Lepinia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Lepinia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Lepinia

  • Botanischer Name: Lepinia
  • Gattung: Lepinia
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Neuguinea bis zu pazifischen Inseln; sehr feuchte tropische Wälder und insulare Standorte.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
  • Arten: Etwa 4 Arten
  • Preis: Kaum im Handel; lebende Pflanzen oder Samen sind meist nur über Spezialgärtnereien, botanische Sammlungen oder Liebhaber erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Ja

Wie sehen Lepinia aus?

  • Blüte: Die Blüten von Lepinia sind meist fünfzählig, röhren- bis trichterförmig und erscheinen bei warm-feuchter Kultur an gut etablierten Pflanzen.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Gelb
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Baumförmig, Strauch
  • Höhe: 1200 cm – Unter Kulturbedingungen sind bei Lepinia etwa 1200 cm Höhe beziehungsweise Trieblänge realistisch; Naturstandorte können je nach Art deutlich abweichen.
  • Durchmesser: 600 cm – Der Platzbedarf liegt in Kultur meist bei etwa 600 cm, abhängig von Schnitt, Rankhilfe und Topfgröße.

Die Lepinia-Pflege in Kurzform

    Lepinia warm, hell bis halbschattig und mit hoher Luftfeuchte kultivieren. Das Substrat bleibt gleichmäßig leicht feucht, aber nie sumpfig. Kälte, trockene Luft und Staunässe führen schnell zu Blatt- und Wurzelschäden.

    Die Lepinia-Pflege im Detail

    Lepinia ist eine tropische Warmhausgattung und benötigt ganzjährig warme Wurzeln, lockeres humoses Substrat und hohe Luftfeuchte. Der Standort sollte hell bis halbschattig sein, direkte harte Mittagssonne hinter Glas ist ungünstig. Gegossen wird gleichmäßig, jedoch ohne stehendes Wasser im Übertopf. Während der Wachstumszeit genügt eine schwache monatliche Düngung. Größere Pflanzen brauchen ausreichend Wurzelraum und reagieren auf kalte Zugluft oder längere Trockenheit mit Blattfall.

    Vermehrung von Lepinia

    Die Vermehrung von Lepinia gelingt vor allem über frische Samen oder halbreife Stecklinge unter Warmhausbedingungen. Stecklinge benötigen hohe Luftfeuchte, Wärme von unten und ein lockeres, hygienisches Substrat. Älteres Holz bewurzelt oft langsam, deshalb sind junge, nicht zu weiche Triebe am besten geeignet. Sämlinge sollten früh hell, aber ohne harte Mittagssonne kultiviert werden.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nicht düngen Möglich bei Wärme Sehr hell Möglich Warm und hell Luftfeuchte erhöhen
    Feb Mäßig Nicht düngen Möglich bei Wärme Sehr hell Möglich Warm und hell Luftfeuchte erhöhen
    Mär Mehr gießen Schwach düngen Gut möglich Hell Möglich Warm und hell Wachstum startet
    Apr Regelmäßig Monatlich düngen Ideal Hell Möglich Warm Nicht austrocknen lassen
    Mai Regelmäßig Monatlich düngen Ideal Hell bis halbschattig Möglich Warm Luftig halten
    Jun Regelmäßig Monatlich düngen Möglich Hell bis halbschattig Hauptzeit möglich Warm Staunässe vermeiden
    Jul Regelmäßig Monatlich düngen Möglich Hell bis halbschattig Hauptzeit möglich Warm Staunässe vermeiden
    Aug Regelmäßig Monatlich düngen Möglich Hell bis halbschattig Hauptzeit möglich Warm Luftig halten
    Sep Mäßig Schwach düngen Möglich Hell Möglich Warm Langsam reduzieren
    Okt Mäßig Nicht düngen Nur warm Sehr hell Möglich Warm und hell Warm halten
    Nov Mäßig Nicht düngen Nur warm Sehr hell Möglich Warm und hell Warm halten
    Dez Mäßig Nicht düngen Nur warm Sehr hell Möglich Warm und hell Warm halten

    Meine Erfahrungen mit Lepinia

    Lepinia ist in Kultur vor allem eine Warmhauspflanze. Der Wurzelraum sollte nie kalt und nass stehen, gleichzeitig darf der Ballen während aktiven Wachstums nicht völlig austrocknen. Gute Luftfeuchte, Wärme und Platz sind wichtiger als häufiges Düngen.

    Beliebte Arten von Lepinia

    Lepinia taitensis

    Pazifische Baumart aus feuchten Inselwäldern.

    Lepinia ponapensis

    Seltene Baumart von Pohnpei.

    Lepinia solomonensis

    Art aus dem westlichen Pazifik mit feucht-tropischem Anspruch.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Symptom Ursache Lösung Blattränder trocknen ein

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Lepinia

    Häufige Fragen

    Ist Lepinia pflegeleicht?

    Lepinia ist eher eine Sammler- als eine Anfängerpflanze und braucht Wärme, Licht und kontrolliertes Gießen.

    Ist Lepinia giftig?

    Wie viele Hundsgiftgewächse kann Lepinia Milchsaft und wirksame Inhaltsstoffe enthalten; ein vorsichtiger Umgang ist sinnvoll.

    Kann Lepinia im Zimmer wachsen?

    Eine Kultur im Zimmer ist nur sehr hell und warm sinnvoll; ein Gewächshaus oder Wintergarten ist meist geeigneter.

    Wie wird Lepinia überwintert?

    Die Pflanze bleibt frostfrei, hell und je nach Herkunft etwas trockener als im Sommer.

    Wie vermehrt man Lepinia?

    Am zuverlässigsten sind frische Samen oder halbreife Stecklinge unter warmen, hygienischen Bedingungen.