Hylotelephium – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Hylotelephium – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Hylotelephium

Hylotelephium umfasst winterharte, überwiegend staudige Fetthennen mit fleischigen Blättern und dichten Blütendolden. Die Gattung ist für Topf, Beet und Steingarten hervorragend geeignet und gilt als sehr pflegeleicht.
  • Botanischer Name: Hylotelephium
  • Trivialname: Hohe Fetthenne
  • Gattung: Hylotelephium
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: Hylotelephium ist in weiten Teilen Eurasiens und Nordamerikas verbreitet. Die Pflanzen besiedeln sonnige, gut drainierte Standorte wie Trockenhänge, Felsenfluren und offene Staudenflächen.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Steingarten, Felsengarten, Freiland, Bodenbedecker
  • Arten: 20+
  • Preis: 4-15 €
  • Seltenheitsgrad: Häufig
  • Giftig: Nein

Wie sehen Hylotelephium aus?

Hylotelephium – Botanische Detailillustration
Hylotelephium – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen in dichten, flachen bis gewölbten Blütenständen. Typisch sind rosa, pinke, weiße oder rötliche Töne, die zahlreiche Insekten anziehen.

  • Blütenfarben: Weiß, Rot, Pink, Magenta
  • Blütezeit: Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Strauch, Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 60 cm – Je nach Art und Sorte erreichen Hylotelephium-Pflanzen meist etwa 20 bis 60 cm Höhe, manche auch mehr.
  • Durchmesser: 50 cm – Kräftige Horste werden oft etwa 25 bis 50 cm breit und können mit den Jahren deutlich zulegen.

Die Hylotelephium-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Stark frosthart (unter -10 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig, Humos
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): 1x pro Quartal
  • Dünger (Art): Langzeit-/Depotdünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge, Teilung
  • Schädlinge: Trauermücken, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Nährstoffmangel, Pilzkrankheiten allgemein

Sonnig bis halbschattig pflanzen, eher mager und gut drainiert halten und nur bei längerer Trockenheit zusätzlich gießen.

Die Hylotelephium-Pflege im Detail

Hylotelephium liebt sonnige, offene Plätze und durchlässige Erde. Gegossen wird im Freiland meist nur bei längeren Trockenphasen, im Topf etwas regelmäßiger, aber ohne Staunässe. Eine einmalige organische oder Langzeitdüngung im Frühjahr reicht normalerweise aus. Zu viel Stickstoff führt zu mastigem Wuchs und geringer Standfestigkeit. Verblühte Triebe können im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Die Gattung ist winterhart und im Garten sehr zuverlässig.

Vermehrung von Hylotelephium

Hylotelephium lässt sich sehr einfach durch Teilung und Kopf- oder Triebstecklinge vermehren. Im Frühjahr oder Frühsommer geschnittene Stücke bewurzeln oft ohne großes Theater in lockerem Substrat. Auch ältere Horste können problemlos geteilt werden. Die Aussaat ist möglich, spielt in der Praxis aber eine kleinere Rolle als die vegetative Vermehrung. Wichtig ist vor allem ein sonniger Platz und kein zu fettes Substrat, damit junge Pflanzen kompakt bleiben und nicht weich hochschießen.

Hylotelephium – Botanische Illustration der Vermehrung
Hylotelephium – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan 0 0 0 1 0 2 Ruhe
Feb 0 0 0 1 0 2 Ruhe
Mär 1 1 1 2 0 1 Austrieb
Apr 1 0 1 2 0 0 Teilung möglich
Mai 2 0 1 2 0 0 Mäßig gießen
Jun 2 0 0 2 0 0 Trockenheitsverträglich
Jul 2 0 0 2 1 0 Blütenansatz
Aug 2 0 0 2 2 0 Hauptblüte
Sep 1 0 0 2 2 0 Weiterblüte
Okt 1 0 0 1 2 1 Rückschnitt möglich
Nov 0 0 0 1 0 2 Einziehen
Dez 0 0 0 1 0 2 Winterruhe

Meine Erfahrungen mit Hylotelephium

Hylotelephium ist im Garten fast schon lächerlich unkompliziert. Die Pflanzen mögen volle Sonne, vertragen Trockenheit gut und kippen meist nur dann um, wenn sie zu nährstoffreich und zu schattig stehen. In magerem, durchlässigem Boden bleiben sie stabiler und blühen oft schöner aus. Auch im Topf funktioniert die Gattung gut, solange überschüssiges Wasser ablaufen kann. Teilung älterer Horste hält die Pflanzen vital.

Beliebte Arten von Hylotelephium

Hylotelephium spectabile

Klassische hohe Fetthenne mit großen rosa Blütenschirmen.

Hylotelephium maximum

Robuste, heimische Art mit hellem Blütenstand und kräftigem Wuchs.

Hylotelephium cauticola

Kompaktere Art mit dekorativem Laub und spätem Flor.

Hylotelephium – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Umkippende Triebe Zu wenig Sonne oder zu nährstoffreicher Boden Sonniger und magerer kultivieren. Faulige Basis

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Hylotelephium

Häufige Fragen

Ist Hylotelephium winterhart

Ja, die meisten Arten und Sorten sind im Freiland gut winterhart.

Braucht Hylotelephium viel Wasser

Nein, die Gattung ist recht trockenheitsverträglich.

Warum kippen die Triebe um

Meist wegen Schatten oder zu nährstoffreicher Erde.

Kann man Hylotelephium im Topf halten

Ja, mit guter Drainage klappt das sehr gut.

Wann teilt man hohe Fetthennen

Am besten im Frühjahr vor starkem Austrieb.