Lenophyllum – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Lenophyllum – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Lenophyllum

Lenophyllum ist eine kleine Gattung blattsukkulenter Pflanzen mit kompaktem Wuchs, fleischigen Blättern und guter Eignung für sehr helle, trockene Kultur. Die Pflanzen bleiben meist überschaubar und passen gut in mineralische Sammlungen oder sonnige Schalen.
  • Botanischer Name: Lenophyllum
  • Trivialname: Steinblatt
  • Gattung: Lenophyllum
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: Lenophyllum stammt aus trockenen bis semiariden Regionen in Texas und Nordostmexiko, wo die Pflanzen auf steinigen, gut drainierten Standorten wachsen.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Steingarten, Felsengarten, Gewächshaus
  • Arten: Die Gattung umfasst nur wenige klein bleibende Arten aus Nordmexiko und dem Süden der USA.
  • Preis: Junge Pflanzen sind meist günstig bis mäßig bepreist, seltene Arten deutlich teurer.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Lenophyllum aus?

Lenophyllum – Botanische Detailillustration
Lenophyllum – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen meist in lockeren, endständigen Blütenständen und sind je nach Art gelblich bis weißlich. Im Vordergrund stehen bei der Kultur aber meist die fleischigen Blätter und die kompakte Wuchsform.

  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Creme
  • Blütezeit: April, Mai, Juni
  • Wuchsform: Rosette, Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 12 cm – Die meisten Lenophyllum bleiben niedrig und erreichen etwa 5 bis 12 cm Höhe.
  • Durchmesser: 18 cm – Ein einzelner Horst oder eine kleine Gruppe erreicht oft rund 10 bis 18 cm Durchmesser.

Die Lenophyllum-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein

Sehr hell und eher trocken kultivieren. Mineralisches Substrat, im Winter deutlich weniger gießen und Staunässe konsequent vermeiden.

Die Lenophyllum-Pflege im Detail

Lenophyllum mag viel Licht, durchlässiges Substrat und eine eher trockene Kultur. Gegossen wird nur nach klarer Abtrocknung des Topfballens. Im Winter stehen die Pflanzen hell und trockener, ohne ständig warm und nass zu sein. Gedüngt wird sparsam in der Wachstumszeit.

Vermehrung von Lenophyllum

Die Vermehrung gelingt vor allem über Aussaat und bei geeigneten Arten auch über Trieb- oder Kopfstecklinge. Wichtig sind sehr luftiges Substrat, warme Temperaturen und nur vorsichtige Anfangsfeuchte.

Lenophyllum – Botanische Illustration der Vermehrung
Lenophyllum – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr sparsam Nein Nein Viel Licht Selten Trocken halten Keine Staunässe
Feb Sehr sparsam Nein Nein Viel Licht Selten Trocken halten Nicht zu warm und nass
Mär Sparsam Nein Ja Viel Licht Beginn Langsam anfeuchten Erstes Wachstum beobachten
Apr Mäßig Ja Ja Vollsonnig Hauptzeit Normal kultivieren Nur in Drainagesubstrat
Mai Mäßig Ja Ja Vollsonnig Hauptzeit Warm und hell Nicht überdüngen
Jun Mäßig Ja Nein Vollsonnig Möglich Warm und hell Gute Lüftung
Jul Sparsam Ja Nein Mit Luftbewegung Ende Vor Nässe schützen Bei Hitze kontrollieren
Aug Sparsam Nein Nein Vollsonnig Selten Weiter hell Substrat abtrocknen lassen
Sep Sparsam Nein Ja Viel Licht Selten Weniger gießen Herbstlich trockener
Okt Sehr sparsam Nein Nein Viel Licht Selten Trockener stellen Regen meiden
Nov Sehr sparsam Nein Nein Viel Licht Selten Trocken halten Sehr hell stellen
Dez Sehr sparsam Nein Nein Viel Licht Selten Trocken halten Ruhe respektieren

Meine Erfahrungen mit Lenophyllum

Lenophyllum reagiert deutlich besser auf Zurückhaltung als auf Fürsorgeüberschuss. In sehr mineralischem Substrat mit viel Licht bleiben die Pflanzen kompakt und farbiger. Zu humoses Substrat und häufiges Gießen führen schnell zu weichem Wuchs und Fäulnis.

Beliebte Arten von Lenophyllum

Lenophyllum acutifolium

Zeigt kompakte Triebe und dicke Blätter mit sukkulentem Charakter.

Lenophyllum guttatum

Bildet attraktive Blattfärbungen und bleibt gut schalengeeignet.

Lenophyllum texanum

Ist eine bekannte Art aus Texas und wirkt in sonniger Kultur besonders robust.

Lenophyllum – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Blätter Zu nasses Substrat oder zu wenig Licht Trockener halten und deutlich heller stellen. Schwarze Basis

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Lenophyllum

Häufige Fragen

Ist Lenophyllum für Anfänger geeignet?

Ja, bei sehr hellem Standort und zurückhaltendem Gießen ist die Gattung gut zu kultivieren.

Braucht Lenophyllum volle Sonne?

Viel Licht ist wichtig, an sengende Mittagssonne sollte nach dem Winter langsam gewöhnt werden.

Wie oft sollte ich Lenophyllum gießen?

Nur nach dem vollständigen Abtrocknen des Substrats und im Winter deutlich seltener.

Welches Substrat passt am besten?

Ein stark mineralisches, sehr drainierendes Sukkulentensubstrat funktioniert am zuverlässigsten.

Warum wird Lenophyllum weich?

Meist sind zu viel Wasser, zu wenig Licht oder ein zu humoses Substrat die Ursache.