Leochilus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Leochilus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Leochilus

  • Botanischer Name: Leochilus
  • Trivialname: Leochilus-Orchideen
  • Gattung: Leochilus
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Südliches Florida, Karibik, Mexiko, Zentralamerika und nördliches Südamerika.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Etwa 10
  • Preis: Jungpflanzen und kleinere Arten liegen meist im mittleren Preisbereich, seltene Arten können deutlich teurer sein.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Leochilus aus?

  • Blüte: Die Blüten sind meist klein bis mittelgroß, oft grünlich, gelblich oder cremefarben und nicht selten braun bis violett gezeichnet. Viele Arten erscheinen zierlich, können aber an gut eingewachsenen Pflanzen reichlich wirken.
  • Blütenfarben: Gelb, Grün, Braun, Creme, Gepunktet, Gestreift
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Pseudobulben
  • Höhe: 18 cm – Je nach Art bleiben viele Leochilus eher kompakt und erreichen meist etwa 10 bis 18 cm Höhe, mit Blütentrieben etwas darüber.
  • Durchmesser: 20 cm – Gut etablierte Pflanzen bilden kleine Horste und erreichen häufig etwa 12 bis 20 cm Breite.

Die Leochilus-Pflege in Kurzform

    Hell bis halbschattig, warm bis mild und mit guter Luftbewegung kultivieren. Zwischen den Wassergaben nur leicht antrocknen lassen, aber nie über längere Zeit völlig austrocknen. Lockeres, feines Orchideensubstrat verwenden und in der Wachstumszeit schwach düngen.

    Die Leochilus-Pflege im Detail

    Leochilus bevorzugt helle Standorte ohne brennende Mittagssonne. Ost- oder Westfenster, Vitrinen oder ein warmes Gewächshaus passen meist gut. Die Temperaturen dürfen ganzjährig mild bis warm sein. Gegossen wird regelmäßig, aber mit Gefühl: Die Wurzeln mögen Feuchtigkeit, vertragen aber keine dauerhafte Nässe. Bewährt haben sich feine bis mittlere Rindenmischungen mit etwas Sphagnum oder ein luftiger Aufbindeplatz. Während des aktiven Wachstums wird schwach, aber regelmäßig mit Orchideendünger gearbeitet. Im Winter kann die Wassergabe leicht reduziert werden, ohne die Pflanzen völlig trocken zu setzen.

    Vermehrung von Leochilus

    Leochilus wird in Kultur am ehesten durch Teilung größerer Horste vermehrt. Jede Teilung sollte mehrere vitale Triebe beziehungsweise Pseudobulben und vor allem funktionierende Wurzeln besitzen. Sehr kleine Teilstücke stagnieren oft lange. Eine generative Vermehrung über Samen ist wie bei Orchideen allgemein nur unter spezialisierten Bedingungen sinnvoll.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Kein oder sehr schwach Nur bei Bedarf Hell ohne harte Mittagssonne Selten Warm und leicht trockener Nicht austrocknen lassen
    Feb Mäßig Kein oder sehr schwach Gut möglich Hell ohne harte Mittagssonne Möglich Warm und leicht trockener Auf Luftbewegung achten
    Mär Regelmäßig Schwach dosiert Sehr gut Hell bis leicht sonnig Beginn Aktiver Start Wurzeln kontrollieren
    Apr Regelmäßig Schwach dosiert Sehr gut Hell bis leicht sonnig Hauptzeit Wachstumszeit Mehr Wasser bei Neutrieb
    Mai Regelmäßig Schwach dosiert Gut möglich Hell bis leicht sonnig Hauptzeit Wachstumszeit Schwach düngen
    Jun Regelmäßig Schwach dosiert Gut möglich Hell bis leicht sonnig Hauptzeit Wachstumszeit Hohe Luftfeuchte hilft
    Jul Regelmäßig Schwach dosiert Eher nicht Hell bis leicht sonnig Häufig Wachstumszeit Bei Hitze öfter prüfen
    Aug Regelmäßig Schwach dosiert Eher nicht Hell bis leicht sonnig Möglich Wachstumszeit Staunässe vermeiden
    Sep Mäßig Schwach dosiert Gut möglich Hell bis leicht sonnig Möglich Ausreifend Düngung reduzieren
    Okt Mäßig Reduziert Gut möglich Hell Selten Ruhiger Heller stellen
    Nov Mäßig Kein oder sehr schwach Nur bei Bedarf Hell Selten Ruhiger Gießmenge anpassen
    Dez Mäßig Kein oder sehr schwach Nur bei Bedarf Hell Selten Ruhiger Schädlingskontrolle

    Meine Erfahrungen mit Leochilus

    Leochilus wirkt oft unspektakulär, bis die Pflanzen einmal wirklich gut eingewachsen sind. Dann zeigen sie sich deutlich dankbarer als viele Sammler zunächst vermuten. In der Praxis funktioniert eine luftige Topfkultur oder eine kleine Unterlage mit etwas feuchtespeicherndem Material gut, solange die Wurzeln zwischen den Wassergaben nicht tagelang knochentrocken bleiben.

    Beliebte Arten von Leochilus

    Leochilus labiatus

    Weit verbreitete Art mit kleinen, oft hübsch gezeichneten Blüten.

    Leochilus scriptus

    Zierliche Art aus dem tropischen Amerika mit attraktiv gemusterten Blüten.

    Leochilus oncidioides

    Kompakte Art, die bei guter Kultur reich blühen kann.

    Leochilus johnstonii

    Kleine epiphytische Art aus Mittelamerika.

    Leochilus puertoricensis

    Karibische Art für warme und luftige Bedingungen.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Blätter schrumpfen Wurzeln arbeiten schlecht oder Ballen trocknet zu stark ab Wurzeln prüfen, gleichmäßiger gießen und Luftfeuchte leicht erhöhen Schwarze oder matschige Wurzeln

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Leochilus

    Häufige Fragen

    Ist Leochilus für die Fensterbank geeignet?

    Ja, kleine Arten lassen sich gut hell und warm auf der Fensterbank kultivieren, wenn die Luft nicht zu trocken ist.

    Braucht Leochilus eine Ruhezeit?

    Keine ausgeprägte Trockenruhe, aber im Winter meist etwas weniger Wasser und Dünger.

    Wie hell sollte Leochilus stehen?

    Hell bis halbschattig mit viel indirektem Licht, direkte Mittagssonne sollte vermieden werden.

    Kann man Leochilus aufbinden?

    Ja, besonders kleine Arten gedeihen gut auf Kork oder Wurzelholz, wenn regelmäßig gegossen wird.

    Warum schrumpfen die Triebe?

    Meist stimmt die Wurzelaktivität nicht oder das Substrat trocknet zu stark und ungleichmäßig ab.