Kalmia lohnt sich vor allem für saure, humose Gartenbereiche mit ähnlichen Bedingungen wie bei Rhododendron. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Kalk, Verdichtung und Staunässe. In Topfkultur ist die Überwachung der Feuchte wichtiger als häufiges Düngen.
Kalmia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)
Allgemeine Infos über Kalmia
- Botanischer Name: Kalmia
- Trivialname: Lorbeerrose
- Gattung: Kalmia
- Familie: Ericaceae
- Ordnung: Ericales
- Herkunft: Die Gattung kommt vor allem in Nordamerika vor, einzelne Arten reichen in subarktische, subalpine oder ostasiatische Regionen.
- Verwendungszwecke: Freiland, Wintergarten, Solitärpflanze, Hecke / Sichtschutz, Hochbeet
- Arten: Etwa 7 bis 10 Arten, abhängig von taxonomischer Abgrenzung.
- Preis: Verbreitet bei Kalmia latifolia und Sorten; seltenere Arten sind Spezialware.
- Seltenheitsgrad: Verbreitet
- Giftig: Ja
Wie sehen Kalmia aus?
- Blüte: Die Blüten sind meist stern- bis schalenförmig und stehen in Dolden oder lockeren Büscheln. Charakteristisch sind weiße, rosa oder rote Töne mit feiner Zeichnung und zurückschnellenden Staubblättern.
- Blütenfarben: Weiß, Pink, Rot, Pastell, Zweifarbig
- Blütezeit: Mai, Juni, Juli
- Wuchsform: Strauch
- Höhe: 500 cm – Kleine Arten bleiben unter 50 cm, Kalmia latifolia kann als Strauch etwa 200 bis 500 cm hoch werden.
- Durchmesser: 400 cm – Je nach Art und Sorte liegt die Breite meist zwischen 50 und 300 cm, alte Sträucher können noch breiter werden.
Die Kalmia-Pflege in Kurzform
Kalmia braucht einen sauren, humosen und gut drainierten Standort. Halbschatten ist meist sicherer als volle Sonne, besonders bei Topfkultur. Gegossen wird mit Regenwasser oder kalkarmem Wasser. Gedüngt wird sparsam im Frühjahr mit einem geeigneten Dünger für Moorbeetpflanzen. Alle Pflanzenteile gelten als giftig, daher sollte Kalmia nicht dort stehen, wo Kinder, Haustiere oder Weidetiere daran fressen könnten.
Die Kalmia-Pflege im Detail
Pflanze Kalmia flach in lockeres Moorbeetsubstrat und vermeide jede Kalkgabe. Der Wurzelballen darf nicht austrocknen, aber auch nicht dauerhaft nass stehen. Eine Mulchschicht hält die Feuchte gleichmäßiger und schützt die flachen Wurzeln. Rückschnitt ist selten nötig und sollte direkt nach der Blüte erfolgen, damit die Knospenbildung für das Folgejahr nicht entfernt wird. Im Kübel ist Winterschutz für den Ballen sinnvoll, obwohl viele Arten oberirdisch gut frosthart sind.
Vermehrung von Kalmia
Sorten werden überwiegend über Stecklinge, Absenker oder professionelle Vermehrungsverfahren erhalten, weil Sämlinge nicht sortenecht sind. Stecklinge brauchen sauberes, saures Substrat, hohe Luftfeuchte und Geduld. Die Aussaat ist möglich, aber langsam und eher für Arten als für Sorten geeignet. Wichtig ist, junge Pflanzen nie zu stark zu düngen und früh an gleichmäßige, kalkarme Feuchtigkeit zu gewöhnen.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Sparsam | Nein | Nein | Hell | Nein | Frosthart | Kalkarm halten |
| Feb | Sparsam | Nein | Nein | Hell | Nein | Frosthart | Kalkarm halten |
| Mär | Mäßig | Nein | Ja | Halbschatten | Selten | Übergang | Neuaustrieb prüfen |
| Apr | Mäßig | Schwach | Ja | Halbschatten | Möglich | Übergang | Gleichmäßig feucht |
| Mai | Regelmäßig | Schwach | Nach Bedarf | Halbschatten | Mai–Jun | Nein | Keine Staunässe |
| Jun | Regelmäßig | Schwach | Nein | Halbschatten | Mai–Jun | Nein | Mulch hilft |
| Jul | Regelmäßig | Schwach | Nein | Halbschatten | Selten | Nein | Bei Hitze schattieren |
| Aug | Regelmäßig | Nein | Nein | Halbschatten | Nein | Nein | Gleichmäßig feucht |
| Sep | Mäßig | Nein | Ja | Halbschatten | Nein | Übergang | Triebe ausreifen lassen |
| Okt | Mäßig | Nein | Ja | Hell | Nein | Übergang | Wenig Stickstoff |
| Nov | Sparsam | Nein | Nein | Hell | Nein | Frosthart | Frostschutz bei Topfkultur |
| Dez | Sparsam | Nein | Nein | Hell | Nein | Frosthart | Nicht austrocknen lassen |
Meine Erfahrungen mit Kalmia
Beliebte Arten von Kalmia
Kalmia latifolia
Ist die bekannteste Lorbeerrose mit vielen Sorten und auffälligen rosa bis weißen Blüten.
Kalmia angustifolia
Bleibt niedriger und trägt meist kräftig rosa Blüten an schlanken Trieben.
Kalmia polifolia
Ist eine Moor- und Kälte liebende Art mit kleinen Blättern und rosa Blüten.
Kalmia procumbens
Wächst sehr niedrig und ist an subalpine bis arktische Bedingungen angepasst.
Kalmia cuneata
Ist eine seltenere Art mit weißen Blüten und begrenzter Verfügbarkeit.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Gelbe Blätter | Zu kalkhaltiges Wasser oder zu hoher pH-Wert | Mit Regenwasser gießen und in saurem, humosem Substrat kultivieren. Welke Triebe trotz feuchter Erde |
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Häufige Fragen
Ist Kalmia pflegeleicht?
Nur bedingt. Die Gattung braucht saures Substrat, kalkarmes Wasser und gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe.
Kann Kalmia im Topf wachsen?
Ja, wenn ein lockeres Moorbeet- oder Rhododendron-Substrat verwendet wird und der Topf nie völlig austrocknet.
Welche Erde passt für Kalmia?
Ideal ist ein saurer, humoser und zugleich luftiger Mix mit guter Drainage.
Wann blüht Kalmia?
Die Blüte liegt je nach Art meist im Frühjahr bis Frühsommer, kann bei tropischen Arten aber stärker schwanken.
Ist Kalmia winterhart?
Das ist artspezifisch. Temperierte Arten sind oft winterhart, tropische und subtropische Arten brauchen frostfreie Kultur.
