Lasiorhachis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Lasiorhachis

  • Botanischer Name: Lasiorhachis
  • Gattung: Lasiorhachis
  • Familie: Poaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Die Gattung ist in Madagaskar heimisch, besonders in saisonal trockenen tropischen Lebensräumen.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: 3 Arten
  • Preis: Im Handel praktisch nicht verfügbar; Kulturmaterial ist eher in botanischen Sammlungen zu erwarten.
  • Seltenheitsgrad: Nicht erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Lasiorhachis aus?

  • Blüte: Die Blütenstände sind grasartige Rispen oder Trauben mit grünlich bis bräunlich ausreifenden Ährchen.
  • Blütenfarben: Grün, Braun, Creme
  • Blütezeit: Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Rasenbildend
  • Höhe: 150 cm – Die Arten können etwa 80 bis 150 cm hohe Halme bilden.
  • Durchmesser: 80 cm – Horste bleiben meist zwischen 40 und 80 cm breit.

Die Lasiorhachis-Pflege in Kurzform

    Lasiorhachis sollte passend zum natürlichen Standort kultiviert werden: volle Sonne bis lichten Halbschatten, mäßig bis saisonal sparsame Wassergaben und in durchlässig, mineralisch-humos und warm. Entscheidend sind Luftbewegung, gute Drainage und ein zurückhaltender Umgang mit Dünger.

    Die Lasiorhachis-Pflege im Detail

    Lasiorhachis reagiert in Kultur vor allem auf das Zusammenspiel aus Licht, Substrat und Feuchtigkeit. volle Sonne bis lichten Halbschatten fördert stabile Halme und kompakte Horste, während zu viel Schatten weiche, lagernde Triebe begünstigt. Das Substrat sollte durchlässig, mineralisch-humos und warm sein und Wasser so führen, dass keine dauerhafte Staunässe entsteht. Im Winter gilt: frostfrei, hell und eher trocken. Gedüngt wird nur schwach, weil viele Gräser bei zu viel Stickstoff instabil werden.

    Vermehrung von Lasiorhachis

    Die Vermehrung erfolgt meist über Aussaat und Teilung. Saatgut wird nur dünn bedeckt, gleichmäßig feucht gehalten und nach der Keimung deutlich luftiger kultiviert. Horste oder Rhizomstücke werden am besten zu Beginn der Wachstumsphase geteilt, damit neue Wurzeln schnell einwachsen. Bei seltenen Wildarten ist frisches, korrekt bestimmtes Material wichtiger als starke Düngung oder hohe Temperaturen.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Sparsam Nein Nein Hell Selten Warm und trocken Keine Staunässe
    Feb Sparsam Nein Nein Hell Selten Warm und trocken Keine Staunässe
    Mär Mäßig Nein Möglich Vollsonnig Möglich Austrieb Langsam angießen
    Apr Mäßig Schwach Ideal Vollsonnig Möglich Wachstum Mineralisch halten
    Mai Mäßig Schwach Möglich Vollsonnig Möglich Wachstum Luftig stellen
    Jun Regelmäßig Monatlich Nein Vollsonnig Häufig Wachstum Hitze toleriert
    Jul Regelmäßig Monatlich Nein Vollsonnig Häufig Wachstum Bei Topfkultur prüfen
    Aug Regelmäßig Schwach Nein Vollsonnig Häufig Wachstum Samenstände trocken halten
    Sep Mäßig Nein Möglich Hell Möglich Ausreife Gießen senken
    Okt Sparsam Nein Möglich Hell Selten Reduziert Trocken halten
    Nov Sparsam Nein Nein Hell Selten Warm und trocken Nicht kalt stellen
    Dez Sparsam Nein Nein Hell Selten Warm und trocken Wurzel trocken halten

    Meine Erfahrungen mit Lasiorhachis

    In der Praxis ist Lasiorhachis vor allem dann überzeugend, wenn die Kultur nicht zu nährstoffreich geführt wird. Zu fette Erde erzeugt bei vielen Arten weiche Halme, während ein luftiger, standortnaher Aufbau stabilere Pflanzen ergibt. Bei seltenen Arten sollte man eher vorsichtig testen und kleine Bestände sichern, statt radikal umzupflanzen.

    Beliebte Arten von Lasiorhachis

    Lasiorhachis hildebrandtii

    Wächst in nördlichen und zentralen Regionen Madagascars.

    Lasiorhachis perrieri

    Ist eine seltene madagassische Art.

    Lasiorhachis viguieri

    Gehört zu den wenigen anerkannten Arten der Gattung.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Wurzelfäule Staunässe in schwerem Substrat Sehr durchlässig setzen und Wassergaben reduzieren Vergilbte Halme

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Lasiorhachis

    Häufige Fragen

    Ist Lasiorhachis pflegeleicht?

    Lasiorhachis ist meist anspruchsvoll, wenn Standort und Wasserhaushalt zum natürlichen Lebensraum passen.

    Wo wächst Lasiorhachis am besten?

    Die Gattung passt am besten zu warme, helle und sehr gut drainierte Kultur.

    Kann Lasiorhachis im Topf kultiviert werden?

    Eine Topfkultur ist möglich, braucht aber ein durchlässiges Substrat und angepasste Wassergaben.

    Wie wird Lasiorhachis vermehrt?

    Üblich sind Aussaat oder Teilung; bei Bambusarten wird eher über Rhizomteilung gearbeitet.

    Ist Lasiorhachis eine Zimmerpflanze?

    Nur tropische oder seltene Arten sind im geschützten Innen- oder Gewächshausbereich sinnvoll; die meisten Arten sind keine klassischen Zimmerpflanzen.