Stecklingsvermehrung müssen die Schnittstellen gründlich antrocknen, bevor in sehr luftiges Substrat gesetzt wird. Wärme und gute Luftbewegung sind dabei besonders wichtig.

Hoodia – Botanische Illustration der Vermehrung
Hoodia – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Warm und fast trocken Nicht kalt und nass
Feb Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Warm und fast trocken Staunässe vermeiden
Mär Wenig Nein Ja Sehr hell Nein Langsam beginnen Vorsichtig steigern
Apr Wenig Schwach Ja Sehr hell Möglich Wachstum startet Luftig kultivieren
Mai Mäßig Ja Ja Viel Sonne Möglich Wachstum Nur sparsam düngen
Jun Mäßig Ja Nein Viel Sonne Hauptzeit Wachstum Sehr hell halten
Jul Mäßig Ja Nein Viel Sonne Hauptzeit Wachstum Bei Hitze gut lüften
Aug Mäßig Schwach Nein Viel Sonne Hauptzeit Wachstum Blütenansätze nicht vernässen
Sep Wenig Nein Nein Sehr hell Möglich Reduzieren Wassergaben senken
Okt Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Gesundheitskontrolle
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Fast trocken Fast trocken halten
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Fast trocken Hell überwintern

Meine Erfahrungen mit Hoodia

Hoodia reagiert deutlich sensibler auf falsches Gießen als viele klassische Kakteen. Besonders problematisch ist ein kaltes, feuchtes Wurzelmilieu. Wer warm, sehr hell und in stark drainierendem Substrat kultiviert, hat deutlich weniger Ausfälle und bekommt stabilere, kompaktere Triebe.

Beliebte Arten von Hoodia

Hoodia gordonii

Die bekannteste Art mit aufrechten, bedornten Trieben und auffälligen Blüten.

Hoodia currorii

Zeigt kräftige Triebe und große, oft attraktiv gefärbte Blüten.

Hoodia pilifera

Bleibt meist etwas kompakter und ist unter Sammlern geschätzt.

Hoodia – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Schwarze Triebbasis Zu viel Feuchtigkeit und Fäulnis Sofort trockener halten und befallene Teile entfernen Schrumpelnde Triebe trotz Gießen

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Hoodia

Häufige Fragen

Ist Hoodia eine leicht zu pflegende Sukkulente?

Eher für etwas erfahrene Pfleger, weil die Gattung auf Staunässe empfindlich reagiert.

Braucht Hoodia volle Sonne?

Ja, sehr viel Licht ist wichtig für kompaktes Wachstum.

Warum schrumpeln die Triebe trotz Wassergaben?

Oft liegt ein Wurzelschaden vor, meist durch zu nasse oder zu kalte Kultur.

Wie wird Hoodia vermehrt?

Vor allem durch Aussaat, teils auch durch Stecklinge.

Kann Hoodia im Winter kühl stehen?

Besser nicht, da feucht-kühle Bedingungen schnell zu Fäulnis führen.