Jacaratia kaufen?

Leider haben wir aktuell keine Pflanzen vorrätig.
Viele weitere Pflanzen, Samen und Zubehör kannst du im Online-Shop auf Amazon kaufen.

Herkunft und Lebensraum: Jacaratia corumbensis ist aus dem Südwesten Brasiliens (Mato Grosso do Sul), Südostbolivien, Paraguay und Nordargentinien bekannt.
Lebensraum und Ökologie: Die Populationen kommen auf lockeren oder sandigen Böden an xerischen Standorten vor, sowohl in offener Umgebung als auch im Untergrund von jahreszeitlich bedingten Laubwäldern und in der Nähe von Felsvorsprüngen. Diese Wälder sind charakteristisch für die Jahreszeiten nass und trocken mit den Witterungsbedingungen der Region, mit besonders ausgeprägten und ausgedehnten Trockenperioden. Die feuchte und regnerische Jahreszeit ist warm, gefolgt von einer heißen Dürreperiode. Die riesige sukkulente unterirdische Speicherwurzel ist eine wirksame Anpassung an die Wasserknappheit. Die Samenausbreitung erfolgt endozoochorisch (durch Aufnahme durch Wirbeltiere wie Mäuse, Fledermäuse und andere Kleinsäuger). Die Endozoochorie ist im Allgemeinen eine koevolvierte mutualistische Beziehung, bei der eine Pflanze die Samen mit einer essbaren, nahrhaften Frucht umgibt, als gute Nahrung für Tiere, die sie verzehren.

Beschreibung: Jacaratia corumbensis ist eine mehrjährige, 0,6-3 m hohe Unterfrucht oder manchmal ein kleiner, schwachstämmiger Baum bis 4,5 m Höhe, mit einem geschwollenen, knollenförmigen Kaukasus, der Wasser speichert und der so groß werden kann, dass er im Verhältnis zu den dünnen Stielen der Pflanze unverhältnismäßig groß wird. In den Tropen kann es jederzeit zu Neuaustrieb kommen, der aber eher in der warmen Regenzeit auftritt. Manchmal werden sie kultiviert; die Pachycaul-Schlauchpflanzen bilden saubere natürliche Bonsais.
Ableitung des spezifischen Namens: Der Beiname “Corumbensis” stammt von dem Vorkommen in Corumba im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul.
Stängel: Der oberirdische Teil von Jacaratia corumbensis ist klein im Verhältnis zu der riesigen knollenförmigen Wurzel, die wie eine Rübe geformt ist und eine Länge von 60-80 cm und einen Durchmesser von 15-30 cm hat, mit milchigem Saft. Die Zweige sind kernig und unbewaffnet 2-2,5 cm im Durchmesser, mit manchmal gräulicher bis rosafarbener Schälrinde und bemerkenswerten Lentizellen. Die geschwollenen Verbindungen der Zweige mit dem Stamm scheinen ein Merkmal dieser Pflanze zu sein. Die Knolle ist ein unterirdisches Speicherorgan, das aus Stämmen oder Wurzeln gewonnen wird. Bei Jacaratia corumbensis kann sie bis zu 250 kg wiegen. Es ist noch unbekannt, ob diese Struktur vom Stamm oder von der Wurzel herrührt. In vielen Quellen wird die Knolle von Jacaratia corumbensis als Xylopodium beschrieben. Das Xylopodium ist jedoch eine extrem verholzte und komplexe Struktur, die kein spezielles Speicherparenchym aufweist.
Die Blätter: Wechselständig, ungestielt, handförmig (digital zusammengesetzt) mit 3-5 Fiederblättchen, oder selten einfach, häutig, frisch grün. Fiederblättchen breit eiförmig bis lanzettlich mit spitzer Spitze, bis 2,5-9 cm lang und 2-4 cm breit, ganz oder gelappt. Nebenblätter fehlen.
Blütenstände: Jacaratia corumbensis ist eine zweihäusige Pflanze mit eingeschlechtlichen, aktinomorphen Blüten in achselständigen oder endständigen Büscheln. Männliche Blütenstände, gestielt, mehrblütig. Weibliche Blütenstände 1-blumig, gestielt.
Blüten. 5. Kelchblätter, an der Basis vereinigt, gegenüber den Blütenblättern. Die Blütenblätter sind zu einer röhrenförmigen, 5-lappigen Blumenkrone vereinigt. Die Staubbeutel und Narben sind weiß und der Fruchtknoten ist längsseitig rot gestreift. Männliche Blüten grünlich-weiß, Kronröhre 8-10 mm lang, 2 mm Durchmesser, außen kahl, innen behaart, Kronlappen 4-6 mm lang, 2-2,2 mm breit mit 10 Staubblättern in 2 Wirteln. Weibliche Blüten grün mit Blütenblättern, 12-16 mm lang, 3 -3,5 mm breit. Fruchtknoten oberer 5-kreisförmig. Sehr kurzer Fruchtknoten.
Früchte: Fruchtfleischige Beeren. 2,5-6(-10) cm lang, ellipsoid-länglich, am Grund 5-lappig, grün gestreift, bis sie gelb oder rosa-orange mit roten Linien reifen, 5-koordinativ mit unregelmäßigen, den Samen entsprechenden Beulen.
Die Samen: zahlreich, ca. 20 mm lang und 7 mm dick, mehr oder weniger glatt, weißlich-gelb.
Phänologie: Diese Art blüht und fruchtet mehrmals im Jahr.

Kultivierung und Vermehrung: Jacaratia corumbensis lassen sich recht leicht aus Samen züchten, obwohl sie nur selten in Baumschulen erhältlich sind. Sie wachsen in gutem Licht, überwässern nicht und bieten eine minimale Wintertemperatur von 5-13° C, da sie keinen Frost vertragen. Trotz ihrer Anpassung an trockenes Klima gedeiht diese Art auch in regnerischem Klima, vorausgesetzt, sie hat einen gut drainierten Boden, vorausgesetzt, sie sind frostfrei und erleben keine kalten Winter. Die Setzlinge können viele Jahre lang effektiv in Containern wachsen, bevor sie zu groß werden und in den Boden gepflanzt werden müssen. Auf diese Weise kann man sie aus der Kälte in eine warme Position im Gewächshaus oder im Haus hinter einem sonnigen Fenster bringen, um Frostschäden zu vermeiden. Man kann sie auch als Bonsai ausbilden. Die riesige unterirdische Sukkulenten-Speicherwurzel bildet in der Höhe einen sehr schönen Caudex.
Gießen: Jacaratia corumbensis ist sehr trockenheitstolerant und braucht im Winter überhaupt kein Wasser.
Verwendung: Die Frucht ist essbar gekocht, die Knollenwurzel roh. Die Eingeborenen nutzten die Knollenwurzeln (unterirdische Speicherorgane, die bis zu 250 kg wiegen können) nach dem Zerkleinern oder einfachem Zerschneiden als Trinkwasserquelle. Die Knolle von Jacaratia corumbensis wird von den Einheimischen auch zur Fütterung des Viehs während der Trockenzeit und zur Zubereitung einer Art Süßspeise verwendet.
Vermehrung: Sie kann sowohl durch Stecklinge als auch durch Samen vermehrt werden. Die Pflanzen von Jacaratia corumbensis wachsen relativ schnell, wenn sie jung sind. Man kann auch mit Stecklingen beginnen.