Kingia gehört zu den Pflanzen, die in Kultur weniger an mangelnder Wärme als an zu viel Nässe scheitern. Wer sie erfolgreich hält, setzt meist auf sehr mineralisch geprägtes Substrat, volle Helligkeit und ausgesprochen zurückhaltende Wassergaben. Die Gattung wächst langsam und verzeiht hektische Standortwechsel oder übertriebene Pflege kaum.
Kingia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)
Allgemeine Infos über Kingia
- Botanischer Name: Kingia
- Gattung: Kingia
- Familie: Dasypogonaceae
- Ordnung: Asparagales
- Herkunft: Kingia stammt aus dem südwestlichen Australien und wächst dort in sonnigen, oft sandigen und sehr gut drainierten Habitaten.
- Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
- Arten: 1
- Preis: Sehr selten und meist nur als Spezialität im Sammlerhandel verfügbar.
- Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
- Giftig: Nein
Wie sehen Kingia aus?
- Blüte: Die Blüten erscheinen in langen, aufrechten, dicht besetzten Blütenständen weit über dem Laubschopf. Dadurch wirkt die Gattung während der Blüte besonders auffällig.
- Blütenfarben: Creme, Weiß
- Blütezeit: Mai, Juni, Juli
- Wuchsform: Baumförmig
- Höhe: 300 cm – Kingia kann langfristig mehrere Meter Höhe erreichen, bleibt in Kultur aber meist deutlich kleiner und entwickelt sich sehr langsam.
- Durchmesser: 120 cm – Der Blattkopf und die Basis wirken kompakt, ältere Exemplare können aber mit Stamm und Laubkrone deutlich raumgreifend werden.
Die Kingia-Pflege in Kurzform
Kingia ist eine ausgesprochene Sammlerpflanze für sehr helle, trockene und warm-kühle Kulturbedingungen. Sie braucht ein extrem gut drainiertes Substrat, wenig Wasser im Winter und insgesamt viel Geduld. Zu viel Fürsorge schadet meist mehr als zu wenig.
Die Kingia-Pflege im Detail
Die Kultur von Kingia gelingt am ehesten in Töpfen oder unter geschützten Bedingungen wie Kalthaus, Wintergarten oder sehr trockenem Gewächshaus. Das Substrat sollte grob, locker und schnell abtrocknend sein. Während der wärmeren Monate wird mäßig gegossen, jedoch immer erst dann, wenn das Substrat bereits deutlich abgetrocknet ist. Gedüngt wird sparsam und eher niedrig dosiert. Im Winter braucht Kingia sehr viel Licht, eine eher kühle bis milde Temperatur und nur minimale Wassergaben. Wichtig ist außerdem, den Stamm und das Herz der Pflanze trocken und gut belüftet zu halten, damit sich keine Fäulnis entwickelt.
Vermehrung von Kingia
Kingia wird praktisch ausschließlich aus Samen vermehrt. Die Aussaat erfolgt in ein sehr luftiges, mineralisch geprägtes Substrat mit feiner, aber stabiler Struktur. Wärme und viel Licht fördern die Entwicklung, Staunässe muss strikt vermieden werden. Sämlinge wachsen anfangs langsam und sollten nur zurückhaltend gedüngt werden. Umtopfen erfolgt selten und nur dann, wenn das Wurzelwerk den Topf wirklich ausfüllt.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Sehr wenig | Nein | Nein | Viel Licht | Nein | Sehr trocken und hell | Extrem gute Drainage nötig |
| Feb | Sehr wenig | Nein | Nein | Viel Licht | Nein | Sehr trocken und hell | Nicht kalt nass halten |
| Mär | Wenig | Nein | Ja | Sonnig | Nein | Wasser leicht erhöhen | Wachstum beginnt langsam |
| Apr | Mäßig | Leicht | Ja | Sonnig | Beginn | Geschützt halten | Nicht übertopfen |
| Mai | Mäßig | Leicht | Nein | Sonnig | Ja | Nur mäßig feucht | Langsamer Nährstoffbedarf |
| Jun | Mäßig | Leicht | Nein | Sonnig | Ja | Keine Staunässe | Sonniger Stand wichtig |
| Jul | Mäßig | Leicht | Nein | Sonnig | Ausklang | Warm und luftig | Hitzefest bei Drainage |
| Aug | Mäßig | Nein | Nein | Sonnig | Nein | Substrat kontrollieren | Auf Schädlinge achten |
| Sep | Wenig | Nein | Nein | Sonnig | Nein | Wassergaben reduzieren | Ruhephase vorbereiten |
| Okt | Wenig | Nein | Nein | Sonnig | Nein | Trockenere Phase | Kaum düngen |
| Nov | Sehr wenig | Nein | Nein | Viel Licht | Nein | Kühl und hell | Stamm trocken halten |
| Dez | Sehr wenig | Nein | Nein | Viel Licht | Nein | Nur sehr sparsam gießen | Topfkultur sicherer |
Meine Erfahrungen mit Kingia
Beliebte Arten von Kingia
Kingia australis
Die einzige anerkannte Art mit stammbildendem Wuchs und grasbaumähnlicher Erscheinung.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Weiche Stammbasis | Zu nasses Substrat oder kalte Nässe | Sofort trockener halten, Drainage verbessern und staunasse Bedingungen beenden. Braune Blattspitzen |
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Häufige Fragen
Ist Kingia für Anfänger geeignet?
Nein, Kingia ist eher eine Spezialpflanze für erfahrene Sammler.
Wie schnell wächst Kingia?
Die Gattung wächst sehr langsam und braucht viele Jahre für eine markante Stammbildung.
Kann Kingia draußen überwintern?
In Mitteleuropa ist das meist nicht sicher, vor allem winterliche Nässe ist problematisch.
Welches Substrat ist ideal?
Sehr durchlässige, sandig-mineralische Mischungen funktionieren am besten.
Gibt es mehrere Arten von Kingia?
Nein, üblicherweise wird nur Kingia australis als Art geführt.
